Verwaltung sichert zu: Alter Kirchweg soll erhalten bleiben

Anfrage des BI-Vorsitzenden Naß

 

Oerlinghausen (Piet). Mit Sorge, so stellte der Vertreter der Bürgerinitiative Gerhard Naß in der letzten Sitzung fest, beobachteten viele Oerlinghauser Bürger, daß „ein jahrhundertealter Kirch- und Wanderweg systematisch seiner Funktion beraubt wird“. Gemeint sei der Weg unterhalb der Kläranlage Nord zwischen der alten Bielefelder Straße und der Hanegge. Naß: „Dieser Weg wurde durch das Einbeziehen in landwirtschaftliche Nutzfläche auf ein Minimum in der Breite reduziert und droht beim nächsten Pflügen ganz unter dem Acker zu verschwinden.“ Naß erklärte, daß der Besitzer bereits im Frühjahr widerrechtlich eine Vogelschutzhecke beseitigt habe. „Die Art und Weise, wie hier vorgegangen wird, erinnert sehr stark an die Beseitigung des Fußweges im Ortsteil Währentrup zwischen Hopfenbrink und Wistinghauser Senne entlang der Wistinghauser Parkmauer“, empörte sich der Ratsherr. Das Ordnungsamt habe ihm die Auskunft gegeben, es handele sich weder um einen eingetragenen Kirchweg noch um eine öffentliche Wegeparzelle, sagte Naß. Es bestehe seiner Meinung nach allerdings ein öffentliches Wegerecht, da der Weg in den zurückliegenden 30 Jahren nachweislich nicht gesperrt worden sei.

Stadtdirektor Fritz Bollhorst korrigierte die Auskunft des Ordnungsamtes und erklärte: „Hier handelt es sich um einen öffentlichen Weg, der auch im Katasteramt eingetragen ist. Er muß also erhalten bleiben.“ Bollhorst versicherte, daß die Stadt alles tun werde, um den Weg wieder begehbar zu machen. Mit dem Eigentümer der angrenzenden Landflächen seien bereits Gespräche geführt worden.

Friedrich Hönecke (SPD) wies darauf hin, daß diese Maßnahme in der Tat an das Verfahren im Falle des Kirchweges Wistinghausen erinnere, und forderte den Fremdenverkehrsausschuß auf, sich einmal generell mit dieser Frage zu beschäftigen.