Kinderreiche Familie braucht nicht ins Obdachlosenasyl
Ev. Kirchengemeinde half / Durch Großbrand Heim verloren
Heepen. Die achtköpfige Familie Sturm, die durch den Großbrand am Pfingstmontag ihr Heim, einen Kotten an der Wilhelm-Busch-Straße, verloren hat, kann aufatmen. Sie wird in dem alten Heeper Pfarrhaus eine neue Unterkunft finden. Allerdings nur für einige Monate. Aber in dieser Zeit hofft die Familie Sturm, sich eine neue Dauerwohnung beschaffen zu können.
Die kinderreiche Familie, die früher mit einer Garagenwohnung vorlieb nehmen mußte und deshalb besonders glücklich war, als sie vor einem Vierteljahr in den geräumigen Kotten an der Wilhelm-Busch-Straße einziehen konnte, war nach dem Unglück vom Ordnungsamt in die alte Oldentruper Schule einquartiert worden, die jedoch in Kürze abgerissen werden soll. Deshalb drohte der Familie bereits die Einweisung in die Obdachlosenbaracke am Stieghorst.
Jetzt hat sich die evangelische Kirchengemeinde eingeschaltet und den Eltern mit ihren sechs Kindern das leerstehende alte Pfarrhaus, das bekanntlich ebenfalls abgerissen werden soll, als Herberge überlassen. Die Familie Sturm wird noch in dieser Woche von der Oldentruper Schule in das Pfarrhaus umziehen.
tb