Stammtisch Alt-Oerlinghausen ist ein Erfolgsmodell

Alt-Oerlinghausen: 550 Interessierte im vergangenen Jahr. Senne-Film über das Dorf Haustenbeck

 

[Bild: Der Vorstand des Stammtisches: Helmut Bracht (Vorsitzender, v. 1.), Werner Nowak, Werner Höltke (Ehrenvorsitzender), Horst Diekhof, Inge Berghoff, Klaus Ober und Fritz Holzkamp | © Horst Biere]

Oerlinghausen. Oerlinghauser Geschichte ist ein echter Renner. Diesen Eindruck gewinnt wohl jeder Interessierte, der an den monatlichen Vortragsabenden im stets übervollen Jägerhaus teilnimmt. Das zeigt aber auch schon ein Blick auf die nüchternen Besucherzahlen, die Werner Nowak, Schriftführer des "Stammtisch Alt-Oerlinghausen", jetzt präsentierte. "3.100 Besucher haben wir in einem Zehnjahreszeitraum festgestellt", bilanzierte er auf der jüngsten Veranstaltung.

Bemerkenswert ist nach Nowaks Worten vor allem die steigende Tendenz der Besucherzahlen. "Waren es im Jahr 2005 nur 120 Besucher, so verzeichnete der Stammtisch im Jahr 2015 insgesamt etwa 550 Gäste". Kurz beleuchtete er die zwölf Vorträge des vergangenen Jahres (Weberpark, Film über Tweten, Kriegsende in Oerlinghausen, oder Arbeiter-Sportverein), bevor ein Filmbeitrag über die Senne und das verlassene Dorf Haustenbeck begann.

Fritz Holzkamp stellte in diesem Film eine Busfahrt durch den Truppenübungsplatz bis zu den Überresten von Haustenbeck vor. Das Dorf, das jahrhundertelang in der Senne existiert hatte, musste 1936 dem Truppenübungsplatz weichen. Alle Anwohner der damals blühenden Dorfgemeinschaft wurden umgesiedelt, einige Familien kamen auch nach Oerlinghausen.

Nur noch wenige Ruinen, wie zum Beispiel die der alten Dorfkirche, erinnern an das verlassene Dorf. Ein bleibender Hinweis auf die Bewohner findet sich lediglich noch auf dem alten Friedhof. Auf Grabsteinen und am Kriegsehrenmal sind die Namen vieler Haustenbecker Bürger verzeichnet.

Anschaulich für die Besucher des Stammtisches im Jägerhaus wurde das Leben in der alten Dorfgemeinschaft durch eine überraschende Bilderpräsentation von Klaus Ober dargestellt. Auf vielen Archivbildern zeigte er nach dem Filmbeitrag von Fritz Holzkamp die historischen Häuser und Höfe Haustenbecks - so wie sie vor fast 100 Jahren noch vorzufinden waren.