Mißverständnisse über die L 751

Offener Brief an RP

 

Oerlinghausen. Dr.-Ing. Siegfried Hoener aus dem Landerweg 25, der vom Neubau der L751 neu betroffen ist, hat dem Regierungspräsidenten Walter Stich in Detmold einen „Offenen Brief“ geschickt und darauf hingewiesen, daß die neue Straße keine innerstädtische Entlastung bringe, sondern weiteren Verkehr anziehen werde. Hoeners „Offener Brief“ hat folgenden Wortlaut:

„In Gesprächen mit Bürgern der Stadt Oerlinghausen ergab sich, daß Mißverständnisse über den Zweck der L 751n bestehen. Viele gehen von der irrigen Annahme aus, die L 751n würde zur Entlastung der Robert-Koch-Straße und der Holter Straße in Oerlinghausen gebaut. Richtig ist jedoch, daß die L 751n als überregionale Verbindung zwischen der A 33 im Süden sowie der B 66 und der A 2 im Norden des Teutoburger Waldes sowie als Umleitungsstrecke für die BAB geplant wird.

Wie praktische Erfahrungen zeigen, ziehen neue Straßen aus einem weiten Umkreis den Verkehr an, so daß zu erwarten ist, daß in Oerlinghausen ein Vielfaches des jetzigen Verkehrs den Teutoburger Wald überqueren wird.

Diese Zusammenhänge ergeben sich eindeutig aus den Straßenbauplänen für Ostwestfalen-Lippe, die beim Landesstraßenbauamt eingesehen werden können.

Bitte geben Sie alle vorliegenden Fakten und Planzahlen, die den überregionalen Verkehr und dessen Verschiebungen in realistischer Weise berücksichtigen, öffentlich bekannt, damit die Diskussionen versachlicht werden. Sollten die vorliegenden Zahlen, wie zu vermuten ist, da das sog. Hinterleitner-Gutachten die überregionalen Verschiebungen außer Acht läßt, nicht ausreichen, dann muß deren objektive Ermittlung durch eine unabhängige Instanz gefordert werden.“