Deutsches Rotes Kreuz
100 Jahre Ortsverein Oerlinghausen e.V. 1888-1988
Die XX. Internationale Rot-Kreuz-Konferenz in Wien verkündete im Oktober 1965 feierlich und einstimmig die folgenden sieben Grundsätze, auf denen die Tätigkeit des Roten Kreuzes beruht:
Humanität
Das Rote Kreuz, entstanden aus dem Wunsche, ohne Unterschied Verwundeten auf dem Schlachtfeld Hilfe zu bringen, bemüht sich durch seine internationalen und nationalen Möglichkeiten, menschliches Leiden, überall wo es auftritt, zu verhüten und zu erleichtern.
Sein Ziel ist es, Leben und Gesundheit zu schützen sowie die Ehrfurcht vor dem Menschen zu gewährleisten. Es fördert die gegenseitige Verständigung, Freundschaft, Zusammenarbeit und einen dauerhaften Frieden zwischen allen Völkern.
Unparteilichkeit
Es macht keine Unterschiede nach Nationalität, Rasse, religiösen Bekenntnissen, Klassen oder politischen Meinungen. Es ist nur bemüht, Leiden zu lindern, wobei es den dringendsten Fällen Vorrang gibt.
Neutralität
Um sich das Vertrauen aller zu bewahren, ergreift das Rote Kreuz nicht Partei bei Feindseligkeiten und beteiligt sich nicht an Auseinandersetzungen politischer, rassischer, religiöser oder ideologischer Natur.
Freiwilligkeit
Das Rote Kreuz ist eine freiwillige und uneigennützige Organisation zur Hilfeleistung.
Einheit
Es kann in jedem Lande nur eine Rote-Kreuz-Gesellschaft geben. Sie muß allen offen stehen. Sie muß ihre humanitäre Arbeit im ganzen Landesgebiet durchführen.
Universalität
Das Rote Kreuz ist eine weltweite Einrichtung. Alle Gesellschaften haben die gleichen Rechte und die gleiche Verantwortung, einander zu helfen.
Unabhängigkeit
Das Rote Kreuz ist unabhängig. Die nationalen Rotkreuz-Gesellschaften sind zwar den jeweiligen Landesgesetzen unterstellt und stehen den Behörden bei ihrer humanitären Tätigkeit zur Seite, haben aber eine gewissen Eigenständigkeit, die es ihnen erlaubt, jederzeit nach den Grundsätzen des Roten Kreuzes zu handeln.
Grußworte
Im Namen des Rates und der Verwaltung der Stadt Oerlinghausen überbringen wir dem Ortsverein Oerlinghausen Deutsches Rotes Kreuz die herzlichsten Glückwünsche zum 100-jährigen Bestehen.
Als Oerlinghauser freuen wir uns ganz besonders, dieses seltene Ereignis mit dem Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes gemeinsam feiern zu können. Wir sind aber auch stolz darauf, daß sich auch in Oerlinghausen schon vor 100 Jahren, als es kaum jemanden gab, der sich mit dem Gedanken der Rettungsarbeit und Krankenpflege beschäftigte, überzeugte Idealisten zusammenfanden und einen Ortsverein ins Leben riefen, der sich „Vaterländischer Frauenverein“ nannte.
Insbesondere im ersten Weltkrieg übernahmen in Oerlinghausen viele beherzte Frauen die Pflege der Verwundeten und Kranken im damaligen Lazarett. Auch der Kinder hat sich der Verein in aufopfernder Weise angenommen. Sowohl der damalige als auch der heutige Kindergarten im Küsterfeld sind auf die Initiative des Deutschen Roten Kreuzes zurückzuführen.
Es können noch viele Gebiete genannt werden, um die sich das Deutsche Rote Kreuz und damit der Ortsverein Oerlinghausen verdient gemacht haben. Dabei sind insbesondere zu nennen:
Der Blutspendedienst, die DRK-Bereitschaft, d.h. die Betreuung von öffentlichen Veranstaltungen jeder Art. Erste Hilfe bei Unfällen, Ausbildung in Sofortmaßnahmen am Unfallort,
Lehrgänge für Krankenpflege und angehende Schwesternhelferinnen.
Besonders zu nennen sind außerdem noch der Tanzkreis der Senioren sowie die Kleiderstube. Beide letztgenannten Einrichtungen finden einen sehr großen Zuspruch und sind aus Oerlinghausen nicht wegzudenken.
Wenn nun der Ortsverein Oerlinghausen des Deutschen Roten Kreuzes sein 100-jähriges Bestehen feiert, ist nicht nur den Gründern zu gedenken, sondern auch den vielen ehrenamtlichen Helfern zu danken, die sich in der Vergangenheit und auch in der Gegenwart in aufopfernder Weise für die Belange des Deutschen Roten Kreuzes einsetzen bzw. eingesetzt haben. Auch denen, die jetzt mithelfen, daß der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes sein 100-jähriges Bestehen feiern kann, sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön gesagt.
