Das Kanalnetz konnte die Schlammmassen nicht aufnehmen
Abwässer sammelten sich in einem Tümpel
Oerlinghausen (Piet). Immer häufiger fahren Kanalreinigungsfirmen die städtischen Kanalschächte an, um dort ihren Abfall loszuwerden. Das bestätigte in der letzten Ratssitzung Bauamtsleiter Friedel Potthast auf eine Anfrage des SPD-Fraktionssprechers Friedrich Hönecke. Potthast erklärte, daß die Stadt künftig schärfer durchgreifen werde. Einem Unternehmen sei bereits angedroht worden, die Geschäftsbeziehungen abzubrechen, falls sich solche Dinge wiederholen sollten.
Friedrich Hönecke hatte sich in seiner Anfrage auf eine private Klärgrube am Landerweg bezogen, die seit Jahren nicht leergepumpt worden sei und deren Abwässer jetzt die Schopke verunreinigten. Potthast: „Es stimmt, daß die Kläranlage leergepumpt worden ist. Als die ausführende Firma die Abwasser in unser Kanalnetz eingeleitet hat, ist der Schacht übergelaufen.“ Rund vier Kubikmeter Schlamm hätten sich, so Potthast, in einem Tümpel mit etwa hundert Kubikmetern Regenwasser vermengt.
Auf Einspruch der Stadt sei die Firma sofort darangegangen, diesen Tümpel leerzupumpen. Potthast: „Wir haben das Unternehmen darauf hingewiesen, daß wir Schadenersatzforderungen stellen werden, wenn das Grundwasser verunreinigt worden sein sollte.“