Oberfeld soll Zuschlag für Simonsplatz erhalten

Planungsausschuß hat entschieden - Rechtsansprüche von Peter Obbelode klären

                                                                                           

Oerlinghausen (Piet). Der Bau- und Planungsausschuß hat sich entschieden: Der Simonsplatz soll jetzt nach den Plänen des Architekten Gerhard Oberfeld bebaut werden. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses stimmte nur Dietmar Raupach von den Grünen gegen den Entwurf. Sprecher von SPD, CDU und FDP hielten die Planungen von Oberfeld, die der Architekt Ende Oktober im Bauausschuß vorgestellt hat (die NW berichtete ausführlich darüber), für eine vertretbare Lösung, die den gestellten Bedingungen gerecht wird.

Heinrich Biere (CDU) meinte in der Sitzung, daß das geplante Gebäude wirtschaftlich tragbar sei. Außerdem sei der Abstand zur Trauerbuche so groß, daß der Baum erhalten bliebe. Auch Gerhard Fichtersmeier (SPD) und Manfred Sussiek (FDP) bewerteten den Oberfeld-Entwurf insgesamt positiv. Sozialdemokrat Fichtersmeier erinnerte in diesem Zusammenhang aber noch einmal an eventuelle Rechtsansprüche, die der Bielefelder Architekt Peter Obbelode geltend machen könnte. Obbelode hatte seinerzeit den Architektenwettbewerb für den Simonsplatz gewonnen. Sein Entwurf wurde dann später aber verworfen.

Potthast versprach, die Frage, inwieweit Rechtsansprüche aus einem städtebaulichen Wettbewerb entstehen können, so weit wie möglich zu klären. Der Bauamtsleiter gab jedoch zu bedenken, daß diese Frage im Grunde genommen nur von einem Gericht mit absoluter Sicherheit beantwortet werden könne. Mit diesem Hinweis begegnete er einer Kritik von Friedrich-Wilhelm Hamel. Der CDU-Politiker hatte die Tatsache, daß die Verwaltung die juristischen Folgen des Wettbewerbs immer noch nicht festmachen konnte, als „traurig und schwach“ bezeichnet.

Was den Verkauf des Baugrundstückes angeht, plädierten die Mitglieder des Bauausschusses dafür, Vorsicht walten zu lassen. Um Sicherheit zu bekommen, sollte die Stadt nicht sofort verkaufen, sondern eine Option aussprechen, schlugen sie vor. Den Politikern und der Verwaltung schwebt ein Zeitraum von sechs Monaten vor. Bis dahin könnte der Investor dann auch die Frage geklärt haben, wie er die Geschäftsflächen mit Leben füllen will, hieß es.