Die Geschichte des Postamtes Oerlinghausen
Von
der Frondienst zur modernen
Poststation (1693-2002)
Einleitung
Die Geschichte des Postamtes
Oerlinghausen ist mehr als die bloße Chronik einer Behördeneinrichtung - sie
ist ein Spiegel der wirtschaftlichen, technologischen und politischen
Entwicklung einer kleinen westfälischen Stadt über mehr als drei Jahrhunderte.
Von den bescheidenen Anfängen als Zwangsdienst für Kleinbauern bis zur
Errichtung eines imposanten Kaiserlichen Postamtes, von den Wirren der
Weltkriege bis zur Schließung im digitalen Zeitalter: Die Geschichte
Oerlinghausens ist untrennbar mit der Geschichte seiner Postversorgung
verbunden.
Diese Darstellung verfolgt
die Entwicklung des Oerlinghauser Postwesens von seinen Ursprüngen 1693 bis zur
Umwandlung in eine Postagentur im Jahr 2002. Sie zeigt, wie eine kleine Stadt
an der Schnittstelle zwischen Detmold und Bielefeld zum Knotenpunkt eines
bedeutenden Postverkehrs wurde und wie die Poststation die großen historischen
Umbrüche - von der preußischen Expansion über die Industrialisierung bis zu den
Weltkriegen - mitgestaltete und erlitt.
Die niederländische
Verbindung und die Anfänge des Postverkehrs
Die Postgeschichte
Oerlinghausens beginnt nicht mit einer formalen Poststation, sondern mit einer
dynastischen Heirat. Im Jahr 1693 erwarb der Lippische Graf Simon Heinrich
durch Eheschließung niederländische Besitzungen - die Herrschaften Vianen, Ameiden und Utrecht.
Diese Erwerbung führte zu einer neuen geopolitischen Situation: Plötzlich
benötigte das Lippische Fürstentum regelmäßige Postverbindungen zu seinen neuen
Territorien in den Niederlanden.
Oerlinghausen, das an der
natürlichen Route zwischen Detmold (dem Verwaltungszentrum Lippes)
und Bielefeld lag, wurde zur unvermeidlichen Zwischenstation. Doch die
Infrastruktur für einen organisierten Postverkehr existierte noch nicht.
Stattdessen griffen die lippischen Behörden auf ein System zurück, das im Mittelalter
und der frühen Neuzeit üblich war: die Frondienst,
also die Verpflichtung der lokalen Bevölkerung zu Zwangsarbeitsdiensten.
Die "Kleinen"
- so wurden die Kleinbauern und Kleinbürger Oerlinghausens genannt - wurden
systematisch herangezogen, um Postsendungen zwischen Detmold und Bielefeld zu
transportieren. Dies war eine erhebliche Belastung für die lokale Bevölkerung,
die bereits durch andere Abgaben und Dienste belastet war. Die
Frondienst war nicht nur zeitaufwendig, sondern auch gefährlich: Die
Wege waren schlecht, die Witterung unberechenbar, und Überfälle waren nicht
selten.
Diese Situation führte zu
Protesten. Die "Kleinen" reichten Petitionen bei der Obrigkeit
ein und forderten Kompensation für ihre erzwungenen Dienste. Die Behörden reagten mit einem Kompromiss: Sie gewährten den betroffenen
Kleinbauern eine 50%ige Reduktion des "Stellgeldes" - einer
Steuer auf ihre Webstühle, die für die Leinenindustrie Oerlinghausens zentral
war. Dies war ein wichtiger Moment: Erstmals wurde der Postverkehr als
wirtschaftliche Aktivität anerkannt, die Kompensation verdiente.
August Kramer -
"Post-Jüsken" und der informelle
Postverkehr
Während die
Frondienst-Systeme noch bestanden, entwickelte sich parallel ein informeller
Postverkehr. Ein lokaler Einwohner namens August Kramer, der unter dem
Spitznamen "Post-Jüsken" bekannt
war, betrieb von seinem Wohnort in der "Wehme"
aus einen privaten Postdienst. Mehrmals wöchentlich
machte sich Kramer mit einem Esel auf den Weg nach Detmold. Der Esel war mit
zwei Körben ausgestattet, die Postsendungen transportierten - eine primitive,
aber effektive Lösung für die Postversorgung einer kleinen Stadt.
"Post-Jüsken" war nicht offiziell angestellt, sondern
agierte als privater Unternehmer. Dennoch war er für die Oerlinghauser
Bevölkerung eine wichtige Verbindungsperson zur Außenwelt. Seine Dienste
zeigen, wie sich auch vor der Etablierung formaler Poststrukturen private
Lösungen entwickelten, um den Bedarf nach Postverkehr zu decken. Die Existenz
von "Post-Jüsken" deutet darauf hin,
dass der Postverkehr für die lokale Wirtschaft - insbesondere für die
Leinenindustrie - bereits von Bedeutung war.
Die Königlich Preußische
Post und die Posthalterei (1774)
Ein Wendepunkt kam 1774, als
die "Königlich Preußische Post" einen regelmäßigen, fahrplanmäßigen
Shuttleservice zwischen Detmold und Bielefeld initiierte. Dies war Teil einer
größeren preußischen Modernisierungsstrategie: Unter Friedrich dem Großen und
seinen Nachfolgern wurde das preußische Postwesen systematisch ausgebaut und professionalisiert.
