Grünen-Anträge zum Simonsplatz fanden nur die CDU-Unterstützung
Entscheidung für Investorverhandlungen bis zum 15. Juli - Trauerbuche nicht als Naturdenkmal ausgewiesen - Aus dem Rat
Oerlinghausen (?). Die Anträge der Bürgerinitiative und der Grünen auf Nichtbebauung des Simonsplatzes bei gleichzeitiger Unterschutzstellung der 150 Jahre alten Trauerbuche als Naturdenkmal fanden gestern abend im Rat nur Zustimmung in den Reihen der CDU-Fraktion. Bei allen drei Anträgen stimmten sowohl die SPD als auch die FDP dagegen. Am Ende dieser Beratungen wurde allerdings zusätzlich noch über einen Antrag von Martin Weber (SPD) entschieden, der die Verwaltung verpflichten sollte, bis zum 15. Juli eine Entscheidung mit dem Investor herbeizuführen. Sollte dies aufgrund der bisherigen Forderungen des Rates und der Verwaltung nicht möglich sein, soll die Verwaltung nach Alternativen einer anderen Bebauung suchen. Sowohl die SPD, als auch CDU und FDP hatten sich im Bauausschuß für eine Bebauung ausgesprochen, wobei die CDU allerdings ein Großprojekt, wie es dem derzeitigen Interessenten vorschwebt, ablehnte.
CDU-Chef Dr. Wilhelm Haase begrüßte den SPD-Antrag, „damit endlich Fristen gesetzt würden“, stimmte dennoch aus grundsätzlichen Erwägungen mit seinen Kollegen dagegen.
ANTENNENMAST KOMMT In einem weiteren Punkt der Tagesordnung entschied sich der Rat gestern abend für den Bau eines Antennenmastes mit Betonummantelung auf dem Tönsberg in der Nähe des Wasserwerkes. Voraussetzung sei allerdings, daß die Form des Transportes der tonnenschweren Einzelteile mit der Stadt abgestimmt werden. Die Grünen waren gegen diesen Antrag, fünf Ratsmitglieder enthielten sich der Stimme.
WELLBACH SPÄTER Ob die Wellbachstraße an die Hütter Straße eine Anbindung erhält, wie es im Bauausschuß vorgeschlagen wurde, soll erst später entschieden werden. Da sich gestern abend im Rat nach einer Kompromißlösung (CDU, FDP und Grüne waren für einen Aufschluß, aber nur mit einer Rechtsabwägung) ein „Patt“ von 15 zu 15 und damit eine Ablehnung abzeichnete, beantragte die SPD durch ihren Fraktionsvorsitzenden Martin Weber eine Rücküberweisung an den Bauausschuß. Auf diese und andere Punkte kommen wir in den nächsten Tagen noch ausführlich zurück.