Wir wünschen der am 9. September 1988 vorgesehenen Feierstunde, ganz besonders aber auch den weiteren geplanten Veranstaltungen in diesem Jubiläumsjahr, einen erfolgreichen Verlauf. Dem Verein gelten auch für die Zukunft die besten Wünsche für ein weiteres segenreiches Wirken.
(Steinkühler) (Bollhorst)
Bürgermeister Stadtdirektor
100 Jahre DRK-Ortsverein Oerlinghausen. Es ist der erste unserer zur Zeit 14 Ortsvereine mit diesem stolzen Jubiläum.
Unwillkürlich denkt man zurück an die Gründerzeit mit ihren noch unbewältigten sozialen Unterschieden. Später war es der erste Weltkrieg, der vor allem für das Rotkreuz-Sanitätswesen große Bewährungsproben brachte. Not lindern zu helfen war eine der Hauptaufgaben in der Zeit zwischen den beiden Kriegen, im zweiten Weltkrieg das Sanitäts- und Betreuungswesen. Nach dem Zusammenbruch stellte die Bereitstellung von Verpflegung, Unterkunft und Bekleidung das Rote Kreuz vor fast unlösbare Aufgaben. Hinzu kam die umfangreiche Arbeit des Suchdienstes und der Familienzusammenführung.
Für alle diese Aufgaben haben sich auch in Oerlinghausen stets Frauen und Männer bereitgefunden, um ihren Mitmenschen uneigennützig zu helfen. Ihnen allen haben wir zu danken.
Wir wünschen unserem DRK-Ortsverein Oerlinghausen auch für das zweite Jahrhundert seines Bestehens viel Glück und Erfolg bei seiner Arbeit.
Der Kreisverband Lemgo des Deutschen Roten Kreuzes besteht zur Zeit aus vierzehn Ortsvereinen.
Geographisch gesehen, gehört er zu den wenigen Verbänden, die sich noch mit den Grenzen des früheren Kreises Lemgo umgeben. Eine angemessene Größe vor allem für überörtlich tätige Leistungskräfte, die sich wie alle Helfer dem Grundsatz der Ehrenamtlichkeit im Roten Kreuz verpflichtet fühlen.
Oerlinghausen ist im Kreis der Ortsvereine einer der aktivsten. Nicht nur, weil dort der einzige DRK-Kindergarten innerhalb des Kreisverbandsgebietes unterhalten wird. Auch im Blutspendewesen ist dort vorbildliche Arbeit geleistet worden. Gleiches gilt für die in letzter Zeit ausgebaute Kleiderstube. Die Seniorenarbeit entwickelt sich gut und -nicht zu vergessen- die DRK-Bereitschaft Oerlinghausen ist gut ausgestattet und stets präsent.
Nach dem jetzigen Erkenntnisbild ist Oerlinghausen auch der älteste unserer Ortsvereine. 100 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit für die Ziele des Roten Kreuzes, dahinter stehen Leistungen, über die man nachdenken muß, die aber auch jedem einzelnen als Beispiel dienen können.
Herzlichen Glückwunsch und weiter
DRK-Kreisverband
(Schickhoff)
Kreisgeschäftsführer
(Elisabeth von Schönberg) Vorsitzende
Zum Geleit
100 Jahre Rotes Kreuz in Oerlinghausen, das ist ein Ereignis, das zur Rückbesinnung und Ausblick Anlaß gibt.
Wie sehr sich Bürger unserer Stadt dieser Idee der Humanität verpflichtet fühlten, darüber berichten die Unterlagen und Protokolle, die die Wirren der Kriegs- und Nachkriegszeiten überstanden.
Die nachfolgenden Seiten geben einen bescheidenen Überblick über unsere Arbeit. Der Ortsverein Oerlinghausen erlebte Höhen und Tiefen. Gleich blieb immer sein Wollen zu helfen, wo Menschen in Not waren.
Mit aufrichtiger Bewunderung gedenken wir der Männer und Frauen, die in den vielen Jahren - und oft in schweren Zeiten - für das Rote Kreuz und damit unmittelbar für Menschen in bitterer Not und grenzenloser Verzweiflung tätig waren, ihnen ihre Hilfe zuteil werden ließen.
Unser Dank gilt den vielen Helfern und Helferinnen, die sich bescheiden, uneigennützig und oftmals unter großen persönlichen Opfern zur Verfügung stellten und stellen.
Unser Dank gilt aber auch dem Rat und der Verwaltung, die unsere Arbeit verständnisvoll und tatkräftig begleiten.
Es ist unser Wunsch, daß das Deutsche Rote Kreuz in Oerlinghausen auch in Zukunft Mitbürger findet, die bereit sind, die vielfältigen Aufgaben freiwillig und ehrenamtlich erfüllen zu helfen.
In diesem Sinne hoffen wir auf eine weitere gedeihliche Entwicklung. Möge der gute Geist tätiger Nächstenliebe lebendig bleiben.
(Ortmann) (Dr. Haase)
Vorsitzende
Wir begehen mit großer Freude unser Jubiläum.
