Stadtvertretung ging in die Luft

Schnatgang endete mit einem Blick auf Oerlinghausen von oben - Rat und Verwaltung besichtigten neue Projekte der Bergstadt          

 

Oerlinghausen. Der Schnatgang des Rates und der Verwaltung, an dem auch der Leiter der Hauptabteilung teilnahm und der unter Leitung von Bürgermeister Kramer stand, führte die 16 Teilnehmer zu neuen Projekten der Bergstadt und machte sie mit dem Stand der Arbeiten und weiteren Planungen bekannt. Daß auch Oerlinghausen beachtliche Aufgaben zu bewältigen hat und bereits große Schritte auf dem Wege zur Vollendung der Stadtplanung getan wurden, mag das Fazit dieses Schnatganges sein, das die Kommunalpolitiker und Verwaltungsbeamten ziehen konnten.

Zuerst führte der Weg zur Siedlung Vor Oberbergs, wo man sich überzeugen konnte, daß die Bauten sich von der Südseite doch besser ins Landschaftsbild einfügen, als man zunächst angenommen hatte. Das Bild der Siedlung ist durchaus ansprechend.

Die neue Kläranlage, die im August/September in Betrieb genommen werden soll und für die die Stadt 450.000 DM aufwendet, war das nächste Ziel der „Schnatgänger“. Die Kläranlage wird der Abwasserklärung aus dem Nordteil der Stadt dienen. Nach ihrer Inbetriebnahme wird auch der schlechte und vielbemängelte Geruch der Schopke aufhören. Durch das Schopketal ging man weiter zum neuen Hochbehälter am Südhang des Menkhauser Berges. Er wird gebaut, um Wasser von den Stadtwerken Bielefeld aufzunehmen. Der Süden Oerlinghausens und Lipperreihe sollen nach Gründung eines Verbandes gemeinsam von diesem Behälter aus versorgt werden.

Das Fernheizwerk war eine weitere Station. Der Öltank, der ein Fassungsvermögen von 300.000 Litern hat, wird jetzt zur Probe gefüllt, um festzustellen, ob er auch dicht ist. Die Fundamente für das erste Haus fehlen noch. In den nächsten Tagen soll mit der Montage der Fertigteile, aus denen das Werk errichtet wird, begonnen werden. Mitte Juni sollen bereits die Kessel aufgestellt werden.

Nach kurzer Pause im Hotel-Restaurant Flughafen besichtigte man den Straßenbau in der Südstadt, bei dem die Straßendecke in einer Kombination mit Asphalt und Kraftkalk angelegt wird, die sich für das sandige Gelände als zweckmäßig erwiesen hat.

Jeder Baum, den man irgendwie erhalten konnte, blieb stehen, so daß der Grüncharakter erhalten bleibt. Das Gelände der Firma Gundlacch und die Segelflugschule waren weiteres Ziel. Hier wurden die Oerlinghauser Stadtväter vom stellvertretenden Schulleiter Bernd Bademacher begrüßt. Auf Einladung des Segelflugvereins Oerlinghausen stiegen die Teilnehmer des Schnatganges dann in die schnittigen Vögel und sahen sich ihre Stadt von oben an. Stadtdirektor Witz stieg als erster in die Lüfte. Später hatten die Kommunalpolitiker und Verwaltungsmitglieder Gelegenheit, auch die Oerlinghauser Umgebung von Motormaschinen aus zu betrachten.