Danksagung und Ausblick auf die industrielle Entwicklung nach dem Kriege
Abschrift !
Rekord-Cement-Industrie G. m. b. H. Oerlinghausen.
------ Direktion.
Berlin NW.40, den 18.VI.1915.
Hindersinstr. 8.
No. 9316.
Unter sehr ergebener Bezugnahme auf Ihr gefälliges Schreiben vom 10. crt. [currentis = des laufenden Monats] beehren wir uns, ganz ergebenst mitzuteilen, daß wir von dem Inhalt in allen Teilen bestens Kenntnis genommen haben. Selbstverständlich werden wir nicht verfehlen, Ihnen sofort Mitteilung zu machen, falls Funde von irgendwelchem Interesse für Sie unsererseits gemacht werden.
Den Betrag von M 131,– ließen wir gestern an die Fürstliche Regierungskasse porto- und bestellgeldfrei abgehen.
Für das Entgegenkommen der Fürstlich Lippischen Regierung beehren wir uns, wiederholt unseren verbindlichsten Dank auszusprechen. Es sollte uns freuen, wenn – insbesondere nach dem Kriege – sich eine beachtenswerte Industrie aus unserem kleinen Unternehmen entwickeln würde.
Mit vorzüglicher Hochachtung
Rekord-Cement-Industrie G. m. b. H. gez. (Name.)
An die hohe Fürstlich Lippische Regierung in Detmold.
Zusammenfassende Inhaltsangabe
In diesem Schreiben vom 18. Juni 1915 bedankt sich die Rekord-Cement-Industrie förmlich bei der lippischen Regierung für das Entgegenkommen bei der Ausweitung der Schürfrechte. Das Unternehmen bestätigt die Zahlung von 131 Mark an die Regierungskasse, was die Gebühren für die erweiterte Konzession (das gesamte Landesgebiet betreffend) abdeckt.
Besonders bemerkenswert ist der optimistische Ausblick der Direktion: Trotz des laufenden Krieges hofft man, das „kleine Unternehmen“ zu einer „beachtenswerten Industrie“ auszubauen. Zudem versichert die Firma, die Regierung umgehend über alle Funde zu informieren, die für den Staat von Interesse sein könnten (insbesondere im Hinblick auf die zuvor diskutierten Kohle- und Metallvorbehalte). Damit ist die administrative Phase der Standorterweiterung vorerst abgeschlossen.
Archivarische Anmerkungen: