Die Schande bleibt
Mahnkreuz erinnert an Trauerbuche „Die Schande bleibt“
Oerlinghausen. „Die Schande bleibt“ steht in gut lesbaren Lettern auf einem Mahnkreuz, das jetzt die örtlichen Vertreter des Naturschutzbundes Deutschland an der Oerlinghauser Rathausstraße errichteten. Mit dieser Aktion wollen die Naturschützer, so ihr Repräsentant Roland Tischbier, an den „Todestag der Trauerbuche am 17. 11. 1989“ erinnern. Bekanntlich wurde vor zwei Jahren die jahrhundertealte Buche am Simonsplatz zugunsten eines neuen Wohn- und Geschäftshauses gefällt.
Die Naturschützer sagen: „Mit unserem Mahnkreuz wollen wir erreichen, daß die Politiker, die Stadtverwaltung und die Bürger in Zukunft sensibler mit den natürlichen Strukturen im Gemeindebereich umgehen und damit verhindern, daß Oerlinghausen eine schablonenhafte bauliche Entwicklung nimmt, wie dies in vielen deutschen Gemeinden der Fall ist.“
Zur Bergstadt gehörten, so heißt es in Roland Tischbiers Ausführungen, die steilen Hanglagen, wie Bruchsteinmauern, die Großbäume und der enge und weite Blick entlang der Hügelkette des Teutoburger Waldes. „Dieser wurde leider durch die massive Bebauung am Simonsplatz für die Bewohner und alle Besucher der Hauptstraße auf ewig verbaut“, so Tischbier.
[Bild: Ein Birkenmahnkreuz errichteten die Oerlinghauser Umweltschützer an der Rathausstraße neben der Zufahrt zum Rathaus. Foto: Biere]