Architekt trug neuen Simonsplatz-Plan vor
Gestern abend im Bauausschuß: CDU dafür / Jetzt Beratung in den Fraktionen
Oerlinghausen (Piet). Mit einem neuen Entwurf hat die CDU-Fraktion gestern abend die Diskussion um die Bebauung des Simonsplatzes wieder in Gang gebracht. Der Entwurf stammt von einem Architekten namens Gerhard Oberfeld. Oberfeld trug seine Vorstellungen gestern im Bau- und Planungsausschuß vor. Seinen Angaben zufolge hat er die Pläne im Auftrag eines hiesigen Investors erstellt. Oberfeld gab während der Sitzung an, daß der Investor ein „sehr starkes“ Interesse an dem Projekt bekundet habe. Der Bau- und Planungsausschuß beschloß, den Entwurf erst einmal in den Fraktionen zu beraten, bevor über ihn diskutiert und entschieden wird.
Besonderes Merkmal des neuen Bauentwurfes ist nach Angaben von Oberfeld, daß auf den Erhalt der Trauerbuche Wert gelegt wurde. In seinem Plan steht der Baum sechs Meter vom Gebäude entfernt. Von der tiefergelegenen Straße „Unter der Howe“ ist das Haus per Auto zu erreichen. Von dort aus können insgesamt 34 Parkplätze angefahren werden, davon 11 außerhalb und 23 innerhalb des Gebäudes. Über dem Parkgeschoß hat Oberfeld Geschäftsräume, Büros, Praxen und ein Café mit Terrasse geplant. Seinen Angaben zufolge, stünden nach dem gegenwärtigen Entwurf insgesamt 508 Quadratmeter Geschäftsfläche zur Verfügung, die beliebig aufteilbar sind. Diese Etage liegt auf gleicher Höhe mit der Hauptstraße. Im Geschoß darüber sind neben Praxen und Büros auch Wohnungen vorgesehen, das Dachgeschoß - etwa 408 Quadratmeter groß - soll dann ausschließlich Wohnungen vorbehalten sein. Oberfeld wies in seinem Vortrag vor dem Bau- und Planungsausschuß darauf hin, daß der höhenmäßig gestaffelte Komplex insgesamt niedriger würde, als die Nachbargebäude. Insgesamt würde sich das Gebäude mit seinen vier Hauptgeschossen und den davor gesetzten drei Giebeln gut in das Gesamtbild einpassen, sagte der Architekt.
Die Politiker der drei anderen Parteien wollten sich zu den vorgelegten Plänen noch nicht äußern. Lediglich Baudirektor Friedel Podthast nahm bereits kurz Stellung. Er betrachte den Entwurf durchaus als eine Lösung, mit der sich die Verwaltung gedanklich anfreunden könne, sagte er. Allerdings - so Podthast weiter - müsse man sich auch bei einer solchen Bebauung damit abfinden, daß der Baum eventuell eingeht.
Mehr über die gestrige Ausschußsitzung in der morgigen Ausgabe der NW.