Fragen an ehemalige jüdische Mitbürger in Oerlinghausen

Von Jürgen Hartmann anläßlich des Besuches der Familien Kulemeyer in Oerlinghausen

 

1.      Im August 1935 beschloß der Rat der Stadt einstimmig „Maßnahmen gegen die Juden“. Wie sahen diese aus?

2.      Ist Näheres über den Freitod von Hans Windmüller in Köln bekannt? Ursache? Motiv?

3.      Bestand schriftlicher Verkehr mit der Familie Herz nach 1938? Teilten sie ihre Absicht zur Auswanderung mit? Oder die Schwierigkeit nach 1939 aus Hamburg ins Ausland zu gelangen?

4.      Warum wurde Julius Kulemeyer im Dezember 1933 für 3 Wochen in „Schutzhaft“ genommen?

5.      Wie war die zum Christentum übergetretene Jüdin Hedwig Loewnthal aus Lipperreihe damals bei den Juden angesehen? Gab es Kontakte?

6.      Wie sah der Alltag für die Oerlinghauser Juden nach 1933 aus? Pöbeleien? Ausschreitungen, etc.? Übergriffe von SA und Partei? Als Schüler?

7.      Was hing im „Stürmer-Kasten“? Fotos? Wenn, welcher Art?

8.      Sind noch verwertbare Fotos oder Dokumente vorhanden?

9.      Sagt Ihnen der Name Gretenkord bzw. Wilhelmine Goldschmidt etwas?

10.  Letzte Lebenszeichen der Deportierten Kulemeyers und Herz. Nach dem Krieg etwas über das Schicksal bekannt geworden?