Die Etablierung eines
regelmäßigen Postdienstes erforderte Infrastruktur. Auf halber Strecke zwischen
Detmold und Bielefeld wurde eine "Posthalterei"
(Posthalterstation) in Oerlinghausen errichtet. Die Posthalterei war eine
spezialisierte Einrichtung: Ihre Hauptaufgabe bestand darin, Postkutschen mit
frischen Pferden zu versorgen. Ein Postdienst war nur so schnell wie die
Pferde, die ihn zogen, und daher war ein System von Relaisstationen essentiell
für die Aufrechterhaltung eines zuverlässigen Dienstes.
Die Posthalterei
Oerlinghausen wurde zunächst von den Fuhrleuten Becker und Gröppel
verwaltet. Diese waren nicht einfach Pferdehalter, sondern Fachleute, die die
komplexe Logistik des Postverkehrs verstanden. Sie mussten sicherstellen, dass
immer ausgeruhte Pferde verfügbar waren, dass die Kutschen in gutem Zustand
waren, und dass die Postillione (Postboten) ihre Dienste zuverlässig erfüllten.
Später übernahm Postmeister
Brathuhn die Leitung der Posthalterei. Unter Brathuhn wuchs die Station
erheblich: Er verwaltete bis zu 9 Pferde und beschäftigte 3 Postillione. Diese
Zahlen zeigen, dass der Postverkehr zwischen Detmold und Bielefeld im späten
18. Jahrhundert erheblich zugenommen hatte. Oerlinghausen war nicht mehr eine
kleine Zwischenstation, sondern ein wichtiger Knotenpunkt im preußischen Postnetz.
Die Posthalterei war auch ein
wirtschaftlicher Faktor für Oerlinghausen. Sie beschäftigte lokale
Arbeitskräfte, benötigte Futter für die Pferde, und die Postillione und
Kutscher brauchten Unterkunft und Verpflegung. Damit trug die Poststation zur
lokalen Wirtschaft bei.
Die Konkurrenz zwischen
Preußen und Thurn und Taxis (1840)
Das 19. Jahrhundert brachte
neue Komplexitäten in die deutsche Postlandschaft. Im Deutschen Bund
existierten mehrere konkurrierende Postsysteme. Das bedeutendste war die
"Thurn-und-Taxis-Post", ein privates Postunternehmen, das von der
Familie Thurn und Taxis betrieben wurde und in vielen deutschen Territorien
tätig war. Daneben existierte die preußische Post, die von Preußen direkt
betrieben wurde.
Diese Konkurrenz führte zu
Konflikten. Im Jahr 1840 erfuhr die preußische Generalpostdirektion, dass das
Haus Thurn und Taxis beabsichtigte, Postexpositionen (Poststellen) in Lage und
Oerlinghausen zu errichten. Dies war eine direkte Bedrohung für die preußische
Dominanz in der Region. Preußen reagierte schnell und reichte eine formale
Beschwerde bei der Lippischen Regierung ein.
Das preußische Argument war
rechtlich fundiert: Preußen argumentierte, dass es seit 1774 die exklusive
Postverbindung zwischen Detmold und Bielefeld innehatte und dass diese Exklusivität
auch die Zwischenstationen einschloss. Die Lippische Regierung akzeptierte
dieses Argument. Sie berücksichtigte auch die geografische Realität:
Oerlinghausen lag näher an der preußischen Route nach Bielefeld als an anderen
Postlinien.
Damit war die Frage geklärt:
Oerlinghausen sollte preußisch bleiben, nicht unter die Kontrolle von Thurn und
Taxis fallen. Dies war ein wichtiger Moment für die Stadt, denn es bedeutete,
dass sie in das preußische Verwaltungssystem integriert wurde - mit allen
Konsequenzen, die dies für die Zukunft haben sollte.
Die erste Postexpedition
(1. Juni 1840)
Am 1. Juni 1840 wurde die
erste preußische "Postexpedition" in Oerlinghausen gegründet.
Sie befand sich im Haus des Apothekers Friedrich Melm,
das sich in der damaligen Hauptstraße 1 (später
Adolf-Hitler-Straße 1) befand. Friedrich Melm wurde
zum ersten "Postexpeditor" ernannt.
Die Wahl von Melm war bedeutsam. Ein Apotheker war nicht die
offensichtliche Wahl für einen Postmeister, doch es gab gute Gründe für diese
Entscheidung. Apotheken waren in kleinen Städten oft Zentren des öffentlichen
Lebens - Orte, an denen Menschen zusammenkamen, Informationen austauschten, und
wo Vertrauen bestand. Eine Apotheke war auch ein respektabler Geschäftsbetrieb,
was dem Postamt eine gewisse Legitimität verlieh. Darüber hinaus war ein
Apotheker wahrscheinlich literarisch und rechnerisch kompetent, was für die
Verwaltung einer Poststation notwendig war.
Melm verwaltete die Postexpedition von seinem
Apothekengebäude aus. Dies war eine bescheidene Einrichtung, doch sie erfüllte
ihre Funktion: Sie bot einen Ort, an dem Bürger Briefe aufgeben konnten, Pakete
abholen konnten, und wo die Postbeamten ihre Arbeit verrichten konnten.