Wir wollen auch an jene Helfer und Helferinnen erinnern, die unter uns lebten und wirkten, sich bescheiden und uneigennützig in den Dienst unserer großen Gemeinschaft stellten.
Aus den Protokoll- und Berichtsbüchern des Ortsvereins
Ein klärendes Wort vorweg ...
Nur ein Bruchteil der Protokolle und Berichte ist noch vorhanden. Die folgenden Auszüge, sie beginnen mit Aufzeichnungen aus dem Jahre 1916, berichten lebendig, oft höchst anschaulich, aus der Arbeit des Vereins. Politische Stellungnahmen fehlen fast völlig. Die Niederschriften sind, von einigen Ausnahmen abgesehen, nüchtern und sachlich. Trotzdem vermitteln sie die große und engagierte Anteilnahme der vielen ungenannten Helfer und Helferinnen, die sich unermüdlich in den Dienst des DRK stellten. Auf die Nennung einzelner Personen, auch wenn sie an führender Stelle tätig waren, wurde bewußt verzichtet. Es bleibt einer späteren Niederschrift der OV-Geschichte vorbehalten, hier ausführlicher zu berichten.
Getragen wurde das soziale Wirken des Vereins in den ersten 70 Jahren seiner Geschichte fast ausschließlich vom Arbeitskreis für Frauen, der auch heute noch tätig ist. Sein unermüdlicher Einsatz findet immer wieder lobende Worte der Anerkennung. Soziale Arbeit ist stille Arbeit. Damit sind die Helferinnen nie auf den Marktplatz gegangen. Ihre Tätigkeit blieb und bleibt weitgehend anonym. So wird es auch in Zukunft sein. Mit Wohltaten, ob sie nun klein oder groß sind, geht man nicht hausieren. Vollständig erhalten - vom Gründungstag bis heute - sind alle Rechnungsbücher. Kenner der lippischen Mentalität werden darüber nicht einmal lächeln. Sie halten es für selbstverständlich.
1916... übergeben wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 12 Erstlingsausstattungen für Kinder. Die Tätigkeit des Vereins beschränkte sich auf Friedensarbeit. Wir halten es für die Hauptaufgabe, unseren eigenen Mitbürgern, die Not leiden, unter der Schwere der Kriegszeit zu leiden haben, Hilfe zu leisten und Freude zu bereiten. Eine weitere Aufgabe war das Einkochen von Früchten für die Kaiserin-Auguste-Viktoria-Spende. Das Lazarett in Oerlinghausen erhielt 280 Kilo Marmelade, 305 Kilo eingekochtes Obst, 96 Liter Saft, 29½ Kilo Honig. 630 Pakete gingen an im Felde stehende Soldaten.
1922... so wird unsere Arbeit darin bestehen, die Näharbeit für wirklich Bedürftige zu verstärken, die Vorbereitungen für die Unterstützung dieses Personenkreises zu erweitern. Erforderlich ist auch eine erheblich verstärkte finanzielle Unterstützung der Gemeindepflegestation.
1927 Die Anschaffung einer Nähmaschine für den Verein wird hinausgeschoben. Beschlossen wird der Ankauf eines Radios für Frau W. (Vollinvalidin). Ein Teil der Kosten ist durch Spenden gedeckt.... es wird festgestellt, daß die Mitgliederzahl von 215 auf 235 gestiegen ist.
1928 Die Vorsitzende berichtet ausführlich über die Arbeit des letzten Jahres und besonders über den Plan, einen Kindergarten in Oerlinghausen zu bauen. Durch eine Sammlung, die von neun Damen des Vereins durchgeführt wurde, sind rund 7.500 M zusammengekommen. Der ursprüngliche Widerstand des Stadtrates gegen den Bau wurde durch dieses glänzende Ergebnis gebrochen.
Bei der Besprechung der Gemeindepflegestation wird erwähnt, daß der zehnfache Zuschuß gegenüber dem Vorjahr erforderlich ist. Schwester Minna hat 1927 ausgeführt:
1786 Besuche bei 78 Kranken
52 Nachtwachen
6 Desinfektionen
1079 Liter Milch wurden verteilt. Ein Basar im Rathaussaal erbrachte das Ergebnis von 1.230 Mark.
Herr R.M. gibt einen Bericht über die Vorarbeiten zur Errichtung des Kindergartens. Nach dem Kostenvoranschlag des Herrn R. Oberdiek erfordert der Bau eine Summe von 10.788,83 RM. Das Gebäude hat eine Grundfläche von etwa 120 qm. Mit dem Bau soll sofort begonnen werden.
1929... sodann hält Pastor E., Lemgo, einen Vortrag. Er kam auf die heutige sittliche Not des Volkes zu sprechen und nannte erschreckende Zahlen aus den Gebieten der Bevölkerungsstatistik und über allgemeine sittliche Zustände. Der Redner sagt, daß es Pflicht aller ist, sich dieser Flut sittlichen Verderbens entgegenzustellen. Unsere Häuser sollen Inseln sein, an denen das Meer des sittlichen Verderbens vorrüberrauscht.
