Sternenkrug hundert Jahre in der Familie

„Meyers“ gehen in die vierte Generation

 

[Bild: Ein Bild aus dem Jahre 1876. So sah der „Sternenkrug“ damals aus.]

Oerlinghausen (Piet). Was man vor 100 Jahren in Oerlinghauser Sternenkrug für ein Bier und einen Korn bezahlen mußte, weiß Gastwirt und Hotelier Fritz Meyer nicht. Wohl aber, daß der Korn 10 und das Bier vor dem 11. Weltkrieg 15 Pfennig kostete. An diese Zeiten wird man heute erinnert, wenn der Sternenkrug Geburtstag feiert. Die bekannte Oerlinghauser Gaststätte besteht genau ein Jahrhundert.

Der Großvater des jetzigen Besitzers Fritz Meyer, aus Lämershagen gebürtig, hat die Wirtschaft 1876 gebaut. Ein Jahr vorher hatte er für 300 Taler das gesamte Terrain erworben, auf dem später neben der Wirtschaft eine Mühle, eine Zimmerei und ein Lebensmittelgeschäft entstanden. Saal und Kegelbahn, ebenfalls heute noch vorhanden, wurden auch im Gründungsjahr gebaut.

Fritz Meyer vererbte seinen beiden Kindern den gesamten Besitz. Sohn Gustav führte die Gastwirtschaft weiter, den anderen Besitz übernahm Tochter Minna. Als 1930 erst der Gaststättengründer und neun Jahre später auch sein Sohn Gustav starb, übernahm der heutige Besitzer Wilfried Meyer (55), zunächst noch mit seiner Mutter, das Geschäft. Er baute es nach dem Krieg mit Ehefrau Käthe wieder aus. Mit im Geschäft tätig ist in der Küche Sohn Klaus, der als Koch in der Schweiz, England und Belgien Erfahrungen der Spezialitätenküche sammelte.

[Bild: Wilfried Meyer, Sohn Klaus und die Ehefrauen: Sie bewirtschaften heute den „Sternenkrug“. (Foto: Burkamp)]