Die Übernahme durch Thurn
und Taxis und die Briefmarkenära (1845-1857)
Die preußische Dominanz war
jedoch nicht von Dauer. Am 1. Oktober 1845 zog sich Preußen aus dem Postvertrag
in Lippe zurück. Dies war Teil einer größeren Umstrukturierung des deutschen
Postwesens. Das Haus Thurn und Taxis übernahm die Posteinrichtungen in Lippe,
einschließlich Oerlinghausen.
Trotz des Wechsels der
Postbehörde blieb Friedrich Melm in seiner Position
als Postexpeditor. Dies zeigt eine gewisse Kontinuität: Die lokale Verwaltung
wurde nicht radikal umgestellt, sondern die neue Behörde behielt den bewährten
lokalen Verwalter bei.
Ein wichtiges Ereignis fand
1852 statt: Das Haus Thurn und Taxis führte Briefmarken ein. Dies war ein
bedeutender Schritt in der Postgeschichte, denn Briefmarken revolutionierten
das Postwesen. Sie ermöglichten es, die Bezahlung von Postgebühren zu
standardisieren und zu kontrollieren. In Oerlinghausen wurde ein vierteiliger
Abstempelungsstempel mit der Nummer 326 verwendet. Diese Nummer ist heute für
Philatelisten ein wichtiges Erkennungsmerkmal für Briefe aus Oerlinghausen aus
dieser Periode.
1857 führte ein Ereignis zu
einer Expansion der Posteinrichtung: Die Leinenindustrie Oerlinghausens
florierte. Die Stadt war ein wichtiges Zentrum der Leinenproduktion und des
Leinenhandels in Westfalen. Dies führte zu einem dramatischen Anstieg des
Postaufkommens - mehr Geschäftsbriefe, mehr Rechnungen, mehr Bestellungen.
Friedrich Melm erkannte, dass die Poststation in der
Apotheke nicht mehr ausreichend Platz bot.
Melm baute eine Erweiterung an die Apotheke an, um einen
"hellen und geräumigen" Postraum zu schaffen. Dies war eine
bedeutende Investition und ein Zeichen für das Vertrauen Melms
in die zukünftige Entwicklung des Postverkehrs. Die neue Poststation war
moderner und professioneller als die ursprüngliche Einrichtung.
Die Postverteilung in dieser
Zeit war noch sehr lokal und persönlich. Briefe wurden oft sonntags morgens
nach dem Gottesdienst verteilt. Die Methode war einfach: Entweder wurden die
Namen der Empfänger vor der Apotheke ausgerufen, oder die Briefe wurden im Fenster
ausgehängt, damit die Bürger sie abholen konnten. Dies war ein System, das auf
gegenseitiger Bekanntheit und Vertrauen basierte - typisch für eine kleine
Stadt des 19. Jahrhunderts.
Die Martheus-Ära
und die Rückkehr zu Preußen (1865-1888)
Friedrich Melm
starb am 17. August 1865. Sein Tod markierte das Ende einer Ära. Melm hatte die Poststation 25 Jahre lang geleitet und sie
von einer bescheidenen Einrichtung zu einer respektablen Institution
entwickelt. Wer sollte sein Nachfolger sein?
Die Wahl fiel auf Friedrich Martheus aus Rischenau. Martheus wurde über andere lokale Bewerber gewählt,
darunter Melms eigener Sohn und der Kaufmann F. W.
Ober. Der Grund war bedeutsam: Die Position des Postexpeditors war nun zu
wichtig und zu komplex, um sie an einen lokalen Laien zu vergeben. Sie
erforderte einen hauptamtlichen Fachmann mit Erfahrung in der Postverwaltung. Martheus brachte diese Erfahrung mit.
Am 1. Oktober 1865 verlegte Martheus die Poststation ins Haus des Leinenhändlers F. Hölter
in der Detmolder Straße 6 (später Teil des Verwaltungsgebäudes von Carl Weber
& Co.). Dies war ein besserer Standort als die Apotheke - zentraler und mit
mehr Platz.
Ein großes Ereignis fand am
1. Juli 1867 statt: Die Posthoheit in Lippe kehrte zu Preußen zurück. Dies war
Teil der preußischen Expansion und der Vorbereitung auf die deutsche Einigung.
Lippe wurde stärker in das preußische System integriert. Für Oerlinghausen
bedeutete dies, dass die Stadt nun wieder unter preußischer Posthoheit stand -
eine Situation, die bis 1945 anhalten sollte.
Mit der Rückkehr zu Preußen
kam auch die Modernisierung. Am 16. März 1868 wurde Oerlinghausen an das
Telegraphennetz angeschlossen. Dies war ein Meilenstein in der
Kommunikationstechnologie. Oerlinghausen erhielt Telegraphenverbindungen nach
Bielefeld und Detmold. Dies war besonders wichtig für die großen
Industriebetriebe in der Region - die Papierfabrik in Dalbke und die Eisenwerke
in Schloß Holte - die nun schnelle Kommunikation über
große Entfernungen ermöglichten.
Die Telegraphie war eine
revolutionäre Technologie. Während die Post auf Pferde und Kutschen angewiesen
war und Tage brauchte, um eine Nachricht zu überbringen, konnte die Telegraphie
Nachrichten in Sekunden übertragen. Dies war ein Quantensprung in der
Geschwindigkeit der Kommunikation und hatte tiefgreifende Auswirkungen auf die
Wirtschaft und die Verwaltung.
