Die Oerlinghauser Weber
Auszug aus dem Schulbuch „Unser Heimatland Lippe“
Als unsere Heimat das Leineweberland genannt wurde, klapperten auch in Oerlinghausen und seiner Umgebung viele Webstühle. Die Oerlinghauser Weber webten ein besonders feines Leinen, das sogar in fernen Ländern, wie Italien und Russland, gern gekauft wurde. Als die Webmaschinen erfunden wurden, kamen für die Oerlinghauser Handweber schlechte Zeiten.
Das änderte sich, als um das Jahr 1900 die Firma Carl Weber & Co eine Fabrik baute. Da schafften die Handweber ihre Webstühle ab und wurden Maschinenweber in der Fabrik, weil sie dort mehr Geld verdienten. Die Weberei fand in den ehemaligen Handwebern zuverlässige und geschickte Arbeiter. Heute beschäftigt die Firma Carl Weber & Co in mehreren Betrieben über tausend Menschen. Sie stellen hauptsächlich Wäsche für die Aussteuer her: Bett- und Kissenbezüge, Bettlaken, Handtücher, Taschentücher, weiße und farbige Tischdecken.