Bahnübergang des Todes
Leserbrief an die Freie Presse
Auf der Eisenbahnstrecke Bielefeld-Lage befindet sich seit dem 9.2.1963 der Bahnübergang des Todes. In Höhe des Bahnhofes Oerlinghausen ist der unbeschrankte Bahnübergang auf der Grester Straße in Asemissen. Dieser Bahnübergang ist nur durch ein Warnschild und ein Schild gekennzeichnet, welches eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 20 km/h bis zum Gleis fordert. Dieser Bahnübergang forderte in den letzten sechs Jahren drei schwere Unfälle. Den letzten, der sich am 9.2.1963 gegen 19 Uhr ereignete, mußte eine 44-jährige Frau mit dem Leben bezahlen, und ein zweijähriges Kind schwebt auch immer noch in Lebensgefahr. Wird von Seiten der Bundesbahn und der Regierung wirklich alles getan, was ein Menschenleben schützen soll? Nach meiner Auffassung gehört an so einen gefährlichen Bahnübergang, welcher eine Straße mit regem Verkehr kreuzt, eine Schranke oder eine Blinklichtanlage. Ich hoffe, daß unter den Lesern dieses Artikels eine beherzte Person ist, die ein wenig Einfluß bei der Bundesbahn oder beim Landtag hat und sich dieser Sache einmal annimmt. Es wird Zeit, daß sich die zuständigen Stellen um diesen Bahnübergang einmal kümmern, bevor noch weitere schwere Unfälle dort passieren.
Dieter Rother
Asemissen
Buchenstraße 148