Schüler-Recherchen zum Thema Altlasten

Leserbrief - Betr.: „Altlast“ am Landerweg in Oerlinghausen

 

Wir, die Klasse 9a der Hauptschule Oerlinghausen, haben uns im Wirtschaftskundeunterricht mit dem Thema „Altlasten“ beschäftigt. Besonders das Gebiet am Landerweg hat uns interessiert, weil sich auch dort früher eine Mülldeponie befand, die heute aber zugeschüttet ist. Wir haben verschiedene ältere Oerlinghauser Bürger interviewt, u. a. Herrn Soll und Herrn Friedhoff, um Informationen über die Entstehung der Mülldeponie zu bekommen. Anschließend wurden Vertreter der Stadtverwaltung, Herr Eickelmann und Frau […..] (das Bauamt war leider in Terminnot), von uns interviewt.

Folgende Informationen möchten wir an dieser Stelle zusammentragen: Früher stand in dem Tal eine Brauerei, von der unter dem Müll allerdings nur noch der Eiskeller steht. Bis ca. 1955 war im Landerbusch eine wilde Müllkippe, die mit der ersten Müllabfuhr in Oerlinghausen öffentlich wurde. Das Tal wurde immer mehr mit Müll zugeschüttet. Bald darauf gab es Ratten- und Heuschreckenplagen, auch brannte die Deponie häufiger. Die im Tal befindlichen Trinkwasserquellen wurden zugeschüttet. Darauf, daß es sich bei diesem Gebiet um ein Vogel- und Naturschutzgebiet handelte, nahm man keine Rücksicht.

Die Mülldeponie besteht aus zwei Drittel Hausmüll, Schrott, Gartenabfällen und aus einem Drittel Bauschutt. In Zukunft beabsichtigt die Stadt, über diese Altlast eine Umgehungsstraße zu bauen. Angeblich geht von dieser Deponie keine Gefahr für die Bevölkerung und das benachbarte Wasserschutzgebiet aus.

Wir haben daraus gelernt, daß es in Zukunft nicht nur um die Frage gehen kann, wie Müll am sinnvollsten zu beseitigen ist. Vielmehr muß es gelingen, mehr umweltschützende Produkte herzustellen und die Produktion von Müll zu drosseln.

 

Klasse 9a der

Hauptschule Oerlinghausen