CDU will Stadt Bielefeld an den Lasten der Umgebung beteiligen
Informations-Schnatgang / Donnerstag diskutiert Rat Oerlinghausen
Oerlinghausen (PS). Zu einem Besichtigungsspaziergang hatte die CDU-Fraktion interessierte Bürger, Ratsmitglieder und Sachkundige eingeladen. Der Informationsgang begann am Schulzentrum, wo anhand von Flächennutzungsplan, Fotos und topographischer Übersicht der Alternativvorschlag der CDU zur beabsichtigten Trassenführung der vielumstrittenen Umgehungsstraße deutlich gemacht wurde. An Ort und Stelle erläuterten Fraktionsvorsitzender Kaczmarek und sein an der Ausarbeitung des Vorschlags sehr aktiv beteiligter Kollege Blume dem kleinen Häuflein interessierter Oerlinghauser, wie sie sich den Verlauf der Straße vorstellen.
Es spricht in der Tat alles dafür, daß man sich dieses Vorschlags weiterhin annimmt - folgenden Pluspunkte gegenüber dem bis jetzt geltenden Plan liegen deutlich auf der Hand: Da die Bielefelder ihren Weg über diese Umgehungsstraße nehmen und damit für den übergroßen Anteil am Verkehrsaufkommen sorgen werden, erscheint es nur recht und billig, wenn sie auch einen Teil der Lasten tragen und - wie von der CDU vorgeschlagen - ein Teil der Trasse über Bielefelder Gebiet führt.
Die Trasse, die am Rollkrug beginnend die […..] mit dem Hellweg verbinden soll, umgeht den Menkhauser Berg, kreuzt die Lämershagener Straße unterhalb des Schneegatters, überquert einmal den Schopkebach, führt über das Wöstenfeld, streift den Hermannsweg, umgeht die Gräfinghagener Berge, umgeht ebenfalls den Menkhauser Berg, kreuzt in Nähe des Jugendheims den Menkhauser Bach, führt - ohne Zerschneidung des Wochenendwohngebietes - vorbei am Bartholdskrug und mündet in Höhe des Sandabbaugebietes/Obere Reihe auf den Hellweg. Bei dieser Trassenführung wäre nur eine minimale Abgrabung notwendig, eine geringfügige Aufstockung an einer Stelle genügte - der Verlauf paßt sich in idealer Weise den natürlichen Gegebenheiten an, außerdem würden Nutz- und Naturflächen kaum zerstört.
Mit diesem Verlauf erübrigte sich die eingreifende Zerschneidung des Menkhauser Berges, könnte das Sandabbaugebiet im Schopketal rekultiviert, das Schopketal durch lärmbehindernde Anschüttungen ganz geschützt und in seiner Eigenart erhalten bleiben. Oerlinghausen wäre nicht isoliert, der Verkehr nach Bad Salzuflen und Detmold wälzte sich trotzdem nicht durch die Bergstadt, und die befürchtete Mehrbelastung durch Verkehr und Verkehrslärm blieben aus.
Durch weiteren Ausbau des Hellweges könnte außerdem der Flugplatz besser an den Verkehr von außerhalb angebunden werden. Mitglieder der CDU-Fraktion der Bergstadt meinen sogar, daß sich für Bielefeld im Falle der Realisierung dieses Vorschlags der Ausbau der Straße über den […..] möglicherweise erübrigt.
Am Donnerstag soll der Alternativvorschlag, über den man sich durch Begehung der Strecke, eingehende Gespräche und […..] genauestens informierte, im Rat diskutiert werden.
[Bild: Am Flächennutzungsplan der Stadt Oerlinghausen und anhand von Fotos sowie topographischen Karten erläuterten CDU-Fraktionsvorsitzender Kaczmarek und Kollege Blume ihre Vorstellung vom Verlauf der Umgehungsstraße. Foto: Prinz]