Auf schonende Weise saniert
wird zur Zeit die Bruchsteinmauer in der Tönsbergstraße, direkt oberhalb der Alexanderkirche. Statt wie früher geschehen, die ganze Mauer abzureißen und von Grund auf zu erneuern, wird jetzt versucht, ökologisch vorzugehen, um Fauna und Flora nicht auf Jahrzehnte zu vergraulen. Bekanntlich hat sich in diesen Mauern aus Muschelkalk Leben entwickelt, das sonst nur im Mittelmeerraum zu finden ist. In festverfugten Mauern mit Betonzement haben wärmeliebende Pflanzen wie z. B. das Zimbelkraut keine Chance. Jetzt wird versucht, die Mauer auf zwei Arten zu befestigen. Zum einen werden an bestimmten Stellen Löcher in die Mauer gebohrt und Stahlstangen so tief wie möglich hineingeschoben. Zum anderen wird durch die Löcher mit Hochdruck Beton gegossen, um Hohlräume und Risse im Inneren zu versiegeln (Bild rechts). Eine spezielle Drainage hinter dem Mauerwerk soll vor Durchnässung schützen. Die Frontseite der Bruchsteinmauer bleibt jedoch im wesentlichen erhalten. Begleitet werden die Arbeiten vom Amt für Heimatpflege in Detmold, das einen besonderen Service für die Sanierung solcher Mauern anbietet. Auf diese ökologisch sensible Sanierung hat der Ausschuß für Umwelt, Natur und kommunale Entwicklungsverantwortung - und hier insbesondere die FDP-Fraktion - lange Zeit hingearbeitet. Im vergangenen Jahr wurde nach einem Antrag der Liberalen zwischen Ausschuß und Bauamt dahingehend Einigung erzielt, daß überall dort schonend saniert wird, wo es möglich ist.
[Bild: SU Foto: Lahr]