Archivsuche

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Protokollbuch – Bornheimsche Mauer und die von Böhmer gekaufte Gemeinheit
Die Vorsteher von Oerlinghausen regelten 1843 die Zuteilung von Plaggen und Heide. Zudem wurde der Rückbau einer unrechtmäßigen Mauer des Schutzjuden Bornheim sowie die Nachzahlung für eine von Böhmer zu groß eingefriedete Fläche beschlossen.
Protokollbuch – Grundstück Hermannstr. 6 – Holzkamp
Am 30. Juni 1843 bewilligten die Vorsteher von Oerlinghausen dem Kammacher Holzkamp den Hausplatz an der Hermannstr. 6 sowie das Recht zur Gemeinheitsnutzung für eine Kuh gegen Zahlung von über 50 Reichsthalern nebst Zinsen.
Protokollbuch – Gründstücke Ander, Hölter und Lepper
Das Protokoll vom 21. Februar 1845 dokumentiert den Verkauf von Grundstücks-Anschüssen in Oerlinghausen an die Witwe Ander, F. Hülter und den Schuhmacher Lepper. Die Käufer wurden zur Bestätigung der Verträge für den 28. Februar in die Amtsstube geladen.
Lediglich eine Umverteilung
Ursula Hanning kritisiert im Namen der Aktion „Rettet Oerlinghausen“ den geplanten Bau der L 751 n. Sie argumentiert, dass die Maßnahme lediglich Lärm umverteile, die Umwelt zerstöre und Steuergelder für eine veraltete Planung verschwende, statt in soziale Infrastruktur zu investieren.
Brief von Rudolf Paradies an Erwin Pott
Rudolf Paradies schreibt 1976 aus den USA an Erwin Pott. Er gratuliert zum Stadtjubiläum Oerlinghausens, erinnert sich an die Zeit nach 1918, beschreibt sein schweres Schicksal durch Auswanderung, Enteignung und japanische Gefangenschaft sowie seine Bemühungen um eine deutsche Rente.
Protokollbuch – Bornheimsche Mauer und Erlaubnisscheine
Am 15. Juni 1843 legte der Vorstand der Dorfschaft Oerlinghausen strenge Regeln für die Nutzung der Gemeinheit fest. Aktivitäten wie Heidemähen, Holzholen oder Bauen wurden an Erlaubnisscheine gebunden. Zudem wurden Grenzstreitigkeiten bezüglich Bornheims Mauer und Böhmers Einfriedung thematisiert.
Protokollbuch – Zuschuß zum Brunnen am Steinbült
Im Protokoll vom 12. Februar 1876 wird festgehalten, dass Heinrich Holzkamp stellvertretend für die Bewohner des Steinbülts auf ein finanzielles Anerbieten der Dorfschaft Oerlinghausen bezüglich eines Brunnens verzichtete.
Protokollbuch – Straßenbau, Schopke und Steinbruch
Die Vorsteher von Oerlinghausen beschlossen 1873 diverse Infrastrukturmaßnahmen, darunter den Ausbau der Bergstraße, die Reinigung der Brunnen und die Verpachtung des Dorfsteinbruchs. Zudem wurde dem Gendarmen Zöllner eine Prämie für erfolgreiche Anzeigen bei Flurvergehen zugesichert.
Protokollbuch – Beratung über die Spezialteilung
Die Vorsteher und Deputierten von Oerlinghausen berieten 1844 über die Spezialteilung der Gemeinheit. Zur Schuldentilgung und Deckung von Prozesskosten wurde der Verkauf von Flächen wie dem Kaltenberg sowie von Holz und die Aufnahme eines Darlehens beschlossen.
Protokollbuch – Preisherabsetzung für das Grundstück Lepper
Am 27. Februar 1845 beschlossen die Vorsteher und Deputierten von Oerlinghausen, den Kaufpreis für ein Grundstück des Schuhmachers Lepper auf 1,5 Reichsthaler zu senken. Grund hierfür war die ungünstige, steinige Lage des Landes oben auf dem Tönsberg.