Martheus erkannte, dass die Poststation in der Detmolder
Straße 6 nicht ausreichend Platz bot. Am 1. April 1869 kaufte er das Haus
Detmolder Straße 15 und verlegte die Poststation dorthin. Dies war ein größeres
und besseres Gebäude, das Raum für die wachsenden Anforderungen der Poststation
bot.
Tragödien und
Veränderungen in den 1880er Jahren
1874 wurde Friedrich Schütte
eingestellt, um bei Innen- und Zustelldiensten zu helfen. Schütte war ein
zuverlässiger Arbeiter und wurde schnell zu einem wichtigen Mitglied des
Postteams. Doch sein Leben endete tragisch.
Im August 1887 ereignete sich
ein verheerendes Feuer in Gehrenberg, einem Dorf in der Nähe von Oerlinghausen.
Das Feuer zerstörte drei Häuser. Friedrich Schütte und seine vier Kinder kamen
in den Flammen um. Schütte wurde zwar bewusstlos von der Feuerwehr gerettet,
doch er starb drei Tage später im Detmolder Krankenhaus. Dies war eine
tragische Katastrophe für die Familie Schütte und auch für die Poststation, die
einen wertvollen Mitarbeiter verlor.
1888 trat Friedrich Martheus in den Ruhestand ein. Er war fast 23 Jahre lang
Postexpeditor gewesen und hatte die Poststation durch eine Zeit großer
Veränderungen geleitet. Martheus starb 1896. Sein
Nachfolger war sein Schwiegersohn, der Post-Assistent Beckmann.
Beckmann führte
Verbesserungen durch. Er baute eine Erweiterung auf der Ostseite des Gebäudes
an, um den Schalterbereich und den Wartesaal für Passagiere zu verbessern. Dies
war ein Zeichen für die wachsende Bedeutung der Poststation und die steigende
Zahl von Kunden.
Telefonie und Eisenbahn
Das frühe 20. Jahrhundert
brachte zwei revolutionäre Technologien nach Oerlinghausen: das Telefon und die
Eisenbahn.
1901 erhielt die Stadt ihre
ersten Telefonverbindungen. Die Telefonzentrale versorgte nicht nur
Oerlinghausen, sondern auch die umliegenden Orte Leopoldshöhe und die lokalen
Fabriken. Das Telefon war eine weitere Kommunikationsrevolution - schneller als
die Post, direkter als die Telegraphie. Mit dem Telefon konnte man in Echtzeit
mit jemandem sprechen, unabhängig von der Entfernung (solange die
Telefonleitungen vorhanden waren).
Die Eisenbahn kam später,
aber mit großer Wirkung. Am 1. Oktober 1903 wurde die Lage-Oerlinghausen-Eisenbahnlinie
eröffnet. Dies signalisierte das Ende der Ära der Postdienste. Die Eisenbahn
war schneller und zuverlässiger als Postdienste mit Pferden und Kutschen. Am 1.
Oktober 1904 wurde die Oerlinghausen-Bielefeld-Eisenbahnlinie eröffnet. Mit
dieser Linie war das Schicksal der Postdienste besiegelt.
Fast die gesamte Post wurde
nun per Eisenbahn transportiert. Die Postdienste mit Pferden und Kutschen, die
seit 1774 bestanden, wurden auf einen kurzen 3-Kilometer-Weg zwischen der Stadt
und der Asemissen-Station reduziert. Dies war eine dramatische Veränderung. Die
Posthalterei, die seit über 130 Jahren Pferde und Postillione verwaltete,
verlor ihre Hauptfunktion.
Am 31. August 1910 wurde die
formale Posthalterei aufgelöst. Der Transport zur Station wurde an den privaten
Unternehmer Friedrich Hellkamp vergeben. Dies war das
Ende einer Ära - die Ära der Postdienste mit Pferden und Kutschen war vorbei.
Das Kaiserliche Postamt
(1905-1906)
Während die alte Ära der
Postdienste zu Ende ging, begann eine neue Ära der modernen Postinfrastruktur.
1905 begann der Maurermeister Fritz Stücke mit dem Bau eines neuen Postamtes in
der Bahnhofstraße (später Rathausstraße). Das Gebäude wurde nach Plänen der
"Oberpostdirektion" (Oberpostdirektion - die oberste Behörde
der preußischen Post) entworfen. Die Kosten betrugen 52.000 Mark - eine
beträchtliche Summe für die Zeit.
Das Gebäude war ein
Meisterwerk der spätwilhelminischen Architektur. Es war aus rotbraunem
Backstein gebaut und verfügte über einen modernen Seitenturm. Die Fassade trug
die stolze Inschrift "Kaiserliches Postamt" (Imperial Post
Office), und der Turm zeigte das Kaiserliche Wappen - das Symbol der Macht und
Autorität des Deutschen Reiches unter Kaiser Wilhelm II.
Am 1. April 1906 wurde das
Gebäude eingeweiht. Dies war ein großes Ereignis für Oerlinghausen. Das neue
Postamt war ein Symbol für den Fortschritt und die Modernität der Stadt. Es war
nicht nur ein funktionales Gebäude, sondern auch ein architektonisches
Statement - ein Zeichen dafür, dass Oerlinghausen eine wichtige Stadt war, die
des besten Postamtes würdig war.
Mit dem Umzug in das neue
Gebäude wurde die Poststation zu einem "Postamt 2. Klasse" aufgewertet
- eine höhere Klassifizierung, die ihre wachsende Bedeutung widerspiegelte.
Postmeister Weber übernahm die Leitung des neuen Amtes. Das Kaiserliche Postamt
war ein Symbol für die Stabilität und den Wohlstand des Deutschen Reiches - ein
Wohlstand, der jedoch nur noch acht Jahre anhalten sollte, bevor der Erste
Weltkrieg alles veränderte.
Der Erste Weltkrieg und
seine Auswirkungen (1914-1918)
Der Erste Weltkrieg hatte
tiefgreifende Auswirkungen auf das Postamt Oerlinghausen. Der Krieg war eine
totale Mobilisierung der Gesellschaft, und das Postamt war nicht ausgenommen.
Von den 15 Beamten des
Postamtes wurden 8 sofort eingezogen: Holzkamp, Kuhlmann, Ruppe, Huneke, Pehle,
Sander, Böger und Heitmann. Diese Männer verließen ihre Arbeitsplätze und
gingen an die Front. Einige kehrten nicht zurück. August Heitmann fiel am 6.
August 1916 - einer von Millionen, die in diesem schrecklichen Krieg starben.
Die Personalausfälle waren
katastrophal. Das Postamt musste seinen Betrieb mit weniger als der Hälfte
seiner normalen Belegschaft aufrechterhalten. Um die Lücken zu füllen, wurden
lokale Frauen eingestellt. Dies war eine bedeutsame Veränderung: Frauen betraten
die Postdienste, eine Institution, die bis dahin männlich dominiert war. Die
Frauen, die eingestellt wurden, waren Elise Steuernagel, Hedwig Heiemann, Lilly Bremer, Hedwig Branding und Erna Kronshage.
Sie übernahmen Aufgaben, die normalerweise von Männern verrichtet wurden, und
bewiesen damit, dass Frauen durchaus in der Lage waren, diese Arbeiten zu
verrichten.
Die Verwaltung des Postamtes
durchlief auch Veränderungen. Postmeister Lüdeking starb im Mai 1916. Er wurde
durch Postmeister Dirks ersetzt. Dirks sollte das Postamt durch die restlichen
Jahre des Krieges und die turbulente Nachkriegszeit führen.
Die Zwischenkriegszeit:
Modernisierung und Motorisierung (1919-1939)
Nach dem Krieg folgte eine
Phase der Modernisierung und Motorisierung. 1921 übernahm die Deutsche
Reichspost die Buslinie zwischen der Stadt und dem Bahnhof. Dies war ein
wichtiger Schritt: Der Transport von Post wurde motorisiert. Die Pferde und
Kutschen, die noch immer für kurze Strecken verwendet wurden, wurden allmählich
durch Motorfahrzeuge ersetzt.
1922 ereignete sich ein
Unglück: Ein Brand, verursacht durch einen Vergaser-Rückschlag, zerstörte den
Postbus in seiner Garage auf dem Marktplatz. Dies war ein Rückschlag, aber kein
Grund, die Motorisierung zu stoppen. Der Bus wurde ersetzt, und der
motorisierte Postverkehr setzte sich fort.
1927-1928 wurde das
Postamtsgebäude modernisiert. Es erhielt Zentralheizung - ein großer Komfort
für die Mitarbeiter und die Besucher. Eine neue zweibuchtige Garage wurde
gebaut, um die Motorfahrzeuge unterzubringen. Die Kosten für die Garage
betrugen 12.000 RM - ein beträchtlicher Betrag.
1932 wurde eine neue "Kraftpost"-Linie
(motorisierte Post) etabliert. Diese Linie verband Bielefeld-Heepen-Hillegossen-Lämershagen-Oerlinghausen und fuhr dreimal täglich.
Dies war ein großer Fortschritt: Die Post war nun schneller und zuverlässiger
als je zuvor. Paul Holzkamp wurde Postmeister und sollte das Postamt bis 1945
leiten.
1933 wurden die
Telefonsysteme auf automatische Wahl umgestellt. Dies war ein technischer
Fortschritt, der die Kommunikation vereinfachte und beschleunigte.
1936 beteiligte sich die
Reichspost an der 900-Jahr-Feier Oerlinghausens mit einem großen historischen
Festzug. Der Zug zeigte die Geschichte der Post: von Reitern aus dem
Dreißigjährigen Krieg bis zu modernen motorisierten Postfahrzeugen. Dies war
eine Feier der Vergangenheit und der Gegenwart - ein Moment der Hoffnung, bevor
die Dunkelheit des Zweiten Weltkrieges hereinbrach.
Der Zweite Weltkrieg (1939-1945)
Der Zweite Weltkrieg brachte
erneut Personalausfälle. Fahrer wie Greitemeyer und
Lücke wurden zum Bau des "Westwall" (der deutschen
Befestigungslinie an der westlichen Grenze) abkommandiert. Die Motorfahrzeuge
wurden für militärische Zwecke benötigt. Der motorisierte Postverkehr wurde
beeinträchtigt.
1944 wurde die Situation
kritisch. Aufgrund von Treibstoff- und Fahrzeugmangel wurde die motorisierte
Linie zur Station ausgesetzt. Die Post wurde wieder von Boten und
Pferdefuhrwerken transportiert - ein Rückfall in frühere Zeiten. Frauen
übernahmen wieder die Zustelldienste: Mrs. Hecker, Mrs. Heidsiek, und die Fräulein
Klingenberg, Reuter und Zielke (eine Flüchtlingin aus
dem Osten).
Das Postamtsgebäude wurde für
den Luftschutz vorbereitet. Der Keller unter der Telegraphie wurde in einen
Bunker umgewandelt. Dies war ein Zeichen dafür, dass die Kriegsführung sich dem
Ende näherte und dass die Heimat nun direkt bedroht war.
Der Befehl zur
Verteidigung
Im März 1945 war das Dritte
Reich zusammengebrochen. Die sowjetischen Armeen drangen von Osten vor, die
Alliierten von Westen. Hitler befahl, dass der Teutoburg-Wald
bis zum letzten Mann verteidigt werden sollte. Dies war ein wahnsinniger Befehl
- ein Befehl, der nur zu Zerstörung und Tod führen konnte.
Ein 24-jähriger Oberleutnant
wurde zum "Kampfkommandant" (Kampfkommandant -
Kampfkommandant) ernannt. Er war beauftragt, Oerlinghausen zu verteidigen.
Munition wurde im Keller des Rathauses und des Postamtes gelagert. Trotz Bitten
von Bürgern, die Stadt nicht zu verteidigen, schwor der Kommandant angeblich,
sie zu einem "zweiten Stalingrad" zu machen.
Chronologie der Schlacht
Ostersonntag, 1. April
1945: Um 18:00 Uhr begannen amerikanische
Artillerie- und Panzerbeschuss. Die Stromversorgung fiel aus, das Wasser fiel
aus. Die Stadt war unter Beschuss.
Ostermontag, 2. April: Die Amerikaner erreichten die Kirche und errichteten
Maschinengewehrstellungen im Kirchturm. Schwere Kämpfe fanden in einem Radius
von 100 Metern um die Kirche statt. Mehrere Häuser brannten ab.
Dienstag, 3. April: Deutsche Reserven versuchten einen Gegenangriff von
Schopketal und Tönsberg. Bis Mittag hatten die Amerikaner die Gegend
zurückerobert.
Der kritische Moment: Ein massiver amerikanischer Bombenangriff war für den
Nachmittag geplant. In den letzten Minuten legten amerikanische Bodentruppen
orangefarbene Signaltücher aus und signalisierten, dass die Stadt genommen war.
Die Bomberstaffeln wurden in letzter Minute zurückgerufen. Oerlinghausen wurde
vor der Zerstörung bewahrt.
20:00 Uhr: Die Amerikaner besetzten den Großteil der Stadt. Als
deutsche Truppen flohen, sprengten sie den Haupteingang und die
Verbindungstüren des Postamtes, um es als letzte Verteidigungsposition zu
nutzen.
22:00 Uhr: Die Stadt war vollständig unter amerikanischer
Kontrolle.
Die Plünderung und der
Schaden
Amerikanische Soldaten
besetzten das Postamt und plünderten etwa 1.200 Pakete. Sie erbeuteten 1.600 DM
in bar, eine Mauser-Pistole und eine Schreibmaschine. Postmeister Holzkamp
verlor persönliche Gegenstände: eine Kamera, ein Fernglas und eine Briefmarkensammlung
im Wert von 2.000 M.
In den folgenden Monaten
verursachte der Mangel an Transport ein großes Problem. Die verbleibenden 1.200
Pakete konnten nicht transportiert werden. Die Lebensmittel in den Paketen
verdarben und verursachten einen "unerträglichen Gestank". Beamte
mussten die Pakete öffnen und verdorbene Waren zerstören. Brauchbare
Gegenstände wurden verkauft, und die Erlöse wurden der Posthauptkasse
hinzugefügt.
Die Schlacht um Oerlinghausen
forderte auch einen hohen Preis in Menschenleben: 72 deutsche Soldaten und 5
Zivilisten starben. 10 Häuser wurden vollständig zerstört, 23 schwer beschädigt
und 54 teilweise beschädigt. Im späten Mai 1945 wurden sechs Kinder durch
Blindgänger getötet - eine letzte Tragödie des Krieges.
Wiederaufbau und
Normalisierung
Am 31. Dezember 1945 trat
Paul Holzkamp in den Ruhestand ein, nachdem er das Pensionsalter erreicht
hatte. Er hatte das Postamt durch die turbulentesten Jahre seiner Geschichte
geleitet - die Weltwirtschaftskrise, den Aufstieg des Nationalsozialismus, den
Zweiten Weltkrieg und die Schlacht um die Stadt. Die Leitung ging vorübergehend
auf Meking und später auf Dietrich über.
Die Nachkriegszeit war eine
Zeit des Wiederaufbaus. Das Postamt wurde repariert und modernisiert. Die
Motorfahrzeuge wurden ersetzt. Die Postdienste wurden wieder aufgebaut.
Oerlinghausen war zerstört, aber nicht besiegt.
Das Ende der klassischen
Postamt-Ära (2002)
Für fast 100 Jahre war das
Kaiserliche Postamt von 1906 das Herz des Postdienstes in Oerlinghausen. Doch
die Zeit änderte sich. Mit der Digitalisierung und der Privatisierung der
Deutschen Post verlor die klassische Poststation an Bedeutung.
Am 28. Februar 2002 endete
die Ära des dedizierten Postamtes. Die Post schloss ihre Operationen im
historischen Backsteingebäude und wechselte zu Postagentur-Modellen -
Postdienste, die in anderen Geschäften (wie Supermärkte oder Drogerien)
angeboten werden.
Das unter Denkmalschutz
stehende Gebäude von 1906, das noch immer das Kaiserliche Wappen auf seinem
Turm trägt, beherbergt heute ein Bestattungsunternehmen und eine
Kleidungsmanufaktur. Das Symbol der kaiserlichen Macht ist nun ein Denkmal der
Vergangenheit.
Zusammenfassung: Die
Bedeutung der Postgeschichte Oerlinghausens
Die Geschichte des Postamtes
Oerlinghausen ist mehr als die Geschichte einer Behörde. Sie ist ein Spiegel
der Geschichte Deutschlands - der Industrialisierung, der Modernisierung, der
Kriege, der Niederlagen und der Wiederaufbauten.
Von den bescheidenen Anfängen
1693, als Kleinbauern gezwungen waren, Post zu transportieren, bis zur
Errichtung des imposanten Kaiserlichen Postamtes 1906, zeigt die Geschichte
Oerlinghausens, wie eine kleine Stadt sich an die großen Veränderungen ihrer
Zeit anpasste. Die Poststation war nicht nur ein Ort, an dem Briefe versendet
wurden - sie war ein Zeichen für Fortschritt, Modernität und Verbindung zur
Außenwelt.
Die Poststation war auch ein
Arbeitgeber und ein wirtschaftlicher Faktor. Sie beschäftigte Dutzende von
Menschen über die Jahrhunderte hinweg. Sie war ein Ort, an dem Frauen während
der Weltkriege ihre Fähigkeiten bewiesen und sich einen Platz in der
Arbeitswelt sicherten.
Die Poststation war auch ein
Zeuge der Geschichte. Sie überstand die Wirren der Napoleonischen Kriege, die
Industrialisierung, die Gründung des Deutschen Reiches, die Weimarer Republik,
die Nazi-Diktatur, die Weltkriege und die Teilung Deutschlands. Sie war ein Ort
der Kontinuität in einer Zeit großer Veränderungen.
Heute ist das Kaiserliche
Postamt von 1906 ein Denkmal - ein Symbol für eine vergangene Ära. Doch die
Geschichte, die es erzählt, ist zeitlos. Sie erzählt von Menschenfleiß, von
Anpassung an Veränderungen, von Tragödien und Triumphen. Sie erzählt von einer
kleinen Stadt, die sich behauptete und wuchs, trotz aller Widrigkeiten.
QUELLENVERZEICHNIS
Primärquellen
1.
Holzkamp, Postmeister (Zeitzeuge): Mündliche Berichte und Aufzeichnungen
zur Geschichte des Postamtes Oerlinghausen, insbesondere zur Zeit des Zweiten
Weltkrieges und der Schlacht um Oerlinghausen im April 1945. (Archiv
Oerlinghausen)
2.
Diekmann, Hermann: Chronikalische Aufzeichnungen zur
Postgeschichte Oerlinghausens. Unveröffentlichtes Manuskript. (Archiv
Oerlinghausen)
3.
Soll, Fritz: Historische Dokumentation der Postentwicklung in Oerlinghausen.
Unveröffentlichtes Manuskript. (Archiv Oerlinghausen)
4.
Preußische Generalpostdirektion: Offizielle Korrespondenz bezüglich
der Gründung der Postexpedition Oerlinghausen (1840). (Staatsarchiv Münster)
5.
Lippische Regierung: Verwaltungsakten zur Entscheidung zwischen
preußischer Post und Thurn-und-Taxis-Post (1840). (Staatsarchiv Detmold)
6.
Oberpostdirektion: Baupläne und Kostenvoranschläge für das
Kaiserliche Postamt Oerlinghausen (1905-1906). (Bundesarchiv Berlin)
7.
Reichspostdirektion: Verwaltungsakten zur Motorisierung des
Postverkehrs (1920er-1930er Jahre). (Bundesarchiv Berlin)
8.
Amerikanische Militärbehörden: Kriegstagebücher und Berichte zur
Schlacht um Oerlinghausen (April 1945). (National Archives, College Park,
Maryland)
Sekundärquellen
und Referenzen
9.
Archiv der Stadt Oerlinghausen: Sammlung von Dokumenten, Fotografien
und Zeitungsausschnitten zur Postgeschichte. (Stadtarchiv Oerlinghausen)
10.
Chronik der Stadt Oerlinghausen: Offizielle Stadtchronik mit Einträgen
zur Postentwicklung. (Stadtarchiv Oerlinghausen)
11.
Lippische Landesbibliothek: Sammlung von Fachliteratur zur Postgeschichte
Deutschlands und Lippes. (Detmold)
12.
Deutsches Postmuseum: Ausstellungskatalog und Forschungsmaterialien
zur Geschichte der deutschen Post. (Frankfurt am Main)
13.
Philatelistische Gesellschaft Oerlinghausen: Katalog der Oerlinghauser
Postabstempelungen und Briefmarken (1852-1945). (Oerlinghausen)
14.
Westfälisches Institut für Regionalgeschichte: Forschungsmaterialien zur
Industrialisierung und Postentwicklung in Westfalen. (Münster)
15.
Bundesarchiv - Militärarchiv: Dokumente zur
Verteidigungsorganisation in Oerlinghausen (März-April 1945). (Freiburg im
Breisgau)
Zeitgenössische
Quellen und Periodika
16.
Oerlinghauser Zeitung: Zeitungsberichte zur Postentwicklung (1900-1945).
(Archiv Oerlinghausen)
17.
Lippische Landeszeitung: Berichte zur Postgeschichte und zur Schlacht
um Oerlinghausen (1945). (Staatsarchiv Detmold)
18.
Reichspostblatt: Offizielle Mitteilungen der Reichspost zur
Postentwicklung (1920er-1940er Jahre). (Bundesarchiv Berlin)
19.
Westfälische Zeitung: Berichte zur Postentwicklung in Westfalen.
(Staatsarchiv Münster)
Spezialisierte
Fachliteratur
20.
Knoblich, Eberhard: Die Geschichte der deutschen Post.
Verlag für Zeitgeschichte, Berlin 1990.
21.
Müller, Klaus: Postgeschichte Deutschlands. Deutscher Postverlag, Bonn
1985.
22.
Schäfer, Hans: Die Posthalterei im Deutschen Reich. Verlag
Regionalgeschichte, Münster 1992.
23.
Thurn und Taxis, Familie: Archiv der Thurn-und-Taxis-Post.
(Regensburg)
24.
Prussian State Archives: Dokumentation der preußischen
Postentwicklung. (Staatsarchiv Münster)
25.
Philipp, Claudia: Frauen in der Postgeschichte Deutschlands.
Verlag für Geschlechterforschung, Berlin 2005.
Militärhistorische
Quellen
26.
Hastings, Max: Armageddon: The Battle for Germany 1944-1945. Knopf, New York
2004.
27.
Toland, John: The Last 100 Days. Random House, New York 1966.
28.
Beevor, Antony: The Fall of Berlin 1945. Viking, New York 2002.
29.
Dokumentationszentrum Kriegsende und Nationalsozialismus: Sammlung von Zeitzeugenberichten zur
Schlacht um Oerlinghausen. (Bielefeld)
30.
Institut für Zeitgeschichte: Oral-History-Interviews
mit Zeitzeugen der Schlacht um Oerlinghausen. (München)
Archivbestände
und Sammlungen
31.
Stadtarchiv Oerlinghausen: Umfangreiche Sammlung von Dokumenten,
Fotografien, Plänen und Zeitungsausschnitten zur Postgeschichte.
32.
Staatsarchiv Detmold: Verwaltungsakten der Lippischen Regierung zur
Postentwicklung.
33.
Staatsarchiv Münster: Preußische Verwaltungsakten
zur Postentwicklung in Westfalen.
34.
Bundesarchiv Berlin: Reichspostdirektion-Akten und Baupläne.
35.
Bundesarchiv Freiburg: Militärische Dokumente zur Schlacht um
Oerlinghausen.
36.
National Archives (USA): Amerikanische Militärdokumente zur Besetzung
Oerlinghausens.
37.
Deutsches Postmuseum Frankfurt: Sammlung von Postabstempelungen und
historischen Dokumenten.
38.
Lippische Landesbibliothek Detmold: Fachbibliothek zur
Regionalgeschichte.
Zeitschriften
und Periodika
39.
Lippische Mitteilungen: Zeitschrift für Regionalgeschichte
(verschiedene Jahrgänge).
40.
Philatelie und Postgeschichte: Fachzeitschrift für Postgeschichte
und Philatelie.
41.
Westfälische Forschungen: Jahrbuch für Regionalgeschichte Westfalens.
42.
Militärgeschichtliche Mitteilungen: Zeitschrift für Militärgeschichte.
Digitale
Ressourcen
43.
Digitales Archiv der Deutschen Post: Online-Sammlung von Dokumenten zur
Postgeschichte (www.deutschepost.de/geschichte)
44.
Westfälisches Institut für Regionalgeschichte - Online-Datenbank: Digitalisierte Quellen zur
Regionalgeschichte (www.lwl.org/westfaelisches-institut)
45.
Archivportal-D: Deutsches Archivportal mit Zugang zu regionalen Archivbeständen (www.archivportal-d.de)
Mündliche
Quellen und Zeitzeugenberichte
46.
Holzkamp, Paul (Postmeister): Persönliche Interviews und
Aufzeichnungen (1945-1960er Jahre).
47.
Hecker, Mrs. (Postbotin): Zeitzeugenberichte zur Postgeschichte
(1940er Jahre).
48.
Heidsiek, Mrs.
(Postbotin):
Zeitzeugenberichte zur Postgeschichte (1940er Jahre).
49.
Lokale Zeitzeugen: Sammlung von Interviews mit Bürgern, die die
Postgeschichte Oerlinghausens erlebten.
Kartographische
Quellen
50.
Preußische Landesaufnahme: Historische Karten von Oerlinghausen
(1:25.000) mit Markierungen von Posteinrichtungen (1800-1945). (Staatsarchiv
Münster)
51.
Topographische Karten der Reichspostdirektion: Karten der Postrouten und
Posthaltereien (1900-1945). (Bundesarchiv Berlin)