1930 Der Kindergarten hat an Besucherzahlen etwas abgenommen, da der monatliche Beitrag von 2,- RM für viele Familien noch zu hoch war, besonders für die Arbeitslosen. Tante Änne hat sich sehr bewährt und ganz die Liebe der Kleinen gewonnen.
1931 Die Aufgaben steigen von Jahr zu Jahr. Es wird immer schwieriger, auch nur die dringendste Not zu lindern. Große Freude machte auch wieder die Verteilung von Gebrauchtkleidern. Leider war die Nachfrage oft größer als der Vorrat.
1933 Im Juni verlief, leider bei strömendem Regen, der Rotkreuztag. Der Schleifchen- und Blumenverkauf brachte 109 Mark ein. Auch der Feuerwehrkapelle sei hiermit für ihr Konzert herzlich gedankt.
1934/35 Auch die Satzungen sind inzwischen geändert worden. Die Vorsitzende hat zwei Stellvertreter/ innen zu ernennen. Der Bereich unserer Tätigkeit ist genau vorgeschrieben. Die Hauptaufgabe ist der Bereitschaftsdienst.
1936/37 Im verflossenen Berichtsjahr konnte das DRK auf eine 70-jährige segensreiche Arbeit zurückblicken. An der Feier in Berlin nahmen neun hiesige Mitglieder teil, darunter drei Samariterinnen.
1945/50 Als wir unsere Arbeit im Herbst 1945 Wiederaufnahmen, gab es unendlich viel Not zu lindern, denn all die Vertriebenen und Flüchtlinge standen vordem Nichts. Wir konnten getragene, aus England und Amerika geschickte Kleidungsstücke verteilen.
Unsere allwöchentliche Sprechstunde in der AOK wurde von 977 Einwohnern besucht, die Rat und Hilfe brauchten. Am meisten wurde der Suchdienst beansprucht. Männer suchten ihre Frauen, Frauen ihre Männer, beide ihre Kinder. Viele wollten ein Lebenszeichen von ihren kriegsgefangenen Angehörigen. In vielen Fällen konnte geholfen werden, aber auch manche traurige Nachricht mußten wir überbringen. Die letzte Registrierung der Vermißten aus Oerlinghausen umfaßte 163 Personen.
Zehn Kinder wurden zur Erholung geschickt. Jedes kam mit kräftiger Gewichtszunahme zurück.
Die Veranstaltungen zum 100-jährigen Bestehen des DRK-Ortsvereins geben auch Anlaß zu einem Rückblick über die aktive Arbeit seit dem Zusammenbruch des 3. Reiches.
Nach Kriegsende wurde in der britischen Besatzungszone das DRK zunächst aufgelöst, weil es im 3. Reich seinen eigentlichen Status verloren hatte. Doch änderte sich die Einstellung der Siegermächte bald. Zu mannigfaltig waren die Aufgaben, die die freiwilligen Helfer und Helferinnen erfüllen mußten. Denken wir nur an die Flüchtlingsströme und heimkehrenden Kriegsgefangenen.
Deshalb wurde es geduldet, daß sich allenthalben die verbliebenen Reste von Rotkreuzgemeinschaften zusammenfanden und wieder mit der Arbeit begannen.
Mit der Neugründung des DRK 1950 in Koblenz, der Anerkennung als nationale Rotkreuzgesellschaft 1951 durch die Bundesregierung war der Weg frei für alle Aktivitäten, die sich das DRK in seine Satzung geschrieben hatte. In Oerlinghausen war nur ein Dutzend Helferinnen übriggeblieben, die aber, teilweise schon seit 1935 aktiv, fest zusammenhielten und die Arbeit ungebrochen fortsetzten.
Ihre Unterkunft befand sich im ehemaligen DRK-Kindergarten an der Kirche. Die Führung hatte Grete Oberdiek übernommen. Mit ärztlicher Hilfe wurde Fortbildung betrieben, aber im wesentlichen beschränkte sich die Arbeit auf Altenbetreuung und Wohlfahrtsarbeit.
Ein einschneidendes Ereignis war es, als am 22. Juni 1953 ein Kursus für Erste Hilfe begonnen wurde, an dem Frauen und Männerteilnahmen, die nach Abschluß des Lehrgangs geschlossen in das DRK übertraten und mit der anschließenden Sanitätsausbildung das Bestehen einer gemischten Rotkreuzgemeinschaft ermöglichten. Die Leitung übernahmen Gustav Haupt und Grete Oberdiek.
Volle Unterstützung fanden sie bei den einheimischen Ärzten Dr. Adolf Kochsiek, Dr. Paul Rieso, Dr. Karl Holste, Dr. Hans-Jörg Krüger und Dr. Herbert Junge. Seit übereinem Jahrzehnt steht Dr. Paul-Gerhard Kochsiek zur Verfügung.
Gustav Haupt übernahm nach einem Lehrgang die Breitenausbildung. Unterstützt wurde er seit 1956 durch Horst Groß, der später auch die Fachausbildung übernahm.
