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Musikanten
Das Dokument beschreibt das historische Musikantenmonopol in Oerlinghausen. Privilegierte Musiker wie Kühne aus Lage oder Festing besaßen Exklusivrechte bei Festen. Verstöße durch die Beauftragung fremder Musikanten bei Hochzeiten oder Schützenfesten wurden konsequent vor dem Gogericht eingeklagt und bestraft.
Zu Neujahr
Der Text beschreibt das traditionelle Neujahrssingen in Oerlinghausen. Kinder ziehen von Haus zu Haus und singen ein plattdeutsches Lied, um Glückwünsche zu überbringen. Als Belohnung erhalten sie Neujahrskrengel, Äpfel und Nüsse, die symbolisch für gute Wünsche stehen.
Neujahrssingen
Das Dokument beschreibt Oerlinghauser Heischebräuche wie das „Klösken-Gehen“ am Niklastag und das ältere Neujahrssingen. Kinder zogen aufgrund verbreiteter Armut singend von Haus zu Haus, um Gaben wie Neujahrskrengel, Äpfel oder Nüsse zu erbitten, was durch einen plattdeutschen Liedtext belegt wird.
Das Tönsberg-Osterfeuer hat Tradition
Der Bericht dokumentiert die über 350-jährige Tradition des Osterfeuers auf dem Tönsberg in Oerlinghausen. Er beschreibt historische Gerichtsprozesse gegen Zündler, die Organisation durch die Dorfjugend und Heimatvereine sowie die Entwicklung von der Materialbeschaffung mittels Eseln bis zur heutigen Brandschutzwache.
Osterfeuer
Der Text beschreibt die jahrhundertealte Tradition des Osterfeuers auf dem Tönsberg. Er thematisiert die historische Materialbeschaffung mittels Eseln, rechtliche Auseinandersetzungen vor dem Gogericht im 17. und 18. Jahrhundert sowie die spätere Pflege des Brauchtums durch Vereine und die Stadt.
Pfingstbäume und Unpflicht
Das Dokument behandelt historische Moralvorstellungen in Oerlinghausen. Es kontrastiert den Brauch des Pfingstbaum-Aufstellens mit der gerichtlichen Verfolgung vorehelicher Unkeuschheit („Unpflicht“). Anhand von Wruge-Registern zwischen 1596 und 1727 werden konkrete Fälle und Bestrafungen durch das Gogericht belegt.
Pfingstbräuche oder vom Vater lernt es der Sohn
Der Text beschreibt schwindende Pfingsttraditionen in Oerlinghausen, wie den „Pfingstbub“, das Anbringen von Birken- oder Tannenzweigen als moralische Symbole und den Umzug des Pfingstochsen. Er plädiert für die Wiederbelebung dieser Bräuche im Kontext der Zeit des Nationalsozialismus.
Sappuipken
Der Text beschreibt das traditionelle Schnitzen von Saftpfeifen („Sappuipken“) aus Weiden- oder Ebereschenholz im Frühjahr. Dabei wird ein spezieller plattdeutscher Kinderreim gesungen und die Rinde durch Klopfen gelockert, um sie vom Holz zu lösen – ein fast vergessener Oerlinghauser Kinderbrauch.
Trauer und Trauerzeit
Das Dokument thematisiert restriktive landesherrliche Trauerverordnungen des 18. Jahrhunderts in Oerlinghausen. Es belegt durch historische Fälle von 1766 und 1769, wie die Dauer und Berechtigung zu trauern – insbesondere bei verstorbenen Kleinkindern – gesetzlich geregelt und Verstöße gerichtlich geahndet wurden.
Altes Brauchtum zur Weihnachtszeit
Der Text beschreibt Oerlinghauser Weihnachts- und Neujahrsbräuche. Er schildert den Besuch maskierter Gestalten („Dämonen“) vor Weihnachten sowie das traditionelle Neujahrssingen der Kinder, die für ihre plattdeutschen Glückwünsche mit Wasserkrengeln, Äpfeln, Nüssen oder Rinderwurst belohnt werden.
