Ausbau des Oerlinghauser Flughafens wird in Abschnitten realisiert
Im Herbst Baubeginn / Flieger wurden geehrt / Hauptversammlung der Flughafengemeinschaft
Oerlinghausen. Es sei gut gewesen, die Segel- und Motorsportfliegerschule des Landes NRW nach Oerlinghausen zu holen, sagte Bürgermeister Kramer, Vorsitzender der Flughafengemeinschaft Oerlinghausen mit den ihr angehörenden 15 Vereinen am Sonnabend im Stadthotel. Nicht zuletzt habe es die Flughafengemeinschaft Oerlinghausen der tatkräftigen finanziellen Hilfe des Landes NRW zu verdanken, daß so viel erreicht worden sei. Kramer, der in seine Grußworte noch ein ehrendes Gedenken an den verstorbenen Lutz Beckmann einbezog, verwies darauf, daß „ein hartes Jahr der fliegerischen Arbeit“ vergangen sei.
Fred Weinholz (Herford), vom Flugleiter Friedel Wilmskötter als erfolgreichster Flieger des Jahres 1964 gefeiert, ehrte die Sieger des dezentralen Wettbewerbs. Er betonte, die erreichten Punktzahlen bewiesen, daß die Piloten aus der Flughafengemeinschaft auch im Streckenflug „auf dem Vormarsch“ seien. Kritische Worte fand Weinholz für die ungenügenden Wettbewerbsausschreibungen.
Unter Beifall teilte Fred Weinholz mit, daß Frank Maack (Herford) einen Jugendwanderpreis gestiftet habe, der jeweils dem besten jugendlichen Flieger verliehen werden solle. Dank sagte Weinholz der Stadt Oerlinghausen, die den Segelflugsport tatkräftig unterstützt habe und sicherlich auch weiter helfen werde.
Heiner Halfmann konnte den Walter-Bartels-Pokal zum zweitenmal an sich bringen. Halfmann erhielt aus der Hand von Friedel Wilmskötter zusätzlich zwei von Walter Bartels gestiftete Erinnerungspokale; den dritten bekam Bruno Tiemann (Detmold), der 1960 den Walter-Bartels-Pokal zum ersten Male errungen hatte. Mannschaftssieger im dezentralen Wettbewerb 1964 wurde der Herforder Verein für Luftfahrt […..] leistungsstarken kleinen Luftsportverein Rheda.
Die Einzelsieger waren: 1. Erich Kiffmann (Gütersloh), 2. W. Lück (Herford) und 3. Walter Bartels (Gütersloh). Goldene, silberne und bronzene Plaketten waren der bescheidene Lohn für die erzielten sportlichen Höchstleistungen. Stürmisch gefeiert wurde der Jugendsieger Georg Landwehr aus Rheda.
Geschäftsführer Karge, Sennestadt, (der rechte Mann am rechten Platz!) sagte, daß für den Flugplatz Oerlinghausen ein Generalausbauplan aufgestellt worden sei, mit dessen Verwirklichung in einem ersten Abschnitt noch im Herbst diesen Jahres begonnen werde. Für die geplanten Maßnahmen seien erhebliche Zuschüsse in Aussicht gestellt. Verstärkt werden soll die Rücklage für den Bau eines Fliegerheimes. Karge meinte, daß die Pläne in zwei bis drei Jahren realisiert werden könnten; was bedeutet, daß Paul Kardinal die unansehnlich gewordene Holzbaracke in absehbarer Zeit verlassen kann!
Karge sagte im Flugbericht: „Im Jahre 1964 wurden auf dem Flugplatz Oerlinghausen Flugleistungen erzielt, die alle Leistungen der Vorjahre weit übertreffen. Obwohl der Platz nur auf der Westseite benutzt werden konnte, wurden 28.000 Starts durchgeführt!“ Erfreulich sei es, festzustellen, daß das Jahr 1964 ohne nennenswerte Störungen verlaufen sei.