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Der Oerlinghauser Haushaltsverein
Der Bericht schildert die Gründung des Oerlinghauser Haushaltsvereins (später Konsum), die Biografien seiner Geschäftsführer und die Verfolgung des Lagerhalters August Hausmann durch die SA/Hilfspolizei nach der Machtergreifung 1933. Er beleuchtet die politischen Hintergründe und die Rolle Hermann Görings.
Leserbrief zur Geschichte des CVJM Oerlinghausen
In einem Leserbrief schildert August Westerheide die Bedrängnis des Oerlinghauser CVJM während der NS-Zeit. Trotz des Drucks zur HJ-Eingliederung bewahrte der Verein durch Erich Diekhof und andere seine kirchliche Identität und bildete eine feste Gemeinschaft gegen staatliche Repressionen.
Deutsches Rotes Kreuz – 100 Jahre Ortsverein
Die Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum des DRK-Ortsvereins Oerlinghausen (1888–1988) dokumentiert dessen Geschichte vom „Vaterländischen Frauenverein“ über Lazarettdienste in den Weltkriegen bis hin zu modernen Aufgaben wie Blutspende, Kindergartenbetrieb, Kleiderstube und Seniorentanz. Sie würdigt das unermüdliche ehrenamtliche Engagement.
Amtsköche
Das Dokument behandelt das historische Privilegium der Amtsköche in Oerlinghausen im 17. und 18. Jahrhundert. Es beschreibt die exklusive Berechtigung zur Bewirtung von Festlichkeiten und führt namentlich bekannte Köche auf, die ihre Rechte gerichtlich gegen unbefugte Konkurrenz verteidigten.
Abdecker
Das Dokument berichtet über die Privilegierung der Abdecker in Oerlinghausen. Im Jahr 1701 wurde der Jude Jakob bestraft, da er den Tod seines Pferdes nicht vorschriftsmäßig dem Abdecker meldete, sondern den Kadaver von Hunden fressen ließ.
Bestattungsbräuche vor 300 Jahren
Werner Höltke beschreibt die Bestattungskultur im Kirchspiel Oerlinghausen seit dem 17. Jahrhundert. Er thematisiert Glockenrituale, den Platzmangel auf dem alten Kirchhof, soziale Unterschiede bei Särgen und Grabmalen sowie die Verlegung des Friedhofs an die Rathausstraße um 1860.
Totengebräuche
Das Dokument beschreibt traditionelle Totengebräuche in Oerlinghausen, wie das Informieren der Tiere und das Verhängen von Spiegeln. Zudem werden historische Trauervorschriften erläutert, deren Missachtung, wie im Fall von Henrich Wüstmann 1766, zu Anzeigen und Bußgeldern führen konnte.
Das Betteln in Oerlinghausen
Der Text beschreibt historische Heischesitten in Oerlinghausen, insbesondere das „Klöskensingen“ und Bettelbräuche von Kindern an Feiertagen. Er überliefert ein fast vergessenes Spottlied der Jahrhundertwende und schildert die Reaktionen der Hauseigentümer auf die bettelnden Kindergruppen.
Brautputzerin
Das Dokument beschreibt das historische Privileg der Brautputzerinnen in Oerlinghausen. Im 18. Jahrhundert mussten Bräute diesen Dienst in Anspruch nehmen. Eigenleistung oder fremde Hilfe führten zu Klagen vor dem Gogericht und zu Geldstrafen, wie Fälle von 1736 und 1751 belegen.
Das Hufeisen
Der Text erläutert die Herkunft des Hufeisens als Glücksbringer in Oerlinghausen. Basierend auf archäologischen Funden von Pferdeschädeln wird die Entwicklung vom Opfertier zum unheilabwehrenden Symbol an Stalltüren und Hausgiebeln sowie dessen Fortbestehen in der modernen Gratulationskultur beschrieben.
Bettelei in Oerlinghausen an Fastnacht
Der Bericht schildert die massive Zunahme der Bettelei im Amt Oerlinghausen während der Fastnachtstage. Personen aus der Senne, Kaunitz und Holte ziehen dreist durch die Dörfer, wobei sie zur Tarnung Besen mitführen, um polizeiliche Verfolgung zu umgehen.
Fastnachtsingen
Der Text beschreibt das historische Fastnachtsingen in der Bergstadt Oerlinghausen. Kinder zogen mit plattdeutschen Liedern von Haus zu Haus, um Gaben wie Speck oder Gebäck zu sammeln. Der Brauch, der Bezüge zur mittelalterlichen Waldmast aufweist, verschwand nach 1918 weitgehend.
Fastnachtsingen
Das Dokument beschreibt das traditionelle Fastnachtssingen in Oerlinghausen. Kinder zogen mit einem „Spett“ von Haus zu Haus und sangen plattdeutsche Lieder, um Speck und Gebäck (Hedewigs) zu erbitten, wobei die Liedtexte symbolisch auf die bäuerliche Schweinemast Bezug nahmen.
Das Kaffeetrinken
Das Dokument beschreibt das Kaffeeverbot für die Landbevölkerung unter Graf Simon August ab 1765. Es berichtet von Denunziantentum, Geldstrafen und Gefängnisaufenthalten für Personen wie Witwe Düning und Grobschmied Hellkamp, die beim Kaffeegenuss oder Besitz von Utensilien ertappt wurden.
Edikte
Das Dokument thematisiert landesherrliche Verbote unter Graf Simon August in Oerlinghausen. Es beschreibt drakonische Strafen und Haussuchungen wegen Kaffeekonsums ab 1765 sowie die strikte Kontrolle des Salzmonopols durch Visitatoren zur Förderung des lippischen Salzwerks in Salzuflen.
Kindtaufen
Der Text behandelt lippische Verordnungen von 1770, die die Gästezahl bei Hochzeiten und Kindtaufen streng limitierten. Verstöße in Oerlinghausen, etwa durch Johann Jost Wittenborn oder August Kramer, wurden mit Geldstrafen geahndet, was zu zeitgenössischem Spott aus Preußen führte.
Jahrmärkte
Der Text dokumentiert die Entwicklung der Jahrmärkte in Oerlinghausen seit 1718. Er beschreibt Standortverlegungen von der Hauptstraße auf den 1896 angelegten Marktplatz, Konflikte mit dem Gottesdienst sowie die wirtschaftliche Bedeutung der Herbstkirmes für heimkehrende Ziegler.
Die Bergstadt war mal Kirmes-Metropole
Der Artikel beschreibt die Geschichte der Oerlinghauser Kirmes, vom kirchlichen Siebenbrüdermarkt bis zur modernen Marktplatz-Kirmes. Er thematisiert die Bedeutung der Ziegler, die Standortverlegungen des Viehmarkts und die lebendige Gaststättenkultur der Bergstadt im Wandel der Jahrhunderte.
Kleiderordung
Das Dokument beschreibt die lippischen Kleiderordnungen, die den sozialen Ständen bestimmte Stoffe vorschrieben. In Oerlinghausen wurden 1658 Personen wie der Einlieger Dorenkamp bestraft, weil sie für ihre Hochzeitskleidung das verbotene, kostspielige „englische Tuch“ statt heimischer Leinenstoffe verwendeten.
Vom Martini-Singen
Der Text beschreibt die Neubelebung des Martins-Brauchtums in Oerlinghausen, Detmold und Lemgo. Statt individueller Bettelei in Geschäften werden nun organisierte Martinszüge mit Spielen und Liedern durchgeführt, wobei in Oerlinghausen Spenden für notleidende Menschen weltweit gesammelt wurden.