Die alte Synagoge

Blick vom Tönsberg

 

Den einen war es ein bißchen weh ums Herz, sie trauerten doch ihrer ,,alten“ Synagoge nach. Glatt ist sie geworden, außen wie innen, die Treppe fehlt, die Patina auch. Doch das Haus ist funktionsfähig, nach wie vor übt es auf Ausstellungsmacher und Künstler und nicht zuletzt auf die Besucher, die am ersten Tag überaus zahlreich kamen, einen gewissen Reiz aus. Die Freude ist überall groß. Nun gilt es, wie bisher ein Ausstellungskonzept zu entwickeln das der Synagoge ihren Ruf als wichtige Begegnungsstätte der Kunst in Ostwestfalen-Lippe erhält und festschreibt Der Kunstverein genießt inzwischen eine große überregionale Resonanz. In der Synagoge stellen heute national wie international bekannte Künstler aus (Droese, Mittendorf), die nicht nur in großen Häusern der Bundesrepublik, sondern auch im Ausland geschätzt werden. Das sie nach Oerlinghausen kommen, ist einzig und allein der Qualität des Ausstellungsprogrammes zu verdanken. Wäre man bereit, Zugeständnisse zu machen an der Konzeption, wäre die überregionale. Ausstrahlung vorbei.

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Die Stadt hat die Synagoge. erworben. Sie hat sich damit verdient gemacht Und es ist das unbestrittene Verdienst des Bürgermeisters, daß dieses baufällige Haus mit erheblichen Aufwendungen des Landes restauriert worden ist. um es der Nachwelt zu erhalten Aber: Gerettet vor dem totalen Zerfall hat das Haus der Kunstverein, vor zehn Jahren, als die Gründer selbst Hand angelegten und daraus - übrigens mit Zustimmung der jüdischen Kultusgemeinde - einen Ausstellungsraum machten Schon am heutigen Samstag ist die Synagoge von 15 bis 17 Uhr geöffnet Das ist neu. denn bisher gab es nur die Öffnungszeiten am Donnerstag und Sonntag Ein Versuch, der vielleicht auf fruchtbaren Boden fällt. Man muß es abwarten.