Der Geschichten dritter Teil

Neuer Band der Reihe „Alt-Oerlinghausen und seine Umgebung“ erscheint in Kürze

 

Oerlinghausen. Es ist so gut wie vollbracht: Band III der Reihe „Alt-Oerlinghausen und seine Umgebung - Ansichten und Geschichten“ ist im Druck. Das Buch erscheint am 3.3. November. Autor Werner Höltke, der zwei Jahre daran gearbeitet hat, steht die Freude darüber ins Gesicht geschrieben. Wieder hat er Wissenswertes aus der Bergstadt und Geschichten zum Schmunzeln zusammengetragen.

Die elf Beiträge beginnen mit den persönlichen Erinnerungen des Autors an das Kriegsende vor 60 Jahren und das Abenteuerspielplatz-Lagerleben am Tönsberg. Unter dem Eindruck der schrecklichen Geschehnisse begann der heute 76-jährige Autor im April 1945, damals gerade mal 15 Jahre alt, mit seinen Tagebuchaufzeichnungen. Die beiden Beiträge sind daher auch als einzige in der Ich-Form geschrieben.

Besonderes Interesse dürfte der neue Band für die Helpup-werfer! Ausgang berichtet Werner Höltke nämlich über Mackenbruch, seine Ersterwähnung im Jahr 1488 und die Oeynhausen-Fabrik, aus der die Ortschaft später entstand. Und eine Karte von 1770 nennt die alten Flurnamen, die sich teilweise bis heute erhalten haben. Auch der Segelfliegerei widmet er sich in einem Kapitel. Darin erfahren die Leser unter anderem, warum das Luftschiff „Graf Zeppelin“ die Bergstadt mied.

Heiterer Rundgang in Buchform

Höltke befasste sich mit den Litfaßsäulen in der Bergstadt ebenso wie dem selbst ernannten Oerlinghauser Friedenspionier und „Weltreformator“ Carl Behr, der in seinen Schriften Religions-, pazifistische blinde, soziale Gewissen sowie Wirtschafts- und kulturpolitische Theorien zu einer neuen Weltanschauung vermengte. Nicht immer zur Freude seiner Mitmenschen, da der zwischenzeitlich als geisteskrank in eine Heilanstalt eingewiesene Seher.

Mit Unterlagen über eine Rechnungsprüfung aus dem Jahr 1830 beweist Höltke, dass es bei den Schützen schon immer „heiß“ herging. So waren die Böllerschüsse, die die Schützen aus kleinen Kanonen abfeuerten, im 19. Jahrhundert einmal Anlass für einen heftigen Streit.

Besonders am Herzen lag dem Autor in seinem Buch, das er auf Initiative des Oerlinghausers Heinz Kammeier nach Band I (1997), Band II (2000) und dem Turmführer (2002) verfasste, der inzwischen abgerissene „Sternenkrug“. Einem Gaststättenrundgang schließt er vergnügt in Versform. Mit Bildern von Grenzsteinen aus Lippe und Preußen, die Wanderer auch heute noch an den Wegeseiten finden, endet das Buch.

Neben den elf Beiträgen Höltkes finden die Leser in dem Band 113 historische Abbildungen mit Ansichten, an die sich nur noch wenige Oerlinghauser erinnern dürften. Außerdem hat der heute in Schloß Holte-Stukenbrock lebende 96-jährige Ernst Meier zeichnerische Zeichnungen beigesteuert. Den Titel ziert eine mehr als 100 Jahre alte Ansichtskarte von der Bergstadt, die Rückseite ein Luftbild von 1960.

Erscheinen wird der Band im Regionalverlag Thomas P. Kiper zum Preis von 17 Euro.

[Bild: Ab November zu haben: Werner Höltke (l.) und Heinz Kammeier zeigen hier das Titelbild des Buches, auf dessen Vorderseite die 100 Jahre alte Ansichtskarte mit Motiven aus der Bergstadt zu sehen ist.          (Foto: Karin Prignitz)]