Umgehungsstraße und kein Ende

 

In ihrer Wahlkampfaussage hat die CDU zu diesem Problembereich Stellung genommen und hält es angesichts der Energiekrise, neuer Verkehrsprognosen und gravierender Umweltaspekte für dringend erforderlich, die bisherige Planung der Umgehungsstraße neu zu überdenken. Ein fast 20 Jahre altes Konzept und auch die Tunnellösung können nicht so ohne weiteres übernommen werden, wenn schwerer Schaden von Oerlinghausen ferngehalten werden soll.

Erhebliche Bedenken richten sich auch gegen die Tunnellösung: - Überörtlicher Verkehr wird zusätzlich in den Oerlinghauser Raum gezogen.

- Große Waldbestände und Feuchträume werden zerstört.

- Die Robert-Koch- und die Holter Straße werden nur zum Teil entlastet, da nach einem neuen ADAC-Gutachten Halbierung des Verkehrs nur eine Lärmminderung um 10% bedeutet.

- Für die mindestens 50 Millionen Tunnelbaukosten werden Hanegge, Schulzentrum, Landerbusch, Hudeweg und Lipperreihe beträchtlich mehr Verkehrslärm und -abgase bekommen.

Natürlich muß den geplagten Anliegern der Robert-Koch- und Holter Straße geholfen werden. Unabhängig davon, ob nun die Tunnellösung kommt oder nicht (und auch sie wird wohl noch 10 Jahre auf sich warten lassen), sind Sofortmaßnahmen unabdingbar: verkehrslenkende Maßnahmen, um den überörtlichen Schwerlastverkehr zu verbannen; weitere aktive und passive Lärmschutzmaßnahmen. Den Weg dazu hat die CDU-Fraktion schon vor einem Jahr mit einem entsprechenden Antrag gewiesen. Es ist jetzt an der Zeit, daß auch die SPD sich auf ein gemeinsames wirkungsvolles Hilfsprogramm besinnt. Tun sie das nicht, muß den Wählern klar gesagt werden: SPD wählen heißt, Natur zu zerstören, ohne daß den Bürgern geholfen wird.

Ohnehin ist die SPD seit ihrem Plan, den Menkhauser Berg zu zerschneiden, im Geruch der Umweltfeindlichkeit.