Nach der Bescherung war schon alles vorbei
Fritz Soll sen. schildert nostalgisch die schlichten Weihnachtsbräuche seiner Vorfahren in Oerlinghausen. Im Fokus stehen die Vorbereitungen, bescheidene Geschenke wie Blechspielzeug und eine nächtliche Episode um eine defekte Taschenlampe im Jahr 1928, die das Ende der Festlichkeit markierte.
Nach der Bescherung war schon alles vorbei
Der Text beschreibt das Weihnachtsfest einer Familie im Jahr 1928. Nach dem Essen und Baumschmücken brennt die Glühbirne einer geschenkten Taschenlampe durch. Die Mutter besorgt nachts bei Meierjohann Ersatz, doch am nächsten Mittag ist die Batterie bereits leer.
Weihnachten 1928 — Eine kleine Weihnachtsgeschichte
Ein achtjähriger Junge beschreibt das Weihnachtsfest 1928 im Oerlinghauser Landerhaus. Sein sehnlichster Wunsch, eine Taschenlampe zur Erkundung des Kellers, wird erfüllt, nachdem die Mutter nachts noch eine Ersatzbirne besorgt. Nach kurzer Erkundung ist die Batterie jedoch leer.
Weihnachtsgeschichten – 1900 Die Großeltern
Die Geschichte beschreibt das Weihnachtsfest im Jahr 1900. Nach der Rückkehr des Vaters von der Ziegelei und einer Schlachtung feiern die sechs Kinder am ersten Feiertag Bescherung. Ein hohles Blechmotorrad sorgt bei den Jungen erst für Neugier und dann Enttäuschung.
Als der erste Glühwein floss
Der Text blickt auf die Entstehung des Oerlinghauser Weihnachtsmarktes im Jahr 1979 zurück. Trotz Dauerregens wurde die Premiere ein Erfolg. Besondere Attraktionen waren der Apotheken-Glühwein aus dem Kupferkessel und ein Meerschweinchen-Rennen. Der Erlös von 10.000 Mark wurde gespendet.
Ziegelsteine
Das Dokument berichtet über ein landesherrliches Verbot von 1775, Ziegelsteine von auswärts zu beziehen. Bartold Tölke wurde verklagt, weil er Dachpfannen aus Paderborn statt aus Hiddesen erwarb, wurde jedoch mangels lokaler Vorräte freigesprochen.
Blick auf den Ort mit Kirche und Windmühle
Die historische Grafik zeigt eine Panoramaansicht von Oerlinghausen. Markante Punkte sind die auf einem Hügel thronende Windmühle sowie die Stadtkirche. Im Vordergrund sind kleinteilige Terrassenfelder und Bewaldung erkennbar, die die landwirtschaftliche Prägung der Bergstadt illustrieren.
Luftbild auf den Stadtkern mit Kirche im Mittelpunkt
Die historische Luftaufnahme zeigt das Stadtzentrum von Oerlinghausen mit der markanten Alexanderkirche im Mittelpunkt. Gut erkennbar sind die dichte Bebauung des Stadtkerns, angrenzende Fabrikanlagen der Textilindustrie sowie die kleinteilige Struktur von Nutzgärten und Feldern am Stadtrand.
Blick auf Kirche und Tönsberg
Die detailreiche Grafik zeigt Oerlinghausen eingebettet in die Hügellandschaft des Teutoburger Waldes. Im Zentrum steht die Alexanderkirche, flankiert von zahlreichen Fachwerkhäusern. Oben links ist das lippische Wappen mit Rose und Stern dargestellt, was die territoriale Zugehörigkeit betont.
Luftbild auf die Kirche Tönsberg Hermannstraße und Welschen
Die Farbluftaufnahme zeigt Oerlinghausen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Im Zentrum steht die Alexanderkirche, umgeben von historischer und neuerer Bebauung. Deutlich erkennbar sind die Einbettung in den Teutoburger Wald, die ausgeprägte Gartenstruktur und der geschwungene Straßenverlauf am Stadtrand.