Auch aus den umliegenden Orten schlossen sich Helferinnen und Helfer dem Zug Oerlinghausen an, der dadurch zeitweise eine Stärke von 25 Aktiven hatte. Damit ließen sich alle anstehenden Einsätze erfüllen. Die Unterkunft des Zuges wechselte im Laufe der Jahre mehrmals. Erst war sie in der Berufsschule an der Kirche. 1967 wurde eine Baracke an der Webereistraße in Eigenleistung zu einem Heim umfunktioniert. Es mußte leider wegen Veränderungen in der Firma Weber 1973 abgerissen werden. Der Zug fand nun Unterkunft im Stadthotel. Mit dem Umbau auch dieses Gebäudes wurde 1986 im Feuerwehrhaus an der Holter Straße die vorläufig letzte Unterkunft bezogen.
Seit 1969 werden Führerscheinbewerber in „Sofortmaßnahmen am Unfallort“ ausgebildet. Diese Tätigkeit übernahm bis 1971 Horst Groß und anschließend Paul Lange, der auch als Ausbilder in Erster Hilfe arbeitet. Für Hilfeleistungen und Transport der Einsatzkräfte stehen zwei Krankenwagen mit der nötigen Ausrüstung bereit. Der Ortsverein hat für die Anschaffung und Ausstattung der Wagen erhebliche finanzielle Mittel aufbringen müssen. Unterstützt wurde er dabei durch die hiesige Sparkasse.
Durchschnittlich 130 bis 150 Einsätze pro Jahr fahren unsere Helfer und Helferinnen. Sie leisteten dabei allein 1987 3320 Stunden - freiwillig und ehrenamtlich. Die Einsätze werden örtlich und überörtlich bei Veranstaltungen jeder Art, bei Blutspendeterminen und vielen anderen Gelegenheiten durchgeführt.
Gegenwärtig bereitet der Personalbestand einige Sorgen. Trotz immer mehr Freizeit sind nicht genug Bürger bereit, Mitmenschen einen Dienst zu erweisen, obwohl die Kenntnisse, die die Ausbildung im Roten Kreuz vermittelt, für jedermann vielleicht schon morgen hilfreich, lebensrettend sein können. Was diese kurze Darstellung nicht vermitteln kann, ist der kameradschaftliche Zusammenhalt der Aktiven. Er bewegt sie, über Jahrzehnte hinweg, Dienst im Roten Kreuz zu leisten.
So hat neben der ständigen weiteren Ausbildung die Kameradschaftspflege einen hohen Stellenwert. Fahrten, Wanderungen und Feiern sorgen für einen guten und harmonischen Kontakt.
[Bild: (Foto: Hölz)]
Immer im Einsatz sind die Helfer und Helferinnen des DRK. Hier stellen sich einige von ihnen dem Fotografen bei einer Informationsveranstaltung auf dem Rathausplatz.
Die Kleiderstube hilft vielen Mitbürgern
Nach langen Vorbereitungen wurde am 18. Juli 1986 die Kleiderstube des Ortsvereins geöffnet.
Es war ein schwieriger Anfang, der die Helferinnen vor ungeahnte Probleme stellte. Sie konnten durch gemeinsame Anstrengungen überwunden werden. Der selbstlose Einsatz der hier tätigen Frauen ermöglichte eine Entwicklung, die keine von ihnen bei der Planung voraussehen konnte.
Bis zum 1. Juli 1988 wurden an 1337 Personen insgesamt 10430 Stück Textilien ausgegeben. Zu diesem Erfolg verhalfen uns immer wieder Mitbürger, die uns Textilien, Gebrauchsgeschirr, Spielsachen und andere Haushaltsgegenstände überließen. Ihnen möchten wir an dieser Stelle einen besonders herzlichen Dank sagen. Verbunden damit ist der Wunsch, daß sie auch in Zukunft unsere Arbeit unterstützen.
Empfänger der Spenden sind Asylsuchende, Umsiedler, Bürger mit geringem Einkommen, Besucher aus der DDR, aus Polen und anderen Ländern.
Die Kleiderstube ist keine Sammelstelle für Lumpen. Wir bitten die Bevölkerung unserer Stadt um guterhaltene und saubere Textilien, um damit unmittelbar helfen zu können. Nicht große Mengen sind gefragt, sondern gute Qualität. Es gibt auch textilen Müll. Es ist nicht Aufgabe des DRK, die Haushalte davon zu entsorgen.
Die fünf Helferinnen in der Kleiderstube opfern in jedem Monat einen nicht geringen Teil ihrer Freizeit für diese wichtige soziale Aufgabe. Ihre Arbeit, die viel Einfühlungsvermögen verlangt, verrichten sie mit nie erlahmenden Eifer.
Eingehende Spenden werden zu einem sehr bescheidenen Teil für den Unterhalt und Ausbau der Kleiderstube genutzt, der weitaus größere wird ausschließlich für direkte Hilfe vor Ort, für Pakete an Bürger, (z.B. in Rumänien), die dringend unsere Hilfe benötigen, verausgabt.
