| Protokollbuch – Preisherabsetzung für das Grundstück Lepper Am 27. Februar 1845 beschlossen die Vorsteher und Deputierten von Oerlinghausen, den Kaufpreis für ein Grundstück des Schuhmachers Lepper auf 1,5 Reichsthaler zu senken. Grund hierfür war die ungünstige, steinige Lage des Landes oben auf dem Tönsberg. |
| Protokollbuch – Grundstücksverwaltung Der Oerlinghauser Dorfvorstand regelte 1845 Grundstücksverkäufe zur Spezialteilung, die Verlegung des Sprützenhauses und Brunnenreparaturen. Zudem wurde ein Gnadengesuch an den Fürsten wegen eines Attentats auf die Wasserleitung sowie rechtliche Vergleiche mit Colonen bezüglich der Viehtrift besprochen. |
| Erlebnisbericht von Erwin Kleine Erwin Kleine schildert seine Erlebnisse als Luftwaffenhelfer am Ende des Zweiten Weltkriegs. Er beschreibt die Verlegung seiner Flak-Einheit nach Oerlinghausen, die geheime Stationierung von Ju 52-Transportflugzeugen am Segelflugplatz und die Beteiligung an der Vorbereitung der Ardennenoffensive. |
| Erinnerungen an Oerlinghausen von Frau Flegel Angela Flegel erinnert sich an ihre Jugend in Oerlinghausen und Lipperreihe zwischen 1940 und den 1950er Jahren. Sie beschreibt das Kriegsende 1945, Brände durch Kampfhandlungen, das soziale Leben, russische Zwangsarbeiterinnen sowie den Alltag in der Nachkriegszeit. |
| Das menschliche Deutschland war für lange Zeit begraben Anlässlich des 50. Jahrestages des November-Pogroms von 1938 fand in Oerlinghausen eine Gedenkfeier mit der Enthüllung einer Gedenktafel an der Synagoge statt. Redner erinnerten an die Entrechtung der Juden und mahnten zur kritischen historischen Auseinandersetzung und Wachsamkeit gegenüber Hass. |
 | Gedenktafel an der Synagoge Das Bild zeigt die Gedenktafel an der ehemaligen Synagoge in Oerlinghausen. |
| Der Totenacker in der Senne Der Text kontrastiert die Internierung von NS-Funktionären in Staumühle nach 1945 mit den grausamen Verbrechen an sowjetischen Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen in der Senne und Umgebung zwischen 1941 und 1945, die zehntausende Todesopfer durch Hunger und Gewalt forderten. |
| Zeit des Verbrechens rückt greifbar nahe Der Bericht befasst sich mit dem Schülerwettbewerb „Alltag im Nationalsozialismus“. Rund 13.000 Jugendliche erforschten die NS-Geschichte ihrer Heimatorte, entdeckten verdrängte Verbrechen und lernten durch Archivarbeit und Zeitzeugeninterviews eine differenzierte, kritische Sicht auf die deutsche Geschichte. |
| Kriegsende Oerlinghausen – Vorwort Dieses Vorwort eines Vereinsstammtisches thematisiert das Kriegsende in Oerlinghausen zu Ostern 1945. Es erinnert an die Zerstörung, das Leid der Bevölkerung und die 72 gefallenen deutschen Soldaten sowie fünf Einwohner, die in einem Massengrab beigesetzt wurden. |
| Erbitterte Schlacht um Verpflegung und Kleidung Der Bericht beschreibt das Chaos kurz vor dem Einmarsch der Amerikaner in Bielefeld und Brackwede. Während NS-Funktionäre die Freigabe von Vorräten verweigerten, plünderte die hungernde Bevölkerung und Fremdarbeiter die Heereslager für Lebensmittel und Bekleidung. |
| Drei Neger verfuhren sich Am 3. April 1945 verfuhren sich drei amerikanische Lastwagen am Café Busch. Ein deutscher Soldat schoss einen Wagen mit einer Panzerfaust in Brand. Während zwei Fahrzeuge ausbrannten, wurde der dritte Lastwagen von einem Zivilisten als Beute nach Bielefeld gebracht. |
| In die Klänge des Oratoriums mischte sich der Gefechtslärm Der Text beschreibt das Kriegsende 1945 in Bethel. Trotz des Vorrückens der Amerikaner hielt Fritz von Bodelschwingh seine Predigten. Besonders symbolträchtig war die Aufführung eines Oratoriums am Ostermontag in der Zionskirche, die trotz Fliegeralarm und Gefechtslärm zu Ende geführt wurde. |
| Dankt Gott das ihr leben dürft Pastor Albrecht besucht mit Konfirmanden das Massengrab gefallener Soldaten in Oerlinghausen. Die Begegnung mit einer Witwe und der Anblick der Gräber junger Gefallener von Ostern 1945 führen bei den Jugendlichen zu tiefer Betroffenheit und Dankbarkeit für das eigene Leben. |
| Die Revolution von 1918 Hermann Diekmann beschreibt in seiner Chronik den Ausbruch der Revolution 1918 in Oerlinghausen. Er schildert die Ankunft betrunkener Matrosen aus Paderborn, die Entwaffnung der Offiziere, die Einsetzung des Arbeiter- und Soldatenrates sowie den Verfall von Zucht und Ordnung. |
| Oerlinghausen in antiker Zeit Der Text beschreibt das Leben germanischer Sippen am Tönsberg um Christi Geburt. Während die Bewohner karge Landwirtschaft betrieben, durchquerten römische Legionen das Schopketal und errichteten dort Marschlager. Archäologische Funde wie Münzen und Brandgräber belegen die frühe Besiedlung und Kontakte. |
 | Eine germanische Hausgemeinschaft zu Zeiten von Kaiser Augustus Die Fotografie zeigt eine rekonstruierte Szene einer germanischen Hausgemeinschaft in einem Langhaus zur Zeit des Kaisers Augustus. Mehrere Personen in historischer Tracht sitzen in einem rustikalen Innenraum mit Webstuhl und Tongeschirr, was den antiken Alltag in Oerlinghausen veranschaulicht. |
 | Eine historische Tour im Schopketal Das Foto zeigt eine siebenköpfige Personengruppe während einer historischen Tour im Schopketal bei Oerlinghausen. Die Teilnehmer betrachten gemeinsam ein Dokument oder eine Karte, während sie sich im Freien vor einer bewaldeten Kulisse auf die Spuren der römischen Geschichte begeben. |
 | Hausarbeit im Freien Das Bild zeigt eine nachgestellte Szene germanischen Alltagslebens im Freien. Eine Frau spult Garn auf eine Spindel, während ein Mann daneben Holz schnitzt. Ein kleines Kind sitzt bei ihnen vor einem Haus mit Reetdach. |
| Es ist eine Lust, hier zu leben Dr. Arnold Ebert blickt auf die 900-jährige Geschichte Oerlinghausens und den 50-jährigen Kampf um die Stadtrechte zurück. Er thematisiert die industrielle Entwicklung, die moderne Infrastruktur sowie zukünftige Herausforderungen wie Naturschutz, Stadtplanung und den angestrebten Status als Luftkurort. |
 | Blick vom Steinbült Die Zeichnung von Prof. Seng zeigt den Blick vom Steinbült auf Oerlinghausen mit der markanten Kirche und Fachwerkhäusern. |