Anlieger der Robert-Koch-Straße

Blick vom Tönsberg aus der Neuen Westfälischen

 

Die Diskussion um die Umgehungsstraße scheint die Bürger in zwei Lager zu spalten. Bedauerlich dabei ist, daß der Streit Dimensionen angenommen hat, die der ganzen Sache wenig dienlich sind. Es ist natürlich das gute Recht der Straßengegner, sich erneut zu Wort zu melden und sogar den Petitionsausschuß anzurufen, auch wenn die Argumente von vorgestern stammen. Ebenso verständlich ist die Gegenreaktion der Anlieger der Robert-Koch-Straße, die nun Transparente aufgezogen und Schilder aufgestellt haben mit der Forderung „Rettet uns vor den Rettern". Die Wahrheit liegt - wie so oft - in der Mitte. Die einen wollen die Natur und Landschaft schützen, die anderen sind es leid, Lärm und Abgase in ihren Wohn- und Schlafräumen zu haben.

Nun könnte man natürlich sagen, der Schutz der Natur ist wichtiger. Auch das mag für Außenstehende ein Argument sein. Allerdings: Den Robert-Koch- und Holter-Straße-Anliegern hat man diese Straße, über die täglich zwischen 16.000 und 20.000 Fahrzeuge rollen, damals aufgedrückt mit dem Versprechen, man werde den Verkehr über eine andere Entlastungsstraße führen, eben die, um die jahrelang gerungen wurde und die jetzt endlich gebaut wird.