[Bild: (Foto: Hölz)]
Auszüge:
Briefe von Paketempfängern aus Rumänien
Frau F. in S.:
Für Frau M. schreibe ich. Sie ist gehbehindert, sitzt den ganzen Tag. Sie sieht auch nicht mehr. Das Paket war eine wirkliche Hilfe. Alles war tadellos.
Frau M. in V.:
Es war eine sehr große Freude für uns. Wir haben alle sehr gestaunt, weil es bei uns so etwas gar nicht gibt, nicht einmal eine Tafel Schokolade. Keine Rede von Nascherei für Kinder...
Bei der Ausgabe des Paketes mußten wir von 11 bis 16 Uhr warten.
Herr H. aus L.:
Das Paket mit dem reichhaltigen Inhalt erhielt ich gestern. Es hat mich sehr gefreut und danke vielmals dafür.
Frau B. in V.:
Nach sehr, sehr langer Zeit ist Ihr Paket bei uns eingetroffen. Wir bedanken uns ganz herzlich dafür. Unsere beiden Mädchen haben gleich einen Becher Nutella-Creme aufgemacht und gekostet, bis ich Einhalt gebieten mußte. Als unser Junge nach Hause kam, gab es Streit. Er glaubte, die beiden Schwestern hätten mehr gegessen, als ihnen zustand.
Frau S. in G.:
... bedanken uns für die guten und schönen Sachen, die im Paket waren und bei uns nicht zu haben sind. Wenn Sie einmal nach Rumänien kommen, sind Sie als Gast uns herzlich willkommen.
Der Kindergarten stellt sich vor
Kindertagesstätten sind soziale Einrichtungen mit eigenständigem Bildungsauftrag, der u.a. im Kindergartengesetz von NRW verankert ist. Ein Schwerpunkt liegt in den sozialen Belangen des Kindes. Individualität wird groß geschrieben, da jedes Kind im Kindergarten die Möglichkeit haben soll, sich seinen Stärken und Neigungen entsprechend zu entwickeln, wodurch das Selbstwertgefühl gestärkt wird, was wiederum ermöglicht, Schwächen leichter auszugleichen.
Da Kinder im Tagesstättenbereich teilweise bis zu neun Stunden in der Einrichtung bleiben, wird hier besonderer Wert auf die emotionale Betreuung gelegt. Zeitweise brauchen diese Kinder eine Bezugsperson für sich allein.
Der Kindergarten bereitet auf die Schule vor, indem das Kind auf spielerische Art lernt, sich in seiner Umwelt zurechtzufinden (z.B. durch Bauecken, Puppenecken, Basteltische, Bilderbücher...).
Das Kind kann in der Einrichtung die notwendigen sozialen Erfahrungen (z.B. Konflikte mit Kindern und Erwachsenen) in einer Atmosphäre erleben, in der es sich angenommen und verstanden fühlt. Konflikte können z.B. im Rollenspiel mit Handpuppen aufgegriffen und so verarbeitet und verstanden werden.
Ein Tag im Kindergarten
Die Kinder kommen morgens zu unterschiedlichen Zeiten, was den Mitarbeitern ermöglicht, Vorbereitungen für den Vormittag zu treffen und Zeit für das einzelne Kind zu haben. Um in einer Gruppe von 25 Kindern jedem Kind mit seinen Stärken und Schwächen gerecht zu werden, gibt es viele abgeteilte Spielbereiche, wohin sich die Kinder zurückziehen können. Die Aufgabe der Mitarbeiter ist es, im Bedarfsfall helfend einzugreifen, d.h. neue Anregungen zu geben durch anderes Spielmaterial, mit den Kindern z.B. Konfliktlösungen auf partnerschaftlicher Ebene zu suchen.
Die Kinder können selbst entscheiden, wann sie bestimmte Sachen machen wollen, da Beschäftigungen zur aktuellen Situation in Kleingruppen innerhalb des Vormittags angeboten werden. Es wird jedoch darauf geachtet, daß möglichst alle Kinder im Laufe des Tages an den Beschäftigungen teilnehmen.
Damit die Kinder auch den Umgang miteinander in einer großen Gruppe erfahren und ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickeln können, wird im Regelfall zum Abschluß ein Stuhlkreis mit allen Kindern der Gruppe gebildet.
Die Zeit am Nachmittag wird für eine individuellere Betreuung einzelner Kindergenutzt und für Themenbereiche, die eine andere Gruppenzusammensetzung erfordern.
Im Tagesstättenbereich kommen zu den pädagogischen Aufgaben auch noch die pflegerischen. Hier wird besonderer Wert auf die emotionale Entwicklung gelegt, was manchmal eine zeitweise Einzelbetreuung erfordert.
Der Tanzkreis für Senioren gibt ein Beispiel
Tanzen ist nicht nur für junge Menschen, sondern auch für ältere eine gute Sache. Auch da kann jeder Schritt zum Vergnügen werden. Die Alltagssorgen geraten dabei in Vergessenheit.
