Erstausgabe des „Burgkurier“ ging bereits weg „wie warme Semmeln“
Seniorenteam gibt jetzt eigene Heimzeitung heraus
[Bild: In einem Volkshochschulkurs sammelten die »Müllerburger« ihre Informationen zum Thema »Medien«, dann ging es an die Produktion des »Burgkuriers«. Die Erstausgabe der Heimzeitung fand bereits reißenden Absatz. Mit im Bild Heimleiter Heinz Kramer (3.v.r.) und Fritz Soll (2.v.r.), der die Arbeit der Hobbyredakteure tatkräftig unterstützt. Foto: Piper]
Oerlinghausen (A.P.). »Hurra, es ist geschafft!«. Seit Dezember ist Oerlinghausen um eine ganz besondere Zeitung reicher. Die Bewohner des Alten- und Pflegeheimes Müllerburg haben mit viel Fleiß und Engagement das Mitteilungsblatt »Burgkurier« produziert. Die Erstausgabe ging bereits weg »wie warme Semmeln«.
Die Idee, eine Zeitung zu machen, kam den heutigen Hobby-Redakteuren bereits im Mai des vergangenen Jahres. Auf einer Sitzung des Heimbeirates stand das Thema »Heimzeitung« obenan. Nach mancherlei Diskussion um das zukünftige Konzept des Blattes gingen die Senioren dann im September ans Werk.
Unter der Leitung von Fritz Soll sen., einem Freund des Hauses und Kenner der Oerlinghauser Geschichte, fand in der Müllerburg ein Volkshochschulkurs statt, in dem erste Grundlagen für die zukünftige Zeitung entwickelt wurden. Über »Medienerfahrung« verfügte bis dahin noch keiner der Teilnehmer. Doch das große Interesse machte die Wissenslücken wett. »Schon bald«, so erinnert sich das Redaktionsmitglied August Klarholz, »flatterten mir die ersten Beiträge für unser »Machwerk« auf den Tisch.« Dazu gehören ein Überblick über die Geschichte der Müllerburg, der Bericht über einen Weserausflug der Heimbewohner sowie Beiträge mit persönlichen Erinnerungen, Gedichten und ein-Rückblick auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Doch bis zum Druck blieb trotzdem einiges zu tun. Resi Wiskemann, eine weitere Hobby-Redakteurin, feilte noch hier und da an den einzelnen Beiträgen. Als im Dezember die Erstausgabe des »Burgkuriers« in der Müllerburg auslag, fand sie »reißenden Absatz«, wie Helmut Peltz, Sozialarbeiter des Hauses, berichtet. Von den mehr als 350 gedruckten Exemplaren sind mittlerweile über 200 Stück verkauft worden.
Ende Januar findet bereits die nächste Redaktionssitzung statt. Auch andere ältere Oerlinghauser, die beim Lesen des »Burgkuriers« Interesse an der Mitarbeit bekommen sollten, sind dazu eingeladen. Über schriftliche Beiträge und Ratschläge für die folgenden Nummern - die nächste erscheint in etwa vier Monaten - würde sich der neunköpfige Arbeitskreis »Zeitung Müllerburg« freuen. Das Hauptgewicht soll in Beschreibungen von historischen Geschehnissen aus persönlicher Sicht liegen, aber auch Gedichte sind erwünscht.