Rohre rauf und runter - fast wie in den Alpen
Halbzeit bei der 2. Wasserförderleitung / In Oerlinghausen schwierig
Viel schwieriger kann es in den Alpen auch nicht sein: Die Verlegung der zweiten Bielefelder Wasserförderleitung, die das Trinkwasser aus der Senne über den Rücken des Teutoburger Waldes in die Stadt Bielefeld schleusen soll, bietet zwischen dem Schopketal und dem Menkhauser Berg bei Oerlinghausen ein imposantes Bild.
Herauf und runter müssen sich hier die Rohre ihren Weg bahnen, von einem Hügel hinunter in eine tiefe Schlucht und wieder den Berg hinauf. Die Wasserleitung mit ihren 70 cm Durchmesser windet sich wie eine riesige Schlange durch den Wald.
„Es ist schon eine interessante Ingenieuraufgabe“, sagt Dipl.-Ing. Rudolf Diekmann, der Leiter des Bielefelder Wasserwerks. Ständig wechselt der Boden. Einmal taucht lockerer Sand im Untergrund auf, dann wieder Kalkfels.
Bei der Verlegung der rund 20 Kilometer langen Förderleitung, die einen Kostenaufwand von 6,4 Millionen DM erfordert, ist die Halbzeit inzwischen vorüber. „Mehr als zehn Kilometer haben wir bereits verlegt“, sagt Diekmann.
Unterhalb des Menkhauser Berges bei Oerlinghausen treffen nächste Woche zwei aufeinander zu arbeitende Kolonnen zusammen. Neben diesen beiden Bauabschnitten sind vier weitere in vollem Gang: am Wasserwerk V, in Stukenbrock, am Hellweg in Bielefeld und die Strecke zwischen dem Feuerwehrhaus in Ubbedissen über den Scherenkrug zum Ausgleichsbehälter in Oerlinghausen. Die festgesetzten Termine können voraussichtlich eingehalten werden.
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