Antrag auf Anmietung einer Judenschule

Auszug aus dem Buch „Die Geschichte der Oerlinghauser Synagoge von 1803 bis 1988“

 

Abschrift

An die Hochfürstliche Regierung am 04. Oktober 1791:

Bekanntlich existieren im Dorf Oerlinghausen sieben Judenfamilien. Diese, um ihren Gottesdienst ganz nach jüdischem Gebrauch und Gesetzen und mit der dabei nötigen Bequemlichkeit gehörig verrichten zu können, entschlossen sich einmütiglich, zu diesem Behuf ein eigenes Haus zur Judenschule zu mieten.

….. und dann mit dem Herrn Amtsrat Rötteken ein Kontrakt geschlossen, jene und dieser räumten dann dortiger Judenschaft ein Zimmer in dem von demselben gekauften Brachtschen Hause ein. Schon beinah 10 Jahr lang übten wir also in corpore hier unseren Gottesdienst aus, schafften uns die dazu erforderlichen Gerätschaften auf gemeinschaftliche Kosten an und genossen so die ganze Zeit über die für ein so wichtiges Geschäft dieses Lebens nötige Ruhe ....

(Staatsarchiv Detmold: L 108 Oerl. Nr. 275)