Dringliche Terminanfrage für den Besuch von Direktor Simon

 

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REKORD-CEMENT-INDUSTRIE

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G. M. B. H.     

OERLINGHAUSEN (LIPPE) · CENTRALBÜRO BERLIN 

PRÄMIERT: Gewerbe-, Industrie- und Kunst-Ausstellung, Minden i. W. 1914 Internationale Baufach-Ausstellung Leipzig 1913 Allgemeine Bauartikel-Ausstellung Leipzig 1909

 

Telegramm-Adr: Rekordcement Berlin

Bankkonto: Direktion der Disconto-Gesellschaft Berlin,

Depositenkasse Unter den Linden 35 Konto D.

Fernspr.: Moabit 8923, 8550-54 BERLIN NW. 40, Hindersinstr. 8

 

DEN 13.12.1915.

 

Wasserdicht wirkender gebrauchsfertiger Antiaqua-Cement

 

An die Fürstlich Lippische Regierung Detmold.

FÜRSTL. REGIERUNG

DETMOLD, 14. DEZ. 1915

No 20660

 

[Handschriftlicher Vermerk in der Mitte:] Ja. D [Detmold] 14.XII.15. 10 Uhr.

[Handzeichen]

Betr. No. 16921.

 

Wir nehmen ergebenst Bezug auf unser heutiges Telegramm mit bezahlter Rückantwort:

„Ergebenst bezugnehmend unser Schreiben vom 8/12. No. 16921 erbitten Drahtantwort, ob Besuch Direktors Mittwoch genehm,“

auf das wir bis jetzt ohne die ergebetene Rückäusserung geblieben sind.

Herr Direktor Simon fährt morgen früh hier ab und wir nehmen an, dass Ihnen der Besuch desselben angenehm sein wird und die erbetene Antwort inzwischen unterwegs ist.

Mit vorzüglichster Hochachtung

[Unterschrift / Faksimile:]

ppa. Köne

 

[Handschriftlicher Vermerk am linken Rand:]

Heute Abend [?] Telegramm erhalten.

14.XII.K.

 

Zusammenfassende Inhaltsangabe

Dieses Dokument vom 13. Dezember 1915 dokumentiert den Versuch der Rekord-Cement-Industrie, einen kurzfristigen Termin für Direktor Otto Simon in Detmold zu erzwingen. Da die Regierung auf die Ankündigung vom 8. Dezember nicht sofort reagiert hatte, sandte die Firma ein Telegramm und diesen Brief, um den Besuch für den kommenden Mittwoch (15. Dezember) zu bestätigen.

Direktor Simon wird als bereits „auf dem Sprung“ dargestellt (Abfahrt am nächsten Morgen), was den Druck auf die lippische Verwaltung erhöht, ihn zu empfangen. Die handschriftlichen Notizen belegen, dass das Telegramm tatsächlich am Abend des 13. Dezember in Detmold eintraf und für den 14. Dezember eine Bearbeitung vorgesehen war. Das persönliche Erscheinen des Direktors unterstreicht die Wichtigkeit der Schiefer-Mutungen für das Unternehmen in dieser Phase des Krieges.

 

Archivarische Anmerkungen: