Oerlinghausen baut Wohnungen

Neuer Brunnen an der Hellkuhle - Förderung des Fremdenverkehrs

 

Oerlinghausen. Gemeinderatssitzung Oerlinghausen. Dem Gemeinderat wurde in einer Sitzung der Nachtragshaushaltsplan für 1949 vorgelegt. Der ordentliche Haushalt schließt in Einnahme und Ausgabe mit 455.800 DM, der außerordentliche Haushalt mit 189.543 DM ab. Weiter wurde die Aufnahme eines Darlehns von 20.000 DM für den Schulerweiterungsbau, eines weiteren Darlehns von 48.000 DM für den Ausbau der Stadtwerke (Kosten für den Brunnen 3 an der Hellkuhle) beschlossen. Eingehend erörtert wurde der Bebauungsplan für das Siedlungsgelände an der Hanegge. Vorgesehen sind dort 3 Wohnblocks mit 6- und 8-Familienhäusern, sowie mit 2- und 3-Familienhäusern. Im kommenden Etatsjahr hofft man 15 bis 20 Siedlungshäuser mit je 2 Familienwohnungen zu erstellen. Das Projekt wurde einstimmig angenommen.

Im Anschluß daran erörterte Bürgermeister Kramer seinen Vorschlag zur Finanzierung des Wohnungsbauprogramms. Die Bevölkerung soll aufgerufen werden, auf freiwilliger Grundlage der Stadt Mittel für den Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen. Diese Mittel gibt die Stadtverwaltung den Siedlern zinsfrei mit der Auflage, die Beträge vom Jahre 1960 an zurückzuzahlen. Die zur Verfügung gestellten Gelder können ab 1960 von der Stadt zurückgefordert werden. Dem Vorschlage wurde lebhaftes Interesse entgegengebracht.

Der Beitritt zum neugegründeten Verkehrsverband Ostwestfalen-Lippe wurde einstimmig beschlossen. Dabei wurde vom Gemeinderat eindringlich auf die großen Gefahren hingewiesen, die durch die beabsichtigte Ausweitung des Truppenübungsplatzes Augustdorf auch der Bergstadt Oerlinghausen drohen.

Der Antrag Keller auf Herabsetzung der Grundsteuersätze auf den Stand vom Jahre 1943 wurde dem Finanzausschuß zur Beratung und Wiedervorlage an den Gemeinderat bis zum 31. 3. überwiesen. Schließlich wurde ein Einspruchsausschuß für Fürsorgeangelegenheiten gebildet, bestehend aus 5 Personen unter dem Vorsitz des Stadtdirektors Kindsgrab.