Auf zweieinhalb Etagen Begegnung und Kultur
Bürgerhaus für 3,3 Millionen Mark saniert - Eröffnung am 8. Dezember / Zwei Jahre Bauzeit
[Bild: Wieder schön herausgearbeitet: die besonderen Strukturen der Fassade mit den Spitzbogen und den runden Fenstern. Fotos: Holzkamp]
Oerlinghausen (raho). Leseratten, Kunstfreunde, angehende Musiker, Freunde der Stadtgeschichte; vor allem aber die Bürger, die Begegnung suchen, bekommen in genau einer Woche einen neuen Treffpunkt: das Bürgerhaus an der Tönsbergstraße öffnet am Samstag, 8. Dezember, die Pforten. Nach annähernd zweijähriger Bauzeit sind Arbeiten für das 3,3 Millionen Mark teure Projekt nun in der Endphase.
„Bis zur Einweihung dürften allenfalls noch ein paar Kleinigkeiten wie Lampen und die eine oder andere Grünanlage fehlen“, sagt Helmut Holthöfer vom städtischen Hochbauamt.
Mit den Handwerkern und Planern sei die Stadt jedenfalls zufrieden. Seit Januar 1989, dem Baubeginn, summierte sich die Zahl der beauftragten Firmen auf 45, fifty-fifty die Anteile heimischer und auswärtiger Unternehmen. Insbesondere außergewöhnliche Aufträge wie die Installation des Aufzugs gingen in die Nachbarschaft.
Dort, genau in Lemgo, ist auch das federführende Architekturbüro „Saunen und Planen" beheimatet. Hinzu kommen vier weitere Fachingenieure für Statik, Elektrik, Heizungs- und Sanitäranlagen sowie raumakustische Untersuchungen.
Vor allem die Statiker hatten einige Probleme zu bewältigen. So ergaben sich gegen Ende vergangenen Jahres zusätzliche, aufwendige Auffang- und Schachtarbeiten, eine Wand mußte trockengelegt werden. Überdies galt es, Abwasserkanäle Richtung Jägerstraße zu verlegen. Die Mehrkosten vermag Holthöfer allerdings noch nicht abzuschätzen, „weil der RP in Detmold noch hierfür noch Zuschußanträge zu bearbeiten hat.“
In dem behindertengerecht ausgebauten Haupthaus sind auf zweieinhalb Etagen folgende Nutzungen vorgesehen. Unten: das Kommunikationszentrum mit dem Foyer für Kunstausstellungen und den drei Räumen unter Tonnengewölben für gesellige Veranstaltungen, außerdem ein Büro. Im Zwischengeschoß ist bereits die Stadtbücherei untergebracht, ferner die Küche und die sanitären Anlagen. Der sogenannte multifunktionelle Saal darüber eignet sich vor allem für Vortragsveranstaltungen.
Im Nebenhaus, dem ehemaligen Stallgebäude, bekommt die Musikschule für die musikalische Früherziehung ihr neues Domizil. Auch wird das Stadtarchiv nach hier verlegt.
Die offizielle Feierstunde beginnt am Weihnachtsmarktsamstag um 12 Uhr. Anschließend ist eine Bürgerparty.
[Bild: In der Endphase: Die Außenarbeiten auf der Südseite. Links das frühere Stallgebäude, In dem nun das Stadtarchiv untergebracht wird, dahinter das Haupthaus.]