Pläne für JZ-Sanierung kommen aus Salzuflen

Jugendzentrumsbeirat stimmt Etat 90 zu

 

Oerlinghausen (bsh). Für die geplante Durchsanierung des Jugendzentrums an der Hermannstraße hat der Bauausschuß vor wenigen Tagen den Planungsauftrag vergeben. Das wurde auf der Sitzung des Jugendzentrumsbeirates bekannt. Nach Auskunft von Sozialamtsleiter Büscher erhielt das Architekturbüro Schmidt/Schreensahl aus Bad Salzuflen den Zuschlag. Außer über das Bauvorhaben diskutierte der Beirat den neuen Haushaltsplan für das JZ. Das Gremium empfahl dem Sozialausschuß einstimmig, dem Entwurf zuzustimmen. Allein die CDU-Vertreterin Inge-Lore Kleine enthielt sich.

Amtsleiter Büscher wies darauf hin, daß die Architekten zunächst beauftragt wurden, den Zustand der vorhandenen Bausubstanz zu untersuchen und eine Umfeldanalyse zu erstellen. Erst danach solle mit der konkreten Planung begonnen werden.

Die Architekten seien an Vorschlägen der Jugendlichen interessiert. Die haben ihrerseits nach eigener Aussage schon eine 15-köpfige Arbeitsgruppe zusammengestellt. Es sei zudem vorgesehen, weitere Anregungen bei den Schulen einzuholen.

Büscher erinnerte daran, daß das Bad Salzufler Büro beispielsweise das Dietrich-Bonhoeffer-Haus in der Südstadt konzipiert habe. Darauf bemerkte Michael Welde (Grüne): „Das muß ja nicht unbedingt eine Empfehlung sein.“

Regina Kettner (FDP), die den Beiratsvorsitz an den Sozialpädagogen Herbert Sternitzke-Velke abgab, informierte über einen Antrag des DRK-Ortsvereins. Darin bietet der Vorsitzende der Organisation einen Lagerraum im Haus Hermannstraße 12 zur Verfügung zu stellen. Alle Sprecher betonten dazu, bei der Nutzung des Gebäudes genieße der JZ-Betrieb Priorität.

Nicht nur äußerlich bahnt sich eine Verbesserung der Arbeitsverhältnisse im Jugendzentrum an. Auch ist nun gewiß, daß der hauptamtliche Sozialarbeiter Herbert Sternitzke-Velke ab 1990 35 Stunden statt bislang 30 Stunden tätig sein kann. Diese Anhebung wurde allseits begrüßt. Der Kreis Lippe hat dafür den Personalkostenzuschuß von 21.000 auf 30.000 Mark erhöht.

Außerdem befürwortet er die Einrichtung einer „Arbeitsbeschaffungsmaßnahme“ zur Intensivierung der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Das Arbeitsamt bezuschußt dies mit 42.000 Mark, während die Stadt sich mit 18.000 Mark (= 30 Prozent) daran beteiligt.

Insgesamt ergeben sich im 90er JZ-Etat Personalkosten von rund 120.000 Mark. Das entspricht deutlich mehr als der Hälfte der gesamten Ausgaben in Höhe von 196.980 Mark. Zudem ist eine Erhöhung der Honorarkosten vorgesehen.