Verlustmeldung und Nachreichung der Mutungsanträge
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REKORD-CEMENT-INDUSTRIE G. M. B. H.
OERLINGHAUSEN (LIPPE) · CENTRALBÜRO BERLIN
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Telegramm-Adr: Rekordcement Berlin
Bankkonto: Commerz- und Disconto-Bank, Berlin
Fernspr.: Moabit 8923 BERLIN NW. 40,
Hindersinstr. 8
Den 8.8.1915.
Dir. S/N.
[Handschriftlich:] Eing. 9/8 morg. 83060
E i n s c h r e i b e n .
An die Fürstliche Regierungs-Registratur, in Detmold.
Auf Ihr Schreiben vom 6. ds. [dieses Monats]
Wir erhielten soeben das gefl. [gefällige] Schreiben vom 6. August, wonach Urschrift und Duplikat unseres Mutungs-Gesuches vom 30. vor. Mts. [vorigen Monats] verloren gegangen sind.
Wir bitten um gefl. Nachforschung und dürfen doch annehmen, dass die Akten nicht in unberufene Hände gekommen sind.
Wunschgemäß übersenden wir Ihnen anbei eine Abschrift der Urschrift u. des Duplikats.
Indem wir um gefl. Erledigung und Rückäußerung darüber bitten, ob die Briefe sich inzwischen vorgefunden haben, zeichnen wir
Mit vorzüglicher Hochachtung
Rekord-Cement-Industrie G. m. b. H.
[Unterschrift / Faksimile:] Otto Simon
[Handschriftliche Vermerke unten:] Durch Eilboten! Gesetzt, dass Akten sich soeben wiedergefunden haben.
M. 20/8. 15.
Zusammenfassende Inhaltsangabe
In diesem Schreiben reagiert Direktor Otto Simon auf eine Mitteilung der Detmolder Regierung, dass die am 30. Juli eingereichten Originalanträge auf Mutung (Bergwerkseigentum) verschollen seien. Besorgt über den Verbleib der Dokumente („unberufene Hände“), sendet das Unternehmen umgehend Abschriften per Eilboten nach.
Interessant ist der spätere handschriftliche Vermerk vom 20. August 1915, der besagt, dass sich die ursprünglichen Akten in der Zwischenzeit wieder angefunden hatten. Die Panne verzögerte den Vorgang zwar um einige Tage, dokumentiert aber die Dringlichkeit, mit der die Rekord-Cement-Industrie ihre Bergbaurechte im Fürstentum Lippe verfolgte.
Archivarische Anmerkungen: