Fußgängerzone nur vom Hotel bis zur Kirche

Neuer Vorschlag zur Stadtkernsanierung

 

Oerlinghausen. Die Diskussion um die Stadtkernsanierung reißt nicht ab. Zahlreiche Anlieger haben jetzt der Stadtverwaltung einen Alternativvorschlag zum ASK-Entwurf eingereicht, der vom Oerlinghauser Architekten Fritz Oberdieck erarbeitet worden ist. Der frühere FDP-Ratsherr ist gebürtiger Oerlinghauser und seit Jahrzehnten mit den Belangen städtischer Planung vertraut.

Die Kernpunkte des Vorschlages von Fritz Oberdieck sind folgende: Eine Fußgängerzone sollte nur vom Stadthotel bis zur Kirche auf einer Länge von etwa 300 Metern eingerichtet werden. Zum Vergleich: Das ASK-Büro schlägt ein Fußgängerzentrum vom Marktplatz bis Kirche vor. Nach Ansicht von Oberdieck sollten Tönsbergstraße, Jägerstraße und „Auf dem Berge“ zu Fußgängerbereichen erklärt werden. Kfz-Verkehr hier nur für Anlieger. Am Howeweg sollten Parkstreifen, allerdings höchstens in 6 Metern Breite angelegt werden. Die Gärten müssen nach Meinung von Architekt Oberdieck erhalten bleiben.

Ein weiteres Ladenzentrum könnte nach den Vorstellungen von Architekt Oberdieck zwischen Ravensberger- und Rathausstraße entstehen. Dann müßte allerdings das alte Gymnasium zum Teil abgerissen werden. Die Anlieferung der Geschäfte, die in dreigeschossigen Bauten (davon zwei Wohngeschosse) untergebracht werden sollten, sollen nach dem Alternativvorschlag über Schulstraße, Reuterstraße und Postweg erfolgen. Im Rest-Gymnasium könnten, so Oberdieck, Altentagesstätte, Stadtbücherei, Verkehrsamt, DRK und anderen Verbände eine neue Bleibe finden.

Parallel zu diesem Vorschlag möchte der Architekt auch rund um den Marktplatz ein Ladenzentrum wissen. Dazu müßte jedoch die Zeppelinstraße über die Marktstraße hinaus verlängert werden. Fritz Oberdieck: „Ich bin mir klar darüber, daß diese Pläne nicht vor zehn, zwanzig Jahren verwirklicht werden können. Aber drei kleinere Ladenzentren sind meines Erachtens für unsere Stadt wichtiger als ein ‚Riesenschlauch‘ von Marktplatz bis Kirche.“

Piet