Mammutfunde
Buchauszug Mitteilungen aus der lippischen Geschichte und Landeskunde 1960
Sept. 1959 Hiddesen, KrD, Kiesgrube Kater: Bruchstück eines Mammutmolars, 95 mm lang; Käufliche fehlt (alte Beschädigung), der sonst fehlende Teil ist durch einen Kiesbagger abgerissen. - Graß, Detmold 4. Sept. 1960 Oerlinghausen, KrL, Schopketal: 1 Mammutmolar von H. Diekmann gefunden. Länge 27 cm, Breite der Käufliche 8 cm, Höhe bis zu den Zahnwurzeln 13 cm; Gewicht 3 kg. - Anonymer Bericht in der „Freien Presse“ (Detmold) vom 29. 9. 1960 -.
Die Lagerung des Fundes ist im Bericht unklar angegeben. Der Molar soll gefunden sein „an der Stelle, wo die Nachschüttungssande der zweiten Eiszeit auf dem darunterliegenden Lößlehmboden lagerten.” Die Nachschüttungssande der II. Norddeutschen Vereisung können nur auf Geschiebemergel liegen, dem Hauptgestein der II. Vereisung, oder auf dessen Verwitterungsprodukt, dem Geschiebelehm. Lößlehm ist verwittert aus Löß, der erst während der III. Norddeutschen Vereisung nach Lippe kam, und diese III. Vereisung ist von der II. Vereisung durch eine sehr lange dauernde Warmzeit getrennt.