Behördliche Antwort zur Verzögerung des Schürfscheins
No 5591 und 6767.
I. 23. IV. 1915.
An die Rekord-Cement-Industrie G.m.b.H. Oerlinghausen. Berlin N.W. 40. Hindersinstraße 8.
Zur Expedition:
Ausgefertigt: 23. 4. 1915. [Handzeichen]
Abgesandt: 24. 4. 1915. [Handzeichen]
Die Erledigung des Antrages vom 1. d. M. [dieses Monats] ist durch längere Abwesenheit des Dezernenten verzögert worden und wird noch einige Wochen in Anspruch nehmen, weil der bergsachverständige Beamte der Reg. [Regierung] erst noch gehört werden soll. Schon heute wird zu Ihrer Orientierung indessen bemerkt, dass die Erledigung des Schürfantrages durch die Fürstliche Regierung [erfolgen wird].
[unlesbar]
[Handzeichen / Kürzel]
Zusammenfassende Inhaltsangabe
Dieses Dokument vom 23. April 1915 ist die offizielle Antwort der Fürstlich Lippischen Regierung auf die vorangegangenen Anfragen der Rekord-Cement-Industrie.
Die Regierung entschuldigt die Verzögerung bei der Ausstellung des Schürfscheins mit der Abwesenheit des zuständigen Dezernenten. Zudem wird klargestellt, dass vor einer endgültigen Entscheidung noch ein Bergsachverständiger gehört werden muss. Um das Unternehmen jedoch zu beruhigen, wird bereits vorab signalisiert, dass die Genehmigung grundsätzlich durch die Regierung erfolgen wird, sobald die genaue Prüfung der betroffenen Bezirke und der damit verbundenen Konzessionsbedingungen abgeschlossen ist. Damit bestätigt die Behörde schriftlich den Inhalt des zuvor geführten Telefonats (siehe S. 358).
Archivarische Anmerkungen: