Sternenkrug lockte Kirchgänger
Einkehr auf dem Weg zum Gotteshaus
[Bild: Einkehr auf halbem Weg: Das war vor 100 Jahren bei den Helpupern, die nach Oerlinghausen zur Kirche kamen, sehr beliebt. (Foto: Archiv Höltke)]
Am 1. April 1876, und damit exakt 50 Jahre bevor Oerlinghausen die Stadtrechte erwarb, öffnete der „Sternenkrug“ seine Pforten. Ein Jahr zuvor hatte der Lämershagener Fritz Meyer das Grundstück an der Detmolder Straße für 300 Taler erworben.
Neben der Wirtschaft entstanden eine Mühle, eine Zimmerei und ein Lebensmittelgeschäft. Auch der Saal und die ebenfalls heute noch vorhandene Kegelbahn wurden im Gründerjahr erbaut. Da Helpup damals noch keine eigene Kirche besaß, kamen die Kirchgänger nach Oerlinghausen und kehrten auf halbem Wege im „Sternenkrug“ ein. Dort lohnte sich auch ein Pferdeausspann, den Fritz Meyer tatsächlich errichtete. Der alte Pferdestall ist bis in die 20er Jahre genutzt worden.
Nach dem Tode Meyers, der sein Gasthaus von Beginn an für Fremdenübernachtungen geöffnet hatte, übernahm Sohn Gustav Meyer die Gastwirtschaft, später dann Wilfried Meyer. Er bauten den Krug nach dem Krieg mit Ehefrau Käthe weiter aus.
Lange Zeit hatte Sohn Klaus, heute Küchenchef der Städtischen Krankenanstalten Mitte und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, als Koch die Küchenregie inne. Heute führt Käthe Meyer die Gaststätte.