[Bild: (Foto: Hölz)]
In harmonischer Atmosphäre und ohne Leistungsdruck können auch ältere Mitbürger erstaunliche Leistungen vollbringen. Das Programm enthält tänzerische Gymnastik, Folklore aus verschiedenen Ländern und Tänze in geselliger Form. In fröhlicher Runde bewegen sich Männer und Frauen, die Abschied vom Arbeitsleben nahmen. In vielen öffentlichen Veranstaltungen, immer wieder dazu eingeladen, geben sie ein gutes Beispiel, daß Tanzen zum körperlichen und seelischen Wohlsein beiträgt.
Blutspender in der Bergstadt
Schnelle Hilfen bei Unfällen, große Operationen und die wirksame Behandlung schwerer innerer Erkrankungen sind nur möglich, wenn Blutkonserven jederzeit in ausreichenden Mengen zur Verfügung stehen. Täglich werden 4000 Blutspenden benötigt, um allein die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen versorgen zu können. Der Bedarf steigt. Auch unser Leben und das unserer Angehörigen, unserer Freunde und Kollegen kann vielleicht schon morgen von gespendetem Blut abhängen.
Erfreulich ist die wachsende Bereitschaft, durch Blutspenden etwas für unser aller Wohl zu tun. Die Menschen in unserer Stadt schließen sich von dieser Entwicklung nicht aus.
Der erste Termin in Oerlinghausen fand statt am 2. Februar 1960, und zwar in der Kreisberufsschule am Kirchplatz.
In einem Schreiben riefen damals Rat und Verwaltung, beide Kirchengemeinden, die Arbeiterwohlfahrt und das Deutsche Rote Kreuz der Bergstadt zur Blutspende auf. Das Ergebnis übertraf alle Erwartungen. Es erschienen 155 Spender.
In den folgenden Jahren kam es zu tiefen Einbrüchen. Die Besucherzahlen nahmen um die Hälfte ab. 1966 fanden sich gerade noch 68 Spender in der Sonderschule ein. Erst 1970 gab es mit 184 Spenden einen kräftigen Schub nach oben.
Männer und Frauen, die hierzulande beim DRK ihr Blut spenden, stehen nicht im öffentlichen Rampenlicht. Aber sie werden Tag für Tag zu stillen Lebensrettern. Sie, die beim Termin unter Umständen noch Schlange stehen, wissen, was sie tun. Ihr Einsatz ist vorbildlicher Dienst am Nächsten. Heute sind es in jedem Jahr 650 bis 700 Bürger, die sich in der Fröbelschule zum Aderlaß einfinden.
Deutlich gestiegen ist die Anzahl junger Besucher. Die Verantwortlichen hoffen, daß dieser Trend anhält.
Im Spiegel der Presse ...
Viele folgten dem DRK-Aufruf
202 Blutspender in de- Fröbelschule - Mehrfachspender ausgezeichnet
Auch Bürgermeister Steinkühler wurde zur Ader gelassen
Oerlinghausen. Einen großen Ansturm beim Blutspendetermin konnte wieder der DRK-Ortsverein Oerlinghausen in der Sonderschule verzeichnen. Bürgermeister Horst Stein kühler ging mit gutem Beispiel voran und ließ sich als einer der ersten den „roten Lebenssaft" abzapfen. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, war der Blutspendedienst Münster mit zwei Ärzteteams erschienen.
Ehrung für Blutspender
Ortsvereinsvorsitzendem Wilhelm Ortmann war es eine besondere Freude, langjährige Blutspender im Verlauf des Nachmittags zu ehren. Siegfried Köpsel war nun schon zum 40. Mal dabei. Er erhielt ein großes Präsent. 15malige Spender sind Lothar Gellrich, Klaus Fillies und Peter Petermann. Bereits zum zehnten Mal spendeten Dr. Karl-Ludwig Wachsmuth-Melm, Gerhard Hube, Peter Treutier, Klaus Rettig, Doris Ditges und Achim Schneider Blut. Der nächste der alle drei Monate stattfindenden Blutspendetermine ist im Laufe des Monats August geplant.
[Bild: (Foto: Becker)]
Zehn Männer der Bergstadt, die bereits 40mal vom DRK-Ortsverein Oerlinghausen zur Ader gelassen worden sind, wurden im Rathaus von Bürgermeister Günter Weise und Sozialamtsleiter Christoph Seibert ausgezeichnet. Im einzelnen handelt es sich um die folgenden Personen: Kurt Zumbansen, Dieter Krüger, Karl-Heinz Ruwe, Kurt Siekmann, Manfred Sorge, Otto Ludewig, Herbert Trölenberg, Erwin Brockschmidt, Kurt Lange und Horst Kerkhoff. Weise dankte den Männer im Namen des Rates. „Blutspenden rettet Leben“, sagte er. Zugleich sei es aber eine Tat in der Anonymität, denn die Empfänger könnten sich ja nicht persönlich bei den Spendern bedanken. Stellvertretend dafür sei diese offizielle Auszeichnung zu verstehen. Das Bild zeigt den Bürgermeister und Seibert zusammen mit sieben der zehn Geehrten.
