SPD - Notwendigkeit der Umgehungsstraße nach Gutachten „zweifelsfrei erwiesen“

Absage an vierspurigen Ausbau der Robert-Koch-Straße: „Kommt nicht in Frage!“

 

Oerlinghausen (Pfeif.). „Als zweifelsfrei erwiesen“ bezeichnet die SPD-Fraktion nach Erstellung des Verkehrsgutachtens die Notwendigkeit der Umgehungsstraße. Das wurde am Wochenende in einem Gespräch deutlich, das die NEUE WESTFÄLISCHE mit Bürgermeister Erich Diekhof und dem Fraktionsvorsitzenden Friedrich Hönecke führte. Gleichzeitig erteilte die SPD-Fraktion einem „vierspurigen Ausbau der Robert-Koch-Straße“ eine klare Absage. Die SPD: „Das kommt für uns gar nicht in Frage. Wir würden damit nur die Verkehrsbelastung dieser Straße erhöhen. Auch würden die Ortsbereiche Steinbült und Küsterfeld durch Verkehrslärm und Abgase erheblich beeinträchtigt.“

Die SPD hat in einer Fraktionssitzung beschlossen, die Umgehungsstraße nach „Fall II und Fall III wie vorgesehen zu bauen“. Im Süden sollten zwei Anschlußstellen vorgesehen werden: Einmal sollte der Stukenbrocker Weg bis zur Umgehungsstraße verlängert werden, damit die Bewohner der Südstadt gleich auf die neue Straße fahren können und so die Holter Straße auch vom Zielverkehr entlastet wird. Außerdem sollte nach Meinung der SPD der Hellweg bis zum Stukenbrocker Weg als Gemeindeverbindungsstraße ausgebaut werden, damit der Verkehr in Richtung Stukenbrock an der Südstadt vorbeigeführt werden kann. Nach Ausbau des Hellweges sollte dann der Stukenbrocker Weg von Norden her bis zum Hellweg für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Die SPD: „Wenn das durch Schilder nicht erreichbar ist, muß der Stukenbrocker Weg zur Sackgasse werden, ohne daß ein Anschluß an den Hellweg erfolgt.“

Damit der Ortsteil Lipperreihe durch die Umgehungsstraße nicht zerschnitten wird, sollte der Heideweg nach Meinung der Fraktion mit der Dalbker Straße durch eine Überführung über die Umgehungsstraße verbunden werden.

Zum Thema Landschaft erklärten die SPD-Vertreter: Natürlich wird durch eine Umgehungsstraße Landschaft zerstört, genauso übrigens wie durch eine Wochenendhaussiedlung in einem Waldgelände. Unsere Gesellschaft hat sich allerdings mit übergroßer Mehrheit für den Individualverkehr, für den Pkw, entschieden. Auch wer das bedauert, kommt an dieser Tatsache nicht vorbei. Ein Stadtrat kann das nicht ändern. Mit Nachdruck wiesen sowohl Hönecke als auch Diekhof darauf hin, daß das Landesstraßenbauamt die Bestimmungen des Immissionsschutzgesetzes zu beachten habe. Das gelte natürlich auch für das Anschlußstück Stukenbrocker Weg. Erich Diekhof: „Auf den Lärmschutz werden wir bei der Planung unsere besondere Aufmerksamkeit richten“.

Dem FDP-Vorschlag - den die NEUE WESTFÄLISCHE vor einigen Tagen vorstellte, erteilt die SPD eine Absage. Die SPD-Vertreter: „Dieser Vorschlag ist in ähnlicher Form schon früher einmal präsentiert worden. Damals wurde festgestellt, daß diese Variante nicht besser ist als die alte Planung durch den Menkhauser Berg, da sie das Schopketal erheblich in Mitleidenschaft führen würde“. Eine Verwirklichung von Plan II bringt nach Meinung der SPD nur eine Teilentlastung der Robert-Koch-Straße, da der Zielverkehr zur Südstadt weiterhin diese Straße benutzen würde. Den Lärmbelästigungen im Steinbült könne man, so die SPD, damit begegnen, daß der Straßendamm an der Stadtseite um etwa zwei bis drei Meter höher gezogen wird, so daß die Fahrzeuge hinter dieser Dammerhöhung „verschwinden“ können.