Entwurf Ostern 1945
Zusammenfassung von Fritz Soll sen.
Der Krieg ging mit Riesenschritten seinem Ende entgegen.
Bomben waren bis jetzt noch nicht auf Oerlinghausen gefallen.
Aber Zuschauer der Bombardierungen von Bielefeld waren die Oerlinghauser gewesen, insbesonders am Sonnabend den 30. September 1944.
Am 27. Februar 1945 prallte dann ein englischer Jagdbomber gegen den Tönsberg.
Am 7. März eroberten die Amerikaner die Brücke von Remagen.
Am 30. März eroberten die Amerikaner die Stadt Paderborn.
Das Grollen der näher rückenden Front war in Oerlinghausen zu hören.
Am selben Tag wurde bei Lippstadt der Ruhrkessel geschlossen.
In der Nacht vom 29. zum 30. März wurde Oerlinghausen mit Munition zur Verteidigung beliefert, von Detmold. Im Rathauskeller gelagert.
Am 30. März wurde der Kampfkommandant für Oerlinghausen berufen durch Generalmajor Becher der in Bielefeld seinen Kommandobunker hatte. Sein Verteidigungsbereich erstreckte sich von Halle bis Horn. Dafür standen ihm 7.000 deutsche Soldaten aus allen möglichen Wehrmachtsteilen zur Verfügung. Am 30. März wurde abends spät der Volkssturm von Oerlinghausen aufgerufen, um die 4 Panzersperren zu besetzen. Nach Mitternacht wurde der Alarm für den Volkssturm aufgehoben.
Am 30. März wurde mit dem Bau der vierten Panzersperre begonnen. Diese wurde aus Ziegelsteinen gebaut und stand zwischen Geiger - Hauptstraße und Rolfing (Heißenberg) Hauptstraße.