SPD fordert eine kontinuierliche Sanierung des alten Kanalnetzes

Der Wolkenbruch vom 7. Juli veranlaßte Antrag für den Bauausschuß

 

Oerlinghausen. Zwar sind die Schäden weitestgehend beseitigt, die das große Unwetter am Abend des 7. Juli anrichtete (die NW berichtete), doch wird sich der Bau- und Planungsausschuß während seiner nächsten Sitzung eingehend mit den Auswirkungen des „Jahrhundertregens“ auseinandersetzen müßten. Mit einem entsprechenden Anliegen wandte sich die SPD-Ratsfraktion jetzt an den Vorsitzenden des Bau- und Planungsausschusses, Adolf Bembenek.

In dem von Martin Weber unterzeichneten Schreiben der Sozialdemokraten heißt es: Die starken Regengüsse während des Unwetters am Abend des 7. Juli haben in weiten Teilen der Stadt zu teilweise erheblichen Schäden geführt (die Feuerwehr spricht von mehr als 60 überfluteten Kellern). Insbesondere die Robert-Koch-Straße sowie die angrenzenden Gärten am Landerweg wurden durch vom „Küsterfeld“ herabstürzende Wassermassen überflutet und mit Schlammmassen bedeckt.

Wenn auch hier von einem Jahrhundertregen gesprochen werden kann, möchte ich diese Vorgänge dennoch zum Anlaß nehmen, Sie im Namen der SPD-Mitglieder im Bau- und Planungsausschuß zu bitten, folgenden Antrag in die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses aufzunehmen:

Der Bau- und Planungsausschuß fordert die Verwaltung auf, dem Ausschuß umgehend eine detaillierte Aufstellung über den Zustand des städtischen Kanalnetzes vorzulegen. Besonderes Augenmerk ist hierbei auf den baulichen Zustand und den Querschnitt der teils mehr als 50 Jahre alten Kanäle zu legen.

Entsprechend der Untersuchungsergebnisse ist das dem Ausschuß in der Sitzung vom 27. Juni vorgelegte Abwasserbeseitigungskonzept zu überarbeiten und zu aktualisieren. Ziel der Planungsüberlegungen muß es sein, Wasserschäden, wie sie durch das Unwetter am 7. Juli verursacht worden sind, weitestgehend zu vermeiden.

Trotz der angespannten Haushaltslage der Stadt ist für die nächsten Jahre neben dem Bau neuer Abwasserleitungen eine systematische und kontinuierliche Sanierung der vorhandenen Kanäle anzustreben.

Daß sich für solche „Jahrhundertregen“ keine absoluten Sicherheitsvorkehrungen treffen lassen, dürfte allen Verantwortlichen in Rat und Verwaltung aber auch dem einzelnen Bürger klar sein. Dennoch sollten insbesondere alle Hausbesitzer nochmals auf die Verpflichtung der eigenen Vorsorge wie den Einbau von Rückstauventilen etc. hingewiesen werden.