Erbetener Aufschub aufgrund der Abwesenheit des Direktors
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REKORD-CEMENT-INDUSTRIE G. M. B. H.
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OERLINGHAUSEN (LIPPE) · CENTRALBÜRO BERLIN
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Den 2. 11. 1915.
R/F.
FÜRSTL. REGIERUNG
DETMOLD, 3. NOV. 1915
No 18264
Titl. Fürstlich Lippische Regierung Detmold
Ihr Schreiben vom 30. v. M. [vorigen Monats] No. 16921.
Zum Schreiben vom 30. v. M. gestatten wir uns höflichst zu bemerken, dass unser Herr Direktor Simon zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in einem Badeorte weilt und erst in etwa 3 Wochen wieder zurückkehrt. Wir bitten sehr ergebenst, die Angelegenheit so lange ruhen lassen zu wollen; sofort nach seiner Rückkehr werden wir Ihnen unsere Meinungsäußerung dazu zugehen lassen.
Hochachtungsvoll
Rekord-Cement-Industrie G. m. b. H.
[Unterschrift / Faksimile:]
ppa. [prokura] Köne
[Handschriftlicher Vermerk links unten:] Einstweilen zu den Akten. D. [Detmold] 4. XI. 15. [Handzeichen]
Zusammenfassende Inhaltsangabe
In diesem Antwortschreiben vom 2. November 1915 reagiert die Rekord-Cement-Industrie auf die harten Forderungen der Lippischen Regierung bezüglich des Monopolvertrags und der technischen Mängel. Das Unternehmen bittet um einen dreiwöchigen Aufschub, da sich Direktor Otto Simon zur Kur in einem Badeort befinde und eine Entscheidung ohne ihn nicht getroffen werden könne.
Die Detmolder Regierung gibt diesem Gesuch statt, wie der handschriftliche Vermerk „Einstweilen zu den Akten“ vom 4. November belegt. Damit tritt in der Verhandlung um die Schiefervorkommen eine kurze Pause ein, bevor die Firma sich inhaltlich zu der geforderten Gewinnbeteiligung des Staates äußern muss.
Archivarische Anmerkungen: