Fernheizwerk ist bald fertig
Großprojekt Südstadt soll in drei bis fünf Jahren abgeschlossen sein
Oerlinghausen. Eine rege Bautätigkeit hat sich in den letzten Monaten im neuen Oerlinghauser Stadtteil Süd entwickelt, der unweit des Segelflugplatzes liegt. Die Arbeiten sind schon jetzt so weit fortgeschritten, daß damit gerechnet werden kann, daß die Bergstadt bereits in drei bis fünf Jahren um rund 6.000 Einwohner größer wird. Oerlinghausens Einwohnerstand dürfte demnach auf 12.000 anwachsen.
Bereits am 1. November soll die Fernheizung fertig werden, die alsdann die erste Siedlung im neuen Stadtteil, in der Angehörige der im Senner Raum stationierten NATO-Einheiten untergebracht werden, mit Wärme versorgen wird. Wie Bürgermeister Kramer sagte, ist das Fernheizwerk bis auf die Montage fertiggestellt. Fertig geworden ist auch ein großer Teil der Straßen im Siedlungsgebiet. Zwischen Flughafenstraße und Stukenbrocker Weg wurde eine neue Verbindungsstraße angelegt, die das Siedlungsgebiet südlich zur Straße nach Schloß Holte abgrenzt.
Neben der NATO-Siedlung, deren erste Wohnblöcke noch in diesem Jahr bezugsfertig werden sollen, will die Siedlungsgenossenschaft des Kreises Lemgo ebenfalls noch im Herbst dieses Jahres den Grundstein für eine etwa 120 Wohnungen umfassende Siedlung legen. Die Vermessungen sind bereits durchgeführt worden. Auch stehen die notwendigen Landesmittel bereit, um dieses Projekt finanziell abzudecken. Die Siedlungsgenossenschaft des Kreises errichtet in erster Linie Mietwohnungen. Darüber hinaus sollen jedoch auch Eigentumswohnungen gebaut werden.
Bis Ende des nächsten Jahres sollen im Oerlinghauser Südteil bereits 500 Wohnungen bezogen worden sein. Legt man pro Wohnung vier Personen zugrunde, so wäre das ein Bevölkerungszuwachs um 2.000 Einwohner.
Noch im Oktober sollen die ersten Vorbereitungsarbeiten für Industrieunternehmen, die sich im Oerlinghauser Raum ansiedeln, durchgeführt werden.
Piet