Protokollbuch – Kommunalweg nach Stukenbrock

Protokollbuch der Dorfschaft Oerlinghausen vom 18. Juni 1844

 

Communalweg in der Senne, Wall und Graben daselbst, Anstellung des Holzaufsehers und das Laubholen und Viehhüten im Menkhausen Berge betr.:

 

Oerlinghausen den 18. Juni 1844.

 

Auf geschehene Vorladung versammelten sich bei dem Vorsteher L. Nagel die unterzeichneten Vorsteher und die Deputirten Buckup, Lübbertsmeyer, Hölter und Gröppel um zu berathen:

1. wie wir uns bei dem verseyenden (?) Bau des Communal - Weges durch die Senne bis zur Preuß. Grenze beim Brokhofe [Anmerkung: Stukenbrocker Weg] an den Kosten betheiligen wollen.

2. Ob und auf welche Weise wir einen Wall und Graben um den uns zugefallenen Theil in der Senne anlegen wollen.

3. was für einen Holzaufsehen wir engagiren und wieviel Gehalt demselben ausgesetzt werden solle, und

4. wie wir uns gegen den Meyer zu Menkhausen auf dessen Vorstellung an wohllöbl. Amt hierselbst das Laub und Viehhüten im Menkhauserberge betreffend erklären wollen.

Nach geschehener Berathung wurde beschlossen:

ad. 1 solle von der Dorfschaft zur Instandsetzung des fragl. Communalweges 70 Rtl. bewilligt und jährlich pro raten der fertig gewordenen Ruthenzahl gezahlt werden.

ad. 2 müsse der Beschluß ausstehen bis mit den Bewohnern der Lippischen - Reihe über ihre Betheiligung an der Anlage dieses Walles Rücksprache genommen sey.

ad. 3 es solle an den Forstmeister Wagner geschrieben und angefragt werden, ob wir gegen einen jährlichen Gehalt von Rtl. 70 und Exceßgebüren so weit solche beigetrieben werden können, einen unverheiratheten guten und soliden Mann der sein Fach als Waldschütz versteht und bei etwagigen Culturen mitarbeitet haben können und ob derselbe uns einen solchen Vorschlägen könne.

ad. 4 solle dem Meyer zu Menkhausen geantwortet werden, das es bei der bisherigen Benutzungsart der fragl. Berge sein Bewenden haben müsse.

 

gez. C. L. Nagel,

F. Hildebrand