Protokollbuch – Grundstücksverwaltung
Der Oerlinghauser Dorfvorstand regelte 1845 Grundstücksverkäufe zur Spezialteilung, die Verlegung des Sprützenhauses und Brunnenreparaturen. Zudem wurde ein Gnadengesuch an den Fürsten wegen eines Attentats auf die Wasserleitung sowie rechtliche Vergleiche mit Colonen bezüglich der Viehtrift besprochen.
Erlebnisbericht von Erwin Kleine
Erwin Kleine schildert seine Erlebnisse als Luftwaffenhelfer am Ende des Zweiten Weltkriegs. Er beschreibt die Verlegung seiner Flak-Einheit nach Oerlinghausen, die geheime Stationierung von Ju 52-Transportflugzeugen am Segelflugplatz und die Beteiligung an der Vorbereitung der Ardennenoffensive.
Erinnerungen an Oerlinghausen von Frau Flegel
Angela Flegel erinnert sich an ihre Jugend in Oerlinghausen und Lipperreihe zwischen 1940 und den 1950er Jahren. Sie beschreibt das Kriegsende 1945, Brände durch Kampfhandlungen, das soziale Leben, russische Zwangsarbeiterinnen sowie den Alltag in der Nachkriegszeit.
Der Totenacker in der Senne
Der Text kontrastiert die Internierung von NS-Funktionären in Staumühle nach 1945 mit den grausamen Verbrechen an sowjetischen Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen in der Senne und Umgebung zwischen 1941 und 1945, die zehntausende Todesopfer durch Hunger und Gewalt forderten.
Zeit des Verbrechens rückt greifbar nahe
Der Bericht befasst sich mit dem Schülerwettbewerb „Alltag im Nationalsozialismus“. Rund 13.000 Jugendliche erforschten die NS-Geschichte ihrer Heimatorte, entdeckten verdrängte Verbrechen und lernten durch Archivarbeit und Zeitzeugeninterviews eine differenzierte, kritische Sicht auf die deutsche Geschichte.
Kriegsende Oerlinghausen – Vorwort
Dieses Vorwort eines Vereinsstammtisches thematisiert das Kriegsende in Oerlinghausen zu Ostern 1945. Es erinnert an die Zerstörung, das Leid der Bevölkerung und die 72 gefallenen deutschen Soldaten sowie fünf Einwohner, die in einem Massengrab beigesetzt wurden.
Erbitterte Schlacht um Verpflegung und Kleidung
Der Bericht beschreibt das Chaos kurz vor dem Einmarsch der Amerikaner in Bielefeld und Brackwede. Während NS-Funktionäre die Freigabe von Vorräten verweigerten, plünderte die hungernde Bevölkerung und Fremdarbeiter die Heereslager für Lebensmittel und Bekleidung.
Drei Neger verfuhren sich
Am 3. April 1945 verfuhren sich drei amerikanische Lastwagen am Café Busch. Ein deutscher Soldat schoss einen Wagen mit einer Panzerfaust in Brand. Während zwei Fahrzeuge ausbrannten, wurde der dritte Lastwagen von einem Zivilisten als Beute nach Bielefeld gebracht.
In die Klänge des Oratoriums mischte sich der Gefechtslärm
Der Text beschreibt das Kriegsende 1945 in Bethel. Trotz des Vorrückens der Amerikaner hielt Fritz von Bodelschwingh seine Predigten. Besonders symbolträchtig war die Aufführung eines Oratoriums am Ostermontag in der Zionskirche, die trotz Fliegeralarm und Gefechtslärm zu Ende geführt wurde.
Dankt Gott das ihr leben dürft
Pastor Albrecht besucht mit Konfirmanden das Massengrab gefallener Soldaten in Oerlinghausen. Die Begegnung mit einer Witwe und der Anblick der Gräber junger Gefallener von Ostern 1945 führen bei den Jugendlichen zu tiefer Betroffenheit und Dankbarkeit für das eigene Leben.