Verordnungen zu den Schutzjuden
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OERLINGHAUSEN
Verordnung
Auf die von den Obrigkeiten erstatteten Berichte werden die von den einländischen Juden den § 1. des Ediktes vom 28ten November d. J, gemäß gewählten Familien, Nahmen vermittelst des in der Beylage abgedruckten Verzeichnisses Nahmens Sereniffimae Regentis hierdurch genehmiget.
Detmold den 14ten April 1810.
Fürsts, Lipp. Vormundschaftliche Regierung daselbst.
Amt Oerlinghausen.
In Oerlinghausen.
1) Schutzjude Isaac Hirsch: Heilbrun.
2) Schutzjude Michel Scholum: Bornheim.
3) Schutzjude Menke Scholum: Windmüller.
4) Schutzjude Leeser Salomon: Lindenhain.
5) Witwe Schutzjüdin Meyer David: Meyer.
6) Witwe Schutzjüdin Jonas David: Oppenheim.
7) Witwe David Löb Hirsch: Band.
Oerlinghausen. Zur anderweiten öffentlich meistbietenden Versteigerung der Straßenkötter-Stätte des Schutzjuden Isaak Heilbron Nr. 13. allhier, wird Termin auf Donnerstag d. 24ten. D. M. Morgens, 9 Uhr, anqesetzt, und dem Erscheinen der Kaufliebhaber am hiesigen Amte entgegen gesehen.
Oerlinghausen den 2ten Januar 1822. Fürstl. Lipp. Amt daselbst.
Der bey dem Schutzjuden Jonas Meyer in Oerlinghausen im Dienst gestandene Knecht, Abraham Herz, angeblich aus Somdorn bey Hanau, ist als ein verdächtiger, umherschweifender und der öffentlichen Sicherheit gefährlicher Mensch, durch daß Erkenntniß vom 26ten d. M. des Landes verwiesen und deshalb über die Grenze nach seinem angeblichen Geburtsorte transportirt worden.
Detmold den 29ten Januar 1822.
Fürstl. Lipp. Criminalgericht das.