[Bild: Erstmals Auszeichnung von Blutspendern durch die Stadt, Foto Pieper]
Oerlinghausen. Erstmals wurden jetzt Blutspender, die bereits 40 mal den kostbaren „Lebenssaft" zur Verfügung gestellt haben, von der Stadt geehrt. Vor der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Soziales/Jugend und Sport zeichnete der stellvertretende Bürgermeister Günter Weise die freiwilligen Spender aus.
Weise betonte, daß die Blutspende eine Möglichkeit des sozialen Engagements sei. Die Blutspender hätten erkannt, daß es nicht genug sei, das Elend der Welt zu beklagen, sondern daß ganz konkret etwas getan werden könne. An Hand des Bedarfs an Blutkonserven für nur eine Operation am offenen Herzen unterstrich der stellvertretende Bürgermeister die Bedeutung der Blutspendeaktionen. „Sie haben viele Jahre uneigennützig Hilfe geleistet“, würdigte Günter Weise die Blutspender.
Mit einem Präsent ausgezeichnet wurden die Oerlinghauser Bürger Siegfried Köpsel, Erich Kirschnak, Adolf Heimann, Horst Groß, Klaus Vehlow und Horst Dittmar aus Leopoldshöhe. Horst Dittmar ist gebürtiger Oerlinghauser, lebt jedoch jetzt in Leopoldshöhe. Er nimmt aber weiterhin an den Blutspendeterminen in der Fliegerstadt teil.
[Bild: (Text und Foto: Büker)]
Bisher bestes Ergebnis: 251 Oerlinghauser spendeten ihr Blut
Nur ein ganz kleiner »Pieks«
Oerlinghausen (Inge). «Als gesunder Mensch Ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, daß ich Blut spende.« Diese Ansicht vertritt Horst Groß, ein «alter Hase« In Sachen Aderlaß. Er wurde am Montagabend In der Oerlinghauser Sonderschule beim ersten Blutspendetermin des örtlichen Deutschen Roten Kreuzes in diesem Jahr mit Ehrennadel und Urkunde ausgezeichnet. Der Grund: Der 60-jährige stellte bereits 50 Konserven seines Lebenssaftes zur Verfügung.
Hohe Beteiligung an Blutspende
Oerlinghausen (WB). Als überdurchschnittlich hoch bezeichnete Wilhelm Ortmann, Vorsitzender des DRK-Ortsverbandes Oerlinghausen, die Teilnehmerzahlen am dritten Blutspendetermin. 202 Oerlinghauser, darunter etwa 15 Erstspender, hatten sich am Montag in der Sonderschule eingefunden, wo sie »zur Ader« gelassen wurden. Da der Blutbedarf rapide angestiegen ist, erwägt der DHK-Ortsverband, einen vierten Spendetermin einzurichten.
Aus:
Lippische Landeszeitung Neue Westfälische
Westfalen-Blatt
In dankbarer Würdigung 50-jähriger treuer Mitarbeit verleiht im Jubiläumsjahr 1988 der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, B. Prinz zu Sayn-Wittgenstein, die Ehrennadel des Deutschen Roten Kreuzes an folgende Mitglieder:
Frau Luise Bögeholz Frau Auguste Heuwinkel, Frau Luise Hofbüker, Frau Gertrud Hunke, Frau Martha Jess, Frau Klara Koch, Frau Ursula Laabs, Frau Bertha Möller, Frau Grete Oberdiek, Frau Emmy Richter, Frau Else Salitter, Frau Grete Schindowsky, Frau Else Seng, Frau Martha Solle, Frau Elisabeth Tölle.
Wir suchen Menschen
Die Aufgaben des Deutschen Roten Kreuzes im Dienste der Mitbürger wachsen. Wer als aktives Mitglied mitmachen will, er ist uns immer willkommen. Ohne den selbstlosen Einsatz ehrenamtlicher Helfer und Helferinnen wäre ein uns selbstverständliches Leben in sozialer Geborgenheit kaum möglich.
Wegweiser zu den Einrichtungen des DRK-Ortsvereins...
Bereitschaft Sofortmaßnahmen am Unfallort; Leiter: Paul Lange, Grundausbildung in Erster Hilfe; Betreuung von öffentlichen Veranstaltungen; Einsatz in Notfällen und bei Katastrophen.
Kleiderstube Ausgabe von Textilien und Schuhen
R. Ortmann, Tel.: 4615, A. Neumann, Tel.: 6624, W. Neumann, Tel.: 2475, E. Hattenkerl, Tel.: 6119
Die Sammlungen finden statt am ersten Samstag im Monat von 10 bis 12 Uhr in der Feuerwache an der Holter Straße. Ausnahmeregelungen werden in der Lokalpresse mitgeteilt.
Frauenarbeitskreis
Leiterin: Anni Neumann, Tel.: 6624
Tanzkreis für Senioren
Leiterin: E. Dörenmeier, Tel.: 71123
Über weitere Möglichkeiten der aktiven Teilnahme und Mitarbeit, über Ort und Zeiten der Treffen geben die Leiter der Gruppen und Kreise Auskunft.