Die Windmühle auf dem Tönsberg
Rat bewilligte 4.000 DM für ihre Instandsetzung
Oerlinghausen. Der Rat der Stadt Oerlinghausen hat in der letzten Sitzung 4.000 DM zur Instandsetzung der alten Tönsbergmühle bewilligt. Sie war vor 12 Jahren in den Kämpfen „um den Teutoburger Wald“ durch einige Treffer amerikanischer Geschosse beschädigt worden, und es wird langsam Zeit, daß diese Schönheitsflecken beseitigt werden. Das soll jetzt geschehen, ist doch der Mühlenstumpf zu einem weithin sichtbaren Wahrzeichen der Bergstadt geworden, das 1926 in das Stadtwappen aufgenommen wurde.
Jeder Wanderer würde es auch freudig begrüßen, wenn die Treppen wiederhergestellt würden und oben auf der Plattform ein richtungsweisender Platz fände. Der Verkehrsverein wird seine Hilfe bei der Anbringung einer solchen Kupferplatte sicher nicht versagen.
Die Tönsbergmühle ist erst vor kurzem in den Besitz der Bergstadt übergegangen. Vorher gehörte sie zum Rittergut Niederbarkhausen, in dessen Besitz sie seit ihrer Erbauung im Jahre 1752 war. Aber die Meier zu Niederbarkhausen hatten nicht viel Freude an dem Mühlenbetrieb. Die Pächter wechselten oft, da An- und Abfahrt zu beschwerlich waren. Nach genau 100 Jahren, im Jahre 1851, wurde der Betrieb ins Tal, in die Nähe des Scherenkrugs verlegt.
Das Gemäuer der Tönsbergmühle aber ist so stark, daß es allen Stürmen, denen die Flügel vor Jahrzehnten zum Opfer fielen, bisher trotzte und sicher noch viele Jahre hindurch das Wahrzeichen von Oerlinghausen bleiben wird.