Kramer ist nicht mehr Leiter der Müllerburg

Änderung der Betriebsstrukturen als Grund

 

Oerlinghausen (SL). Heinz Kramer, langjähriger Leiter des AWO-Alten-heims „Müllerburg", hat vergangene Woche sein Amt niedergelegt. Grund ist die neue Betriebsstruktur innerhalb des Bezirksverbandes der Arbeiterwohlfahrt in Bielefeld. Durch die Dezentralisierung von Verwaltungsaufgaben, die am 1. März wirksam werden soll, sieht sich Kramer in seinem sozialen und kulturellen Einsatz für die Senioren zu weit eingeschränkt.

„Wir haben einen Auflösungsvertrag mit ihm geschlossen", erklärte Klaus Dannhaus, stellvertretender Bezirksgeschäftsführer auf Anfrage der NW die näheren Umstände. „Heinz Kramer konnte sich im neuen Konzept nicht wiederfinden. Er hatte eine andere Vorstellung von Heimleitung."

Nach den Vorgaben des AWO-Bezirksverbandes müssen sich die Heimleiter künftig mehr mit Verwaltungstätigkeiten beschäftigen. „Wir wollen vor Ort die Entscheidungsbefugnisse stärken", so Dannhaus. Das sieht so aus, daß die Personalentscheidungen dann komplett im Altenheim getroffen werden, die Budgetverantwortung für den Wirtschaftsplan ebenfalls beim Heimleiter liegt. „Der Bezirksverband übernimmt eine Beratungsfunktion." Die verwaltungsmäßige Abwicklung und die Finanzbuchhaltung werden weiter von Bielefeld übernommen. „Man kann nicht nur die betreuerischen Aspekte sehen", erläuterte Dannhaus die Vorgehensweise der AWO.

Die Heimleitung der „Müllerburg" wurde kommissarisch von Frank-Peter Krautz, dem Leiter des Frieda-Nadig-Hauses in Bielefeld-Sennestadt, übernommen. Intern wurde die Stelle von Kramer bei der Arbeiterwohlfahrt schon ausgeschrieben, die externe Ausschreibung soll folgen.

[Bild: Heinz Kramer legte die Heimleitung der „Müllerburg" nieder